Rezension: »Banshee Livie 02- Weltrettung für Fortgeschrittene« von Miriam Rademacher

Banshee Livie Weltrettung für Fortgeschrittene Miriam Rademacher»Banshee Livie 02 – Weltrettung für Fortgeschrittene«
von Miriam Rademacher

Sternensand Verlag, Januar 2018
ISBN-13: 978-3-9068-2969-2
370 Seiten
Preis: 6,99€ eBook / 12,95€ Taschenbuch

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Inhalt

Es könnte alles so schön sein. Livie hat sich mit ihrem Tod und ihrer neuen Aufgabe arrangiert. Wenn sie gerade nicht einen Bewohner von Schloss Harrowmore vor dem Tod des kleinen Jonathan warnt, verbringt Livie ihre Zeit mit ihrem Todesboten Walt und Mummel Sniff.
Blöd, dass sich Livies beste Freundin Millie ausgerechnet jetzt in tödliche Gefahr begibt und nebenbei die ganze Welt dadurch bedroht.
Zusammen mit alten Bekannten und neuen Freunden muss sich Livie dem Grauen stellen, das nicht nur leere Kinosessel und ganze Spielplätze verschlingt, sondern auch immer mehr Menschen einfach verschwinden lässt. Diesmal haben sich die Banshee und ihre Freunde allerdings mit der Zeit selbst angelegt und die lässt bekanntlich nicht mit sich handeln….

Fazit

Miriam Rademacher knüpft mit »Banshee Livie – Weltrettung für Fortgeschrittene« nahtlos an ihrem Erfolg von »Banshee Livie – Dämonenjagd für Anfänger« an. Humorvoll und witzig erzählt die Autorin das neue Abenteuer von newbie Banshee Livie.

Fast täglich oder mehrmals täglich, warnt Livie die Bewohner von Harrowmore vor einem qualvollen Tod des jüngsten Harrowmore. Zwischen ihren Warnungen verbringt Livie viel Zeit mit Walt, dem Todesboten ihres Herzen.
Die neue Zweisamkeit wird jäh gestört, als der Alchemist Zach auftaucht und berichtet, dass Neu-Druidin Millie das Grauen auf die Welt losgelassen hat. Während Walt und Zach zur Schadensbegrenzung aufbrechen, soll Livie auf Harrowmore die Stellung halten. Damit ist die junge Banshee alles andere als glücklich. Kein Wunder, dass sie ihre Chance nutzt, die sich in dem Todesboten Chris im Keller von Schloss Harrowmore manifestiert.

Gwohnt locker-leicht und flüssig lässt sich das neue Buch von Miriam Rademacher lesen. Die lebendige Dynamik zwischen Livie und Walt hat die Autorin beibehalten und so machen vor allem die Szenen zwischen den beiden beim Lesen sehr viel Spaß. Schade, dass ihre gemeinsame Zeit in diesem Band von »Banshee Livie« so begrenzt war, da hätte ich gerne noch den einen oder anderen Schlagabtausch gelesen.
Auch Livies Interaktion mit anderen Charakteren ist zumeist mindestens ein Schmunzeln wert. Die Banshee hat einfach ein Händchen für -tote und lebendige- Menschen, Todesboten, Hexen, Dämonen – und Leser. Mit ihrer offenen, durchaus tollpatschigen und lustigen Art sowie ihrem großen Herzen kommt Livie einfach gut an.
Ein Charakter, der mit in »Banshee Livie – Weltrettung für Fortgeschrittene« neben Livie, Walt und dem Mummel -ja, den mag ich wirklich sehr- gut gefallen hat, war Todesbote Chris. Typischer Fall von böser Junge, der das Herz doch am rechten Fleck hat und das nur selbst herausfinden muss. Gepaart mit kernigen Sprüchen und Humor, hat Miriam Rademacher mit Chris genau meinen Geschmack getroffen.
Ich wäre ja schon neugierig, wie Chris mit seiner Banshee zusammenarbeitet. Wer weiß, vielleicht lernen wir seine Banshee ja im nächsten Abenteuer kennen?

Nachdem sich der Auftakt »Banshee Livie – Dämonenjagd für Anfänger« vor allem auf Banshees, Todesboten und Druiden beschränkte, lernt der Leser in der Fortsetzung zusammen mit Livie Miriam Rademachers Welt des Übersinnlichen besser kennen. Es gibt mehr Informationen über Livies Job, ihre Fähigkeiten und Begegnungen mit weiteren Bewohner der übersinnlichen Welt. Es war schön, mehr Wesen und neue Charaktere kennenzulernen.

Kurz: »Banshee Livie – Weltrettung für Fortgeschrittene« von Miriam Rademacher ist die kurzweilige Fortsetzung der Reihe um Livie, die viel Spaß beim Lesen macht. Vermisst habe ich die charakterliche Weiterentwicklung von Walt und Livie, beide sind nach wie vor liebenswert und unterhaltsam, haben sich aber im Vergleich zum Auftakt der Reihe nicht entwickelt.
Dennoch ist das neue Abenteuer von Livie und Walt eine klare Leseempfehlung für Leser, die humorvolle, kurzweilige, leichte Literatur mögen sowie witzige Dialoge und Situationskomik zu schätzen wissen.

Bewertung

4 Bücher

4 von 5

 

AUTORIN

Miriam Rademacher wurde 1973 im Emsland geboren und wuchs in einem kleinen Barockschloss auf.  Heute lebt die Autorin, die schon früh mit dem Schreiben begann, in Osnabrück. Neben dem Schreiben unterrichtet Tanz.
Mariam Rademacher veröffentlichte in den letzten Jahren zahlreiche Kurzgeschichten, Fantasy-Romane, Krimis und ein Kinderbilderbuch.

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GEWINNSPIEL

Gewinnspiel Banshee Livie

Platz 1: Taschenbuch
Platz 2-4: Goodie-Paket (Lesezeichen, Poster, Postkarte)

Dieses Gewinnspiel ist Teil der Release-Party zu »Banshee Livie 02 – Weltrettung für Fortgeschrittene« auf Facebook. 

So geht’s
Beantworte meine Los-Frage in den Kommentaren und sammel ganz einfach ein Los. 😀

Los-Frage:
Was und warum wäre deine Rolle in »Banshee Livie«: Wärst Du eine Banshee und würdest Deine Schützlinge vor dem drohenden Tod eines Familienmitgliedes warnen? Oder wärst Du Todesbote und würdest Tausende von möglichen Toden deiner Schützlinge vorhersehen?

Teilnahmebedingungen
Teilnahme ab 18 Jahren oder mit Einverständniserklärung der Eltern.
Versand nur innerhalb von Deutschland, Österreich und der Schweiz. Für den Postversand wird keine Haftung übernommen.
Das Gewinnspiel endet mit dem Ende der Release-Party.
Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt man sich im Gewinnfall bereit öffentlich, namentlich genannt zu werden.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Keine Barauszahlung des Gewinnes möglich.
Veranstalter ist der Sternensand Verlag

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Vielen Dank an den Sternensand Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Rezension: »Meerschaum« von Anna Holub

»Meerschaum« (Märchenspinnerei 07)
von Anna Holub

Self Pubslishing, August 2017
ISBN-13: 978-1-5489-2500-0
250 Seiten
Preis: 3,49€ eBook | 13,90€ Taschenbuch

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Inhalt

Oliver Welker hält sich für abgebrüht. Als Journalist begegnen ihm so viele Schicksale, da kann ihn nichts mehr Erschüttern. Als Ergebnis fehlt ihm die Leidenschaft für seinen Job, obwohl er gut ist. Alles ändert sich, als Oliver das Foto seines Kollegen Mathieu sieht: Die schöne Frau mit den meerblauen Augen lässt ihn nicht mehr los.
Ehe sich Oliver versieht, befindet er sich dank seiner Besessenheit in einem Strudel aus Mord, Korruption und Menschenhandel. Nicht ist, wie es scheint.
Kann Oiver die schöne Fremde retten oder ist auch sie nicht, was sie scheint?

Fazit

Düster und geheimnisvoll adaptiert Anna Holub in »Meerschaum« das Märchen der kleinen Meerjungfrau von Hans-Christian Andersen.

Journalist Oliver Welker erzählt den Leser seine Geschichte selbst. Durch die gewählte Ich-Perspektive von Anna Holub wird Oliver sehr greifbar für die Leser. Seine Emotionen bei der Suche nach der Frau mit den meerblauen Augen werden für die Leser dadurch ebenso deutlich und nachvollziehbar, wie sein Wesen. Oliver ist sympathisch, charakterstark und intelligent.
Die gewählte Form der Erzählperspektive sowie der bildhafte, flüssige Schreibstil von Anna Holub lassen »Meerschaum« lebendig werden.

Spannend finde ich die Mischung aus Thriller und Märchen. Anfangs klar thriller-lastig entfalten sich die Märchenelemente mit dem Fortlaufen der Geschichte immer mehr. Über die 250 Seiten hat Anna Holub geschickt immer wieder Elemente oder Parallelen aus »Die kleine Meerjungfrau« eingebaut, einige davon offensichtlich, andere waren erst auf den zweiten Blick zu entdecken.
Anna Holub mit ihrer, im Vergleich zu anderen mir bekannten Adaption, ungewöhnlichen Märchenadaption einen interessanten Thriller der phantastischen Art geschaffen.

Kurz: »Meerschaum« ist eine ungewöhnliche Märchenadaption mit Charme. Diese Interpretation eines Märchens als Thriller mit hoher Spannung ist absolut zu empfehlen und doch keine leichte Kost. Anna Holub greift aktuelle Themen unserer Gesellschaft auf, die unter die Haut gehen und zum Nachdenken anregen.

Bewertung

4 Bücher

4 von 5

 

Autorin

Anna HolubAutorin Anna Holub lebt mit ihren Katzen, Computern und dem alltäglichen Chaos in schönen Schweden. Die Wahl-Stockholmerin schreibt mit Vorliebe Science Fiction, Fantasy und Jugendbücher.
Anna Holub ist aber auch anderweitig küsntlerisch-kreativ unterwegs. Die Autorin zeichnet und erstellt Cover. Aus ihrer Hand stammt zum Beispiel das Cover von Tina Skupins »Hollerbrunn«, dem dritten Buch aus der Märchenspinnerei.

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Weitere Meinungen zu »Meerschaum« von Anna Holub

Myna Kaltschnee (4/5)
Fairy-book (3,5/5)
Lesemaus 87


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Die MärchenspinNerei

  

 


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Vielen Dank an die Märchenspinnerei für das Rezensionsexemplar

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Rezension: »Abigale Hall« von Lauren A. Folly

»Abigale Hall«
von Lauren A. Folly

Goldman Verlag, August 2017
ISBN: 978-3-4424-8548-2
512 Seiten
Preis:  8,99€ eBook | 9,99 Taschenbuch

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Inhalt

London 1947
Die Menschen ächzen unter den Folgen des zweiten Weltkrieges. Lebensmittel, Kleidung und Glück – alles ist rationiert und reglementiert. Eliza gibt sich Mühe auf ihre kleine Schwester Rebecca aufzupassen, deren psychopatischen Züge mehr Belastung sind als Eliza sich eigentlich für ihr Leben gewünscht hat.
Gegen ihren Willen werden die beiden Mädchen ins weit entfernte und heruntergekommene Herrenhaus Thornecroft abgeschoben. Hier sollen die Schwestern als Dienstmädchen arbeiten, ungenutzte Säle wollen gereinigt werden, eingestaubte Betten müssen bezogen werden und die Wäsche soll gemacht werden.
Eliza stößt bei der unliebsamen Arbeit schnell auf Dienstmädchen, die in der Vergangenheit immer wieder verschwunden sind und die verstorbene Lady, die das einsame Herrenhaus immer noch heimsucht. Schnell wird ihr klar, dass dieses Schicksal auch ihr und Rebecca droht. Kann Eliza sich und ihre Schwester beschützen? Welche Rolle spielt Rebecca in dem ganzen Geschehen wirklich?

Fazit

»Abigale Hall« ist ein Buch, dass seine Versprechungen nicht ganz halten konnte. Düsteres Cover, ein Klappentext der eine Atmosphäre á la Mistery(-Thriller) verspricht und die Andeutung einer düster-unheimlichen Geschichte verflochten mit einem historischen Hintergrund und einer Familienlegende – genau mein Ding.  »Abigale Hall« hat alles versprochen, aber nicht alles gehalten.

Die im Klappentext versprochene subtil düster-unheimliche Atmosphäre kam bei leider mir nicht auf. Auch, wenn hier das Ende doch noch einiges in diese Richtung getan hat.
Die Charaktere waren leider etwas, gerade Protagonistin Eliza konnte ich nie verstehen oder ihre Handlungen nachvollziehen. Sie wirkte oft getrieben und vorschnell, dabei aber nie ganz klar, wie sie nun zu ihrer Schwester steht.
Rebecca hingegen ist gut getroffen, ganz das egozentrisch-pschotische kleine Mädchen, das gerne Puppen die Augen ausdrückt, Kleintieren bestimmt die Beine ausreisst und sich am Schmerz der Menschen labt – ob nun Familienmitglieder oder Fremde kümmert Rebecca nicht. Für sie gibt es nur sie selbst und ihre Bedürfnisse.

Lauren A. Forry hat einen angenehmen Schreibstil und ein gutes Tempo, was andere wohl als Längen bezeichnen werden, empfinde ich bei gutem Schreibstil immer als angenehm: Es gibt etwas über den Alltag der Charaktere zu lesen und nicht jeder Spannungshochpunkt wird vom nächsten gehetzt. Damit lässt sich, zwar nicht die düstere, aber doch die historische Atmosphäre  der Geschichte genießen. Gerade am Anfang macht Lauren A. Forry das Leben im Nachkriegs-Enngland lebendig: Frauen, die sich die Beine mit Soße einreiben, um Strumpfhosen zu simulieren, Menschen, die vor Lebensmittelläden schlange stehen und Kinder, die zu kleine Schuhe tragen.

Alles in allem hat mir der Roman auch ohne das suggerierte Setting gefallen bis auf die Träume von Eliza. Immer wieder wird der Leser in Elizas wirre Träume katapultiert, die leider für mich nicht deutlich genug von der restlichen Geschichte optisch getrennt waren. Oft habe ich mich bei den Träumen am Anfang eines Kapitels gefragt, was zum Henker das für ein Sprung in der  Geschichte passiert ist. Nur um dann zu erfahren, dass Eliza ja gerade schlecht geträumt hat.
Hier hätte ich mir eine optische Trennung von der Geschichte gewünscht, damit einfach klar ist, dass der Abschnitt einen Traum darstellt.

Kurz: »Abigale Hall« von Lauren A. Forry ist eine geheimnisvolle Geschichte mit angenehmen Schreibstil,  die ihr volles Potential erst zum Ende hin offenbart und dort die düstere Atmosphäre schafft, die ich mir von Beginn an erhofft habe.

Bewertung

3 von 5

Autorin

Lauren A. Forry

© Mike Allebach

Lauren A. Forry wuchs in einem kleinen Örtchen in den Wäldern von Bucks County, Pennsylvania auf. Sie studierte Filmwissenschaften an der New York University, bevor sie vom amerikanischen Kontinent auf die britischen Inseln wechselte und in London ihren Master in Creative Writing machte. Für ihr Debüt »Abigale Hall« wurde Lauren A. Forry mit dem Faber and Faber Creative Writing MA Prize ausgezeichnet.
Heute lebt die Autorin mit ihren Hunden auf dem englischen Land.

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Weitere Meinungen zu »Abigale Hall« von Lauren A. Forry

Zwischen den Zeilen
Papier und Tintenwelten (3/5)
Die Seitenflüsterer (4/5)


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Rezension: »Leon – Glück trägt einen roten Pony« von C.M. Spoerri

Leon C.M. Spoerri

»Leon – Glück trägt einen roten Pony«
von C.M. Spoerri

Sternensand Verag, Dezember 2017
ISBN-13: 978-3-9068-2979-1
252 Seiten
Preis: 5,99€ eBook / 12,95€ Taschenbuch (31.01.18)
Preisaktion: 22.-27. Dezember kostet das eBook nur 2,99€

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Inhalt

Leon hat nur wenige Hobbies, die verfolgt dafür umso intensiver: Frauen zum Beispiel. Oder beleidigende Unterhaltungen im Internet, bei denen er so richtig kreativ werden kann.
Alles in allem gibt sein Leben nicht so viel her und ist ein Strudel aus ausgesuchter Einsamkeit und Gemeinheiten. Bis eines Tages das Mädchen mit den roten Haaren und den nussbraunen Augen erst an seine Tür klopft und dann als Geist sein Leben ändern will. Leon ist aber alles andere als begeistert, dass Feli ihm jetzt helfen will sein Leben zu ändern und sein Glück zu finden…

Fazit

»Leon – Glück trägt einen roten Pony« ist das neueste Werk von C.M. Spoerri und mal etwas ganz anderes von ihr. Es ist kein Liebesroman und auch kein High Fantasy. Obwohl mit phantastischen Elementen gespickt, geht es in der Geschichte von Leon vor allem um das Erkennen von sich selbst und finden seines Glücks. Damit ist es das erste Buch der Autorin, das mich nicht in euphorisch-verträumter, sondern zufrieden-nachdenklicher Stimmung zurückgelassen hat.

Authentisch, lebendig und Witz hat C.M. Spoerri hier ein Thema aufgegriffen, das wohl viele beschäftigt: Was ist Glück und wie kann man es finden? Was nach billigen Pseudo-Ratgeber aus klingt ist in Wahrheit die Geschichte über einen Protagonisten, der eigentlich bemitleidenswert, sozial unfähig und nur dann zufrieden ist, wenn er zu anderen gemein sein kann. Allerdings besitzt Leon einen Charm, dem sich der geneigte Leser kaum entziehen kann.
Welche Folgen dieser negative Weg für ihn haben kann, ist Leon lange Zeit nicht klar. Bis erst Feli und dann auch Stella sich in sein Leben drängen und ihm zeigen, was Glück wirklich ist und wie es sich anfühlt glücklich zu sein, ohne andere unglücklich zu machen.

Neben ihrem bildhaften Schreibstil hat die Autorin auch in diesem Buch wieder überzeugt. Mit Tiefe, Ironie und Sarkasmus versehen stürzen sich Leon, Feli und Stella in die Geschichte. Leon durchläuft dabei eine beeindruckende Charakterentwicklung, die zeigt, wie wichtig das persönliche Glück ist und das Fertigmachen anderer Menschen nicht der Weg sein sollte, das eigene Glück aufzupolieren.

Kurz: C.M. Spoerri hat mit »Leon – Glück trägt einen roten Pony« einen sehr ruhigen, nachdenklichen Roman über die Wichtigkeit des Glücklichseins geschrieben. Anders als ihre bisherigen Romane findet der Leser hier keine über die maßen aufregende Liebesgeschichte, dafür aber das zarte Aufblühen eines jungen Glücks, emotionale Tiefe und eine Botschaft, die jeden von uns jeden Tag begleiten kann.

Bewertung

4 Bücher

4 von 5

 

Autorin

C.M. Spoerri

C.M. Spoerri wurde 1983 geboren und lebt in der Nähe von Zürich. Mit „Alia – Der magische Zirkel“ erschien im März 2014  nicht nur der Debütroman von C.M. Spoerri, sondern auch der Auftakt einer mitreißenden Fantasy-Saga.
Im September 2015 gründete die Autorin den Sternensand Verlag und veröffentlicht seither nicht nur ihre eigenen Bücher unter dem Sternenbanner, sondern auch die Werke von u.a. Jasmin Romana Welsch, Maya Shepherd oder Carolin Emrich.

Website · Facebook · Sternensand Verlag

 


Weitere Meinungen zu »Leon – Glück trägt einen roten Pony« von C.M. Spoerri

Der Lesefuchs (4/5)
Seductive Books

Manjas Buchregal (5/5)


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Bücher von C.M. Spoerri


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Rezension: »Behemoth 2333 – Band 05: Das Endspiel« von Joshua Tree

Joshua Tree Behemoth 2333 Endspiel

»Behemoth 2333 – Band 05: Das Endspiel«
von Joshua Tree

Self Pubslishing, Dezember 2017
ASIN: B077YTJ92C
157 Seiten
Preis: 2,99€ eBook

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Inhalt

Moreau und der Neuromorph setzen zu ihrem letzten Akt ihres Stückes an. Die Figuren sind platziert: Pascal, Jeremy und seine Crew kämpfen nicht nur um ihre Leben, sondern möglicherweise um das Überleben des freien Willen der Menschheit. Für das große Ganze muss jeder Opfer bringen, welchen Preis müssen Jeremy, Pascal, Wizkid, Macella und Walter zahlen?

Fazit

Die Rezensionen zu der »Behemoth 2333«-Serie werden fast – aber nur fast- lagweilig, weil ich so begeistert bin 🙂

In diesem Band der Serie befindet sich die Crew um Captain Jeremy Brandt ausschließlich auf Bismarck. Abgeschottet durch die Barriere des Neuromorph muss sich die Besatzung der U.N.S. Concordia entscheiden, wer das kleinere Übel für die Zukunft des freien Willens der Menschheit ist: Moreau oder der Neuromorph und die Locusts.

»Behemoth 2333 – Band 05: Das Endspiel« bietet alles: überraschende Begegnungen, tiefgreifende Veränderungen und einen spannenden Show Down.

Die angespannten Nerven von Jeremy Brandt und seiner Crew, sind durch die Zeilen zu spüren. Obwohl es diesmal einige Antworten für unsere Protagonisten und Nebencharaktere gibt, lässt Joashua Tree seine Charaktere und Leser mit mindestens doppelt so vielen offenen Fragen zurück.
Faszinieren finde ich, wie der Autor es schafft, mich auch in Band 5 seiner Serie immer noch zu fesseln und unvorhersehbar zu bleiben. Ich habe keine Ahnung, welches Ende »Behemoth 2333« nehmen kann oder welches Ende ich gut fände. Ich bin gespannt, was sich der Autor für die verbliebenen zwei Bände ausgedacht hat.

Aber nicht nur der Plot hinter der Serie ist erwähnenswert. Was wäre ein genialer Plot ohne gelungene Umsetzung? Genau, keine 5-Bücher-Rezension.
Joshua Tree hat mich wieder mit seinem bildhaften und sehr lebendigen Schreibstil überzeugt, gekonnt lässt er die Spannungskurve von Anfang bis Ende ansteigen und nimmt seine Leser mit in einen nervenaufreibenden, mitreißenden Abschnitt von »Behemoth 2333«.

Kurz:  »Behemoth 2333« ist eine komplexe Science-Fiction Serie, die eine Empfehlung für Leser ist, die keine Angst vor anspruchsvollen Handlungssträngen, sarkastischen Charakteren, Witz und Kreaturen aus der Tiefe des Alls haben.

Bewertung

5 von 5

 

Autor

Joshua TreeJoshua Tree ist das Pseudonym von Kommunikationstrainer, Journalist, Abenteurer und Autor Benjamin Krämer, geboren 1986. Zusammen mit seinem Bruder entwickelte der Autor das „EPIC Coaching“ für Führungskräfte und schreibt Ratgeber wie „Über das Selbst hinaus“.
2017 veröffentlichte der Autor als Joshua Tree den Auftakt der Pilgrim-Saga  – von irgendwo auf der Welt. Seit Mai 2016 befindet sich Joshua Tree nämlich immer mal wieder mit dem Motorrad auf Weltreise.

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Weitere Meinungen zu »Behemoth 2333 – Das Endspiel« von Joshua Tree

Mein Bücher Choas (5/5)
The Librarian and her books (5/5)


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Behemoth 2333


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Rezension: »Blutföhre« von Monika Pfundmeier

Blutföhre Monika Pfundmeier

»Blutföhre«
von Monika Pfundmeier

Self Publishing, April 2017
ISBN-13: 978-3-7448-0294-9
468 Seiten
Preis: 6,99€ eBook | 13,90€ Taschenbuch

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Klappentext

Im Schloss in Friedberg überdauert ein 800 Jahre alter Baum die Zeit: Die Blutföhre. Sie wächst, wenn großes Unrecht sich ereignet – wie einst im Jahre 1268.

Zu dieser Zeit schlägt ein Raubritter seinen blutigen Pfad durch die Gebiete rund um Friedberg. Er hat es auf den edlen Grafen Ulrich abgesehen, dessen Hochzeit mit der schönen und widerspenstigen Agnes bevorsteht.
Ulrich fürchtet um die Sicherheit seiner Braut. Er bittet seinen Lehnsherrn Ludwig von Wittelsbach um weitere Unterstützung gegen den Raubritter. Eine Meinungsverschiedenheit dazu endet im Streit. Ulrich sieht sich mit einem Mal einem unerwarteten Gegner gegenüber, und die Zeit verrinnt zwischen seinen Fingern.
Der Raubritter kreuzt den Weg seiner Braut, kurz darauf geschieht ein Mord. Ulrich bleibt nur eine Möglichkeit – und nur eine Hoffnung die Kette folgenschwerer Ereignisse zu durchbrechen.
(Quelle: Amazon)

Fazit

Monika Pfundmeier hat einen außergewöhnlichen Sprachstil. Melodisch und angelehnt an das „altdeutsch“ des 13. Jahrhunderts ist der Sprachstil von Monika Pfundmeier Fluch und Segen zugleich. Der Leser muss sich hier erst auf die ungewohnte Wortwahl – hier schauderte das Mädchen nicht im Wind, er „machte sie schaudern“ – gewöhnen, wer aber ein Herz für Geschichte hat und vielleicht schon das eine oder andere Mal mit historischen Texten aus dem Mittelalter zu tun hatte, dem geht das Herz auf. Denn der Schreibstil der Autorin lässt ihre Geschichte authentisch Wirken. Obwohl ich früher oft historische Texte in der Hand hatte, musste auch ich mich erstmal an diese Besonderheit gewöhnen und auch Begriffe nachschlagen. Als ich erstmal gut in die Geschichte gekommen bin, lernte ich den Schreibstil der Autorin wirklich schätzen, er unterstützt die Atmosphäre von »Blutföhre«. Der Schreibstil macht »Blutföhre« zu einer Besonderheit in meiner Sammlung historischer Romane.

Neben dem Schreibstil sind der Autorin auch die Charaktere und der Spannungslevel gelungenen. Gut gewählte Übergänge, Intrigen, Morde, die stete Zunahme der Spannung und die Liebe sorgen nach der Gewöhnung an den Schreibstil für einen Sog durch das Buch.
Bei den Charakteren tut sich vor allem Agnes hervor. Eigenwillig, stark und überzeugend ist Agnes ein toller Charakter, der sich mit der Geschichte entwickelt und Tiefe zeigt.
Aber auch Ullrich ist ein spannender Charakter, dessen Schicksal zum Mitfiebern einlädt.

Begeistert hat mich neben den Charakteren, dem Schreibstil und dem Spannungslevel auch etwas, was ich bei historischen Romanen schätze: der Kern der Geschichte beruht auf wahren Fragmenten. So steht das Schloss Friedberg wirklich in Bayern und auch das Haus Wittelsbach hat es wirklich gegeben.

 

Monika Pfundmeier hat mit »Blutföhre« einen spannenden historischen Roman geschaffen, der überzeugt. Wer gerne einen Blick in die -fiktionale- Vergangenheit mit wahren Begebenheiten der deutschen Geschichte wirft, sollte einen zweiten Blick auf »Blutföhre« riskieren. Aber Achtung, das Debüt von Monika Pfundmeier ist ein Buch, für das man sich Zeit nehmen sollte, um den ganzen Zauber genießen zu können.

Bewertung

4 Bücher

4 von 5

 

Autorin

monika-pfundmeier

Monika Pfundmeier kommt beruflich aus dem Bereich der Unternehmensberatung und ist in diesem Bereich noch immer als freiberuflicher Consultant tätig. Außerdem ist sie als Bloggerin unterwegs und ihre Texte erscheinen auch in den Münchener Stadtmagazinen. »Blutföhre« ist das Debüt der Autorin und gleichzeitig Auftakt einer Reihe historischer Romane um das Haus Wittelsbach. Die Autorin ist ein bayrisches Septemberkind des Jahres 1979 und lebt seit 2013 in München.

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Weitere Meinungen zu »Blutföhre« von Monika Pfundmeier

Letterheart – 4/5
Yvonnes Bücherecke 


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Von Monika Pfundmeier

 

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Rezension: »Drachenreiter – Die Vulkan-Mission« von Cornelia Funke & David Fowler

Die Drachenreitera Volka Mission Cornelia Funke

»Drachenreiter – Die Vulkan-Mission«
von Corelia Funke & David Fowler

Atmende Bücher Gmbh, Oktober 2017
ASIN: B074QCLH6J
90 Minuten
Preis: 13,99€ mp3 / 12,99€ CD

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Inhalt

Überall auf der Welt verschwinden spurlos fantastische Geschöpfe. Als ein Fotomeleon auftaucht und von seiner eigenen Entführung berichtet, machen sich das Koboldmädchen Schwefelfell, Homunkulus Fliegenbein und Ratte Lola Grauschwanz auf den Weg nach Island. Hier machen sie in den tiefen eines Vulkans eine schreckliche Entdeckung und es klar, das aus dem ursprünglichen Kundschafterauftrag mehr geworden ist! Die FREEFAB, die Organisation zum Schutz aller Fabelwesen, hat eine neue Mission!

Fazit

Das Spin-Off zur zur »Drachenreiter«-Reihe von Cornelia Funke. Und gleichzeitig auch ein Debüt, irgendwie. Denn »Drachenreiter – Die Vulkan-Mission« ist das erste Hörspiel aus der Feder von Cornelia Funke. Nach knapp 20 Jahren betritt die Autorin wieder die Welt der Drachenreiter – im Gepäck hat sie alte Bekannte, neue Charaktere und ein spannendes Abenteuer.

Hier macht das Zuhören sehr viel Spaß und begeistert Groß und Klein. Die aufwendige Produktion ist dem Hörspiel anzumerken, es wurden bekannte, talentierte Sprecher engagiert und die Geschichte komplett von Musik begleitet. Die Sprecher liefern eine tolle Leistung ab und füllen die unterhaltsamen Charaktere mit Leben. Aus der spannenden Geschichte wird so ein fesselndes Abenteuer mit mitreißender Handlung, das viel Freunde beim Hören bereitet. Die 90 Minuten der Doppel-CD vergehen wie im Flug und ich hoffe, dass es nicht das letzte Abenteuer der Drachenreiter bleibt.

Conelia Funke hat hier ein spannendes Spin Off zu ihren Drachenreiter geschaffen. Mir hat das Wiederhören mit alten Bekannten und das Kennenlernen neuer Charaktere viel Spaß bereitet. Wieder hat die Autorin hier ihr Können bewiesen, ihren Charakteren Leben eingehaucht und ein bezauberndes Hörspiel für Groß und Klein geschaffen. Die Autorin

 

 

Bewertung

4 Bücher

4 von 5

 

Autorin

Cornelia Funke

© Cruccone – CC BY 3.0

Cornelia Funke wurde 1958 in Dorsten geboren, ist ausgebildete Diplompädogogin und studierte Buchillstration. Ihre Arbeit als Kinderbuchillustratorin brachte Cornelia Funke selbst zum schreiben. Nebenbein abeitete die Autorin auch an Drehbüchern.
Cornelia Funke lebt mit ihrer Familie, die neben zwei Kindern auch zwei Vögel und einem Hund seit 2005 in Los Angeles.

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Weitere Meinungen zu »Drachenreiter – Die Vulkan mIssion« von Cornelia Funke

tbd


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Von Cornelia Funke


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Rezension: »Behemoth 2333 – Band 04: Der Neuromporph« von Joshua Tree

Joshua Tree Behemoth 2333 Neuromorph

»Behemoth 2333 – Band 04: Der Neuromorph«
von Joshua Tree

Self Pubslishing, November 2017
ASIN: B0761SF8Y3
162 Seiten
Preis: 2,99€ eBook

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Inhalt

Jeremy und seine Crew haben Dank der Hilfe von Inspektor Takahashi die schwarze Barriere um Bismarck durchdrungen. Was verbirgt der Neuromorph hier nur und warum verschwinden immer mehr Welten hinter der Finsternis? Jeremy und seine Crew machen sich auf, um Antworte zu finden – dabei können sie sich nie sicher sein, ob sie gerade ihrem eigenen Willen folgen oder doch nur  Alphas komplexe Plan ausüen…

Fazit

Man kennt’s. Je länger eine Serie geht, desto schwächer wird die meist. Entweder gibt es kaum neue Entwicklungen, Handlungen werden vorhersehbar oder Charaktere entwickeln sich nicht mehr weiter. Alternativ verliere ich auch gerne mal die Lust an kurzen Serien, die monatlich erscheinen oder komme mal nicht dazu hänge schwuppsdiwupps 1784 Bände hinterher.

»Behemoth 2333« ist da anders. »Behemoth 2333 – Band 04: Der Neuromorph« ist Band vier der Behemoth-Reihe und kann immer noch überraschen. Joshua Tree ändert das Setting, auch wenn das Drumherum gleich bleibt. Dieser Teil der »Behemoth 2333«-Reihe ist kein actionsreicher Abschnitt voller Weltraumschlachten -oder nur ganz kurz- und auch kein Thriller, bei dem sich der Held mit dem Bösewicht über dessen Pläne unterhält. Diesmal wartet der Autor mit einer Mischung aus Horror – nein, nicht aus der Splatter-Abteilung – und verworrenem Agentenfilm auf. So fühlt es sich zumindest das Lesen an.

Die angespannten Nerven von Jeremy Brandt und seiner Crew, sind durch die Zeilen zu spüren. Unterfüttert mit der nervenaufreibenden Atmosphäre und tagelanger Finsternis. In quasi geheimer Mission versuchen Jeremy, Marcella, Pascal, Wizkid, Walter und Felicty nach einer nicht ganz so geheimen Ankunft das Geheimnis von Bismarck und der schwarzen Barriere zu ergründen. Wo sind all die Menschen hin? Warum schottet der Neuromorph so viele Planeten mit eine Barriere ab – wer sagt die Wahrheit, wem kann die Crew vertrauen?
Fragen, die Jeremy und seine Crew beantworten müssen, um die richtigen Entscheidungen zu treffen – von ihnen scheint nämlich nichts anderes als der Frieden und die Freiheit im Universum abzuhängen. Oder geht es dem Feind doch um etwas ganz anderes?

Kurz: Joshua Tree hat schon vorher bewiesen, dass Komplotte und unvorhersehbare Wendungen sein Markenzeichen sind. Mit »Behemoth 2333 – Band 04: Der Neuromorph« legt er hier noch einmal nach.  Dieser Teil ist die gelungene Fortsetzung einer komplexen Science-Fiction Serie, die eine Empfehlung für Leser ist, die keine Angst vor anspruchsvollen Handlungssträngen, sarkastischen Charakteren, Witz und Kreaturen aus der Tiefe des Alls haben. Diesmal etwas nervenaufreibender im Grundtenor.

Bewertung

5 von 5

 

Autor

Joshua TreeJoshua Tree ist das Pseudonym von Kommunikationstrainer, Journalist, Abenteurer und Autor Benjamin Krämer, geboren 1986. Zusammen mit seinem Bruder entwickelte der Autor das „EPIC Coaching“ für Führungskräfte und schreibt Ratgeber wie „Über das Selbst hinaus“.
2017 veröffentlichte der Autor als Joshua Tree den Auftakt der Pilgrim-Saga  – von irgendwo auf der Welt. Seit Mai 2016 befindet sich Joshua Tree nämlich immer mal wieder mit dem Motorrad auf Weltreise.

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Vielen Dank an Joshua Tree für das Rezensionsexemplar

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Rezension: »Rift 01 – Der Übergang« von Pascal Wokan & Joshua Tree

Rift der Übergang - Wokan Tree»RIFT – Der Übergang«
von Pascal Wokan / Joshua Tree

Selbstverlag, November 2017
ASIN: B0775PJNQZ
294 Seiten
Preis:  1,99€ eBook

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Inhalt

Des einen Freud, des anderen Leid. Freddy und Megan könnten den Abschlussball ihrer Highschool nicht unterschiedlicher verbringen. Statt den Abend wie geplant mehr oder weniger ruhig ausklingen zu lassen, sind die beiden Zugegen, als sich ein Übergang mitten im Park öffnet und ein Dämon ihre Welt betritt. Eine Begegnung, die nur der Anfang einer gefährlichen Reise für die beiden Teenager ist.
Währenddessen versuchen Vidmond und Aldora auf der anderen Seite des Übergangs den Untergang ihrer Welt zu verhindert. In dieser Welt wurde der Mond zerstört und gut mächtige Wesen kämpfen um die Vorherrschaft auf der Erde.
Als sich die Welten kreuzen, setzt sich ein Mahlstrom um Krieg, Macht und Tod in Gang, dessen Ausmaße sich nicht erahnen lassen.

Fazit

»RIFT – Der Übergang« von Pascal Wokan und Joshua Tree ist der Auftakt eines fulminanten Urban-Fatasy-Steampunk Abenteuers.

Zwei Autoren, zwei Welten, eine Geschichte.
Pascal Wokan bestreitet mit der Steampunk-Welt Jenseits des Rifts den Einstieg in das Abenteuer von Vidmond, Aldora, Freddy und Megan. Dabei entführt er die Lese in eine Dimension, in der der Mond zerstört wurde und höhere Wesen auf dem Rücken der Menschheit um die Vorherrschaft auf der Welt kämpfen. Vidmond und Aldora, zwei Kleriker, versuchen dabei ihre Welt vor dem Untergang und der Übernahme durch das Böse zu bewahren. Zusammen sind sie ein eingespieltes Team mit unterhaltsamer Dynamik und Witz. Pascal Wokan hat einen sehr gradlinigen, lebendigen, actionreichen und detailverliebten Schreibstil, der nur subtil Emotionen transportiert. So subtil, dass ich mich vor allem mit einer Wendung erst anfreunden musste.
Der Autor, den ich mit »RIFT – Der Übergang« kennengelernt habe, hat mich mit der versteckten Vielschichtigkeit seiner Charaktere überzeugt und ich bin gespannt, was es von Aldora und Vid noch zu lesen gibt.

Joshua Tree bestreitet im Auftakt der »RIFT«-Reihe die Welt Diesseits des Rifts Freddy der intelligente Streber und Lieblingsopfer des Schulschlägers mit nur einen wahren Freund und Megan, die schöne Ballkönigin mit Überraschungen, sind seine Schöpfungen. Wie von Joshua Tree gewohnt, legt der Autor Wert auf Überraschungen. Er spielt gerne mit Klischees und überrascht dann mit einem Bruch derselben. Seine Szenen sind wie immer rasant, zur Ruhe kommen seine Charaktere nie.
Was mir hier ein bisschen fehlt die von Joshua Tree gewohnte Komplexität der Geschichte, wer die »Pilgrim«-Trilogie oder die »Behemoth 2333«-Serie kennt, weiß, das bei Joshua Tree immer mehr hinter allem steckt, als es scheint. Ich bin gespannt, ob die Fortsetzung von »RIFT« hier noch nachzieht.

Bei der Zusammenarbeit von zwei oder mehr Autoren finde ich vor allem eins spannend: Wie gut bringen die Autoren ihre Schreibstile zusammen? Im Fall von »RIFT – Der Übergang«  ist die Antwort: gut! Durch die anfängliche Trennung der zwei Welten sind die Unterschiede in den Schreibstilen noch gut erkennbar. Wo der eine etwas härter spricht, setzt der andere mehr auf offene Emotionen. Mit Fortschreiten der Geschichte standen die Autoren vor der Herausforderung der Begegnung. Die Charakteren traten in einem Handlungsstrang auf, die klare Differenzierung durch unterschiedliche Welten konnte hier nicht weiter praktiziert werden. Pascal Wokan und Joshua Tree ist es gelungen, ihre Welten verschmelzen zu lassen und dabei den Lesefluss nicht zu beeinflussen. Je länger die Welten in Begegnung stehen, desto besser fanden die Schreibstile zusammen und ergaben ein großes Ganzes.
Und eines haben beide Autoren gemeinsam: sie lassen die Spannung gerne sehr schnell, stark steigen.

Kurz: »RIFT – Der Übergang « von Pascal Wokan und Joshua Tree ist ein kurzweiliger Urban-Fantasy-Steampunk-Roman, der sehr viel Spaß macht. Rasant und voller Dynamik entführen die Autoren ihre Leser in ihre Welten und zeichnen dabei eine neue Version des Spiels »Gut gegen Böse«. Ich bin gespannt, ob hier alles so einfach ist, wie es scheint oder welche Überraschungen die Autoren noch für ihre Leser bereithalten.

Bewertung

5 von 5

Autoren

Wokan Tree

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Weitere Meinungen zu »Rift  – Der Üergang« von Pascal Wokan / Joshua Tree


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Dieses Rezensionsexemplar habe ich von den Autoren erhalten.

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Rezension: »Countdown to Noah 02 – Unter Bestien« von Fanny Bechert

countdown-to-noah-band-2-unter-bestien»Countdown to Noah – Unter Bestien«
von Fanny Bechert

Sternensand Verlag, November 2017
ISBN: 978-1-5039-4680-4
320 Seiten
Preis:  6,99€ eBook | 12,95€ Taschenbuch

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Diese Rezension kann Spoiler für alle enthalten, die »Countdown to Noah 01 – Gegen Bestien« nicht gelesen haben.

Inhalt

Den größten Kampf trägt nicht die Menschheit gegen die Noahs aus.
Den größten Kampf trägt die Menschlichkeit gegen das Noah-Virus aus.
Und das Virus gewinnt immer. Oder?

Cassy, Daniel, Jeff und Rita sind auf dem Rückweg – angeschlagen und verletzt, aber am Leben. Zwischen ihnen und der sicheren Stadt stehen nur noch einige Tagesmärsche und unzählige Noahs, die frisches Fleisch suchen. Stets bereit sich zu verteidigen, vergessen sie fast den Feind in ihren Reihen. Die Noah in Cassy wird immer stärker und der Tag rückt näher, an dem Cassy ihre Menschlichkeit an die Bestie in sich verliert.

Fazit

Hui, da hat Fanny Bechert nach ihren grandiosen Auftakt »Countdown to Noah 01 – Gegen Bestien« würdig nachgelegt. Zum Auftakt der Dilogie habe ich gesagt “ [..] eine spannende Dystopie, die ihre Leser gefangen nimmt, verschluckt, durch ein Mühlwerk von Gefühlen, Spannung und Action dreht und am Ende desorientiert und etwas verstört mit einer Frage zurücklässt: „Wie geht es weiter?!?“ und auch in der Fortsetzung hat Fanny Bechert ihre Leser nicht geschont.
Mitreißend und voller Gefühl, aber niht ohne Action und Spannung lässt Fanny Bechert ihre Leser Cassys letzte Tage vor der Wandlung miterleben. Dabei liegt diesmal ein größerer Fokus auf Cassys innerer Kampf und ihre sozialen Beziehungen sowie deren Entwicklung.
Wie in ihren anderen Büchern hat die Autorin wieder ihr Können in Sachen lebendige und authentische Charaktere bewiesen.
Den inneren Kampf zwischen Cassy und der Noah hat Fanny Bechert so großartig, fesselnd und lebendig beschrieben, dass ich stellenweise Gänsehaut beim Lesen hatte und mich vor allem eine Frage beschäftigt: Wie wird die Autorin die Geschichte von Cassy enden lassen? Dicht gefolgt dem Gedanken: Will ich das wirklich wissen? Was ist, wenn ich das Ende doof finde?

Ich wusste schon beim Auftakt der Dilogie nicht, ob und wie Autorin Fanny Bechert die Geschichte zu meiner Zufriedenheit lösen kann. Und ich bin mir immer noch nicht sicher, was ich vom Ende halten soll. Das Ende kam einerseits recht schnell, ist aber schlüssig und passt zur Geschichte. Aber andererseits … ich weiß auch nicht. Ich befinde mich im Zwiespalt, einerseits bin ich Fanny Bechert sehr dankbar für das stimmige Ende ihrer Dilogie, andererseits höre ich die leise Stimme im Hinterkopf, die flüstert: „Aber hätte es mir vielleicht noch besser gefallen, wenn…“. Lest am besten selbst, wie Fanny Bechert die Geschichte um Cassy, Daniel, Jeff und Rita enden lässt.

Auch »Countdown to Noah – Unter Bestien« zu lesen war wieder ein Sog in einen Strudel aus verschiedensten Gefühlen und Emotionen. Ich hatte Gänsehaut, ich hatte Momente, wo ich nicht wusste, ob ich wirklich wissen will, wie es ausgeht und doch weiterlesen musste. Wer mich beim Lesen beobachtet hat, hält mich jetzt vermutlich für schizophren, so oft, wie ich das Buch aufgewühlt weggelegt und direkt danach doch wieder in die Hand genommen habe.
Es war von Anfang bis zum Ende spannend, lebendig und nervenaufreibend, aber Dank Cassy und Daniel auch immer mit einem Schuss Sarkasmus und Witz versehen.
Wer eine hochexplosive Mischung aus den verschiedensten Gefühlen beim Lesen zu schätzen weiß, es spannend bis nervenaufreibend mag und sich einen Schuss Romantik in einer postapokalyptischen Atmosphäre vorstellen kann, dem kann ich guten Gewissens »Countdown to Noah – Unter Bestien« von Fanny Bechert empfehlen.

Bewertung

5 von5 plus bienchen

5 von 5 mit Bienchen

 

Autorin

Fanny_Bechert

Fanny Bechert wurde 1986 in Schkeuditz geboren und lebt mit ihrem Mann und Katze Lucy im Thüringer Vogtland.
Die gelernte Physiotherapeutin griff erst 2012 ein Hobby ihrer Kindheit wieder auf und arbeitete an ihrem Debüt »Elesztrah«, das sie im Juni 2015 als Selfpublisherin veröffentlichte. Im November 2016 nahm der Sternensand Verlag das High Fantasy Abenteuer in das Verlagsprogramm auf.

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