Rezension: »Rift 01 – Der Übergang« von Pascal Wokan & Joshua Tree

Rift der Übergang - Wokan Tree»RIFT – Der Übergang«
von Pascal Wokan / Joshua Tree

Selbstverlag, November 2017
ASIN: B0775PJNQZ
294 Seiten
Preis:  1,99€ eBook

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Inhalt

Des einen Freud, des anderen Leid. Freddy und Megan könnten den Abschlussball ihrer Highschool nicht unterschiedlicher verbringen. Statt den Abend wie geplant mehr oder weniger ruhig ausklingen zu lassen, sind die beiden Zugegen, als sich ein Übergang mitten im Park öffnet und ein Dämon ihre Welt betritt. Eine Begegnung, die nur der Anfang einer gefährlichen Reise für die beiden Teenager ist.
Währenddessen versuchen Vidmond und Aldora auf der anderen Seite des Übergangs den Untergang ihrer Welt zu verhindert. In dieser Welt wurde der Mond zerstört und gut mächtige Wesen kämpfen um die Vorherrschaft auf der Erde.
Als sich die Welten kreuzen, setzt sich ein Mahlstrom um Krieg, Macht und Tod in Gang, dessen Ausmaße sich nicht erahnen lassen.

Fazit

»RIFT – Der Übergang« von Pascal Wokan und Joshua Tree ist der Auftakt eines fulminanten Urban-Fatasy-Steampunk Abenteuers.

Zwei Autoren, zwei Welten, eine Geschichte.
Pascal Wokan bestreitet mit der Steampunk-Welt Jenseits des Rifts den Einstieg in das Abenteuer von Vidmond, Aldora, Freddy und Megan. Dabei entführt er die Lese in eine Dimension, in der der Mond zerstört wurde und höhere Wesen auf dem Rücken der Menschheit um die Vorherrschaft auf der Welt kämpfen. Vidmond und Aldora, zwei Kleriker, versuchen dabei ihre Welt vor dem Untergang und der Übernahme durch das Böse zu bewahren. Zusammen sind sie ein eingespieltes Team mit unterhaltsamer Dynamik und Witz. Pascal Wokan hat einen sehr gradlinigen, lebendigen, actionreichen und detailverliebten Schreibstil, der nur subtil Emotionen transportiert. So subtil, dass ich mich vor allem mit einer Wendung erst anfreunden musste.
Der Autor, den ich mit »RIFT – Der Übergang« kennengelernt habe, hat mich mit der versteckten Vielschichtigkeit seiner Charaktere überzeugt und ich bin gespannt, was es von Aldora und Vid noch zu lesen gibt.

Joshua Tree bestreitet im Auftakt der »RIFT«-Reihe die Welt Diesseits des Rifts Freddy der intelligente Streber und Lieblingsopfer des Schulschlägers mit nur einen wahren Freund und Megan, die schöne Ballkönigin mit Überraschungen, sind seine Schöpfungen. Wie von Joshua Tree gewohnt, legt der Autor Wert auf Überraschungen. Er spielt gerne mit Klischees und überrascht dann mit einem Bruch derselben. Seine Szenen sind wie immer rasant, zur Ruhe kommen seine Charaktere nie.
Was mir hier ein bisschen fehlt die von Joshua Tree gewohnte Komplexität der Geschichte, wer die »Pilgrim«-Trilogie oder die »Behemoth 2333«-Serie kennt, weiß, das bei Joshua Tree immer mehr hinter allem steckt, als es scheint. Ich bin gespannt, ob die Fortsetzung von »RIFT« hier noch nachzieht.

Bei der Zusammenarbeit von zwei oder mehr Autoren finde ich vor allem eins spannend: Wie gut bringen die Autoren ihre Schreibstile zusammen? Im Fall von »RIFT – Der Übergang«  ist die Antwort: gut! Durch die anfängliche Trennung der zwei Welten sind die Unterschiede in den Schreibstilen noch gut erkennbar. Wo der eine etwas härter spricht, setzt der andere mehr auf offene Emotionen. Mit Fortschreiten der Geschichte standen die Autoren vor der Herausforderung der Begegnung. Die Charakteren traten in einem Handlungsstrang auf, die klare Differenzierung durch unterschiedliche Welten konnte hier nicht weiter praktiziert werden. Pascal Wokan und Joshua Tree ist es gelungen, ihre Welten verschmelzen zu lassen und dabei den Lesefluss nicht zu beeinflussen. Je länger die Welten in Begegnung stehen, desto besser fanden die Schreibstile zusammen und ergaben ein großes Ganzes.
Und eines haben beide Autoren gemeinsam: sie lassen die Spannung gerne sehr schnell, stark steigen.

Kurz: »RIFT – Der Übergang « von Pascal Wokan und Joshua Tree ist ein kurzweiliger Urban-Fantasy-Steampunk-Roman, der sehr viel Spaß macht. Rasant und voller Dynamik entführen die Autoren ihre Leser in ihre Welten und zeichnen dabei eine neue Version des Spiels »Gut gegen Böse«. Ich bin gespannt, ob hier alles so einfach ist, wie es scheint oder welche Überraschungen die Autoren noch für ihre Leser bereithalten.

Bewertung

5 von 5

Autoren

Wokan Tree

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Rezension: »Banshee Livie 01 – Dämonenjagd für Anfänger« von Miriam Rademacher

Banshee Livie - Miriam Rademacher»Banshee Livie 01 – Dämonenjagd für Anfänger«
von Miriam Rademacher

Sternensand Verlag, Oktober 2017
978-3-906829-55-5
370 Seiten
Preis:  6,99€ eBook | 12,95€ Broschiert


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Inhalt

Pech ist, wenn man bei einem Gewitter mit seiner Tante über ein Feld läuft und in der Nähe des einzigen Baumes weit und breit steht. Pech ist auch, wenn man im Tod nicht entspannen kann, sondern in einer alten, staubigen Dachkammer ohne Internetanschluss wohnen und die Bewohner des Schlosses vor bevorstehendem Unheil warnen muss. Entweder mit schaurigem Heulen oder mit Scharade. Livie ist die neue Banshee von Schloss Harrowmore und muss zu ihrem Pech über die tollpatschigste Familie Neuenglands wachen. Aufregend wird es, als ein nachtragender Dämon eine alte Rechnung begleichen will und Livie alle ihre Banshee-Fähigkeiten aufbieten muss, um das zu verhindern. Dabei ist stets  Walt an ihre Seite -außer wenn sie ihn wirklich braucht! – und steuert mit seiner sexy, gesichtslosen Stimme altkluge Kommentare bei.

Fazit

Was für eine unterhaltsame Geschichte! Miriam Rademacher erzählt mit »Banshee Livie – Dämonenjagd für Anfänger« humorvoll und mit Witz die Geschichte einer jungen Frau mit üppigen Kurven und kleinem Bauchansatz, die einen dunklen Long-Bob hat, ein herzförmiges Gesicht besitzt und Vergleiche mit Comic-Lady Betty Boop hasst.

Livie, beschwert sich in dem einem Moment noch über recht eintöniges Leben und im nächsten Moment ist sie tot. Aber irgendwie auch nicht. Walt offenbart Livie ihr neues Schicksal, als Todesbote teilt er ihr drohende Todesfälle in der Familie Harrowmore mit, Livie muss dann als Banshee Familienangehörige warnen und die Unglücke verhindern. Ganz glücklich ist Livie mit der neuen Situation nicht, bis sie entdeckt, dass der mysteriöse Walt mehr als nur altklug daher reden kann – Kleider herzaubern zum Beispiel. Als dann ein alter Feind die Familie Harrowmore bedroht, ist Livie Feuer und Flamme, zusammen mit Walt macht sie sich auf, um „ihre“ Familie zu schützen.

Miriam Rademacher hat einen ganz wunderbaren Schreibstil, leicht, locker, flüssig und mit viel Witz erweckt sie vor allem Livie und auch Walt zum Leben. Die beiden Charaktere entwickeln eine unterhaltsame Dynamik, die beim Lesen viel Freude bereitet und die Geschichte vorantreibt.
Livie war mir mit ihrer gleich sympathisch, zwar sieht sie die Dinge gerne erstmal leicht negativ, schafft es aber dabei keine schlechte Stimmung zu verbreiten. Miriam Rademacher hat es hier geschafft ihre Protagonistin glaubwürdig, lebendig und nachvollziehbar zu gestalten. Auch Walt und der heimliche Start des Buches – ein Mummel – bereichern die Geschichte mir ihren Charakteren.

»Banshee Livie – Dämonenjagd für Anfänger« von Miriam Rademacher ist der kurzweilige Auftakt der Reihe um Livie, die viel Spaß beim Lesen verspricht. Mit viel Liebe hat die Autorin ihre Charaktere Gestalt annehmen lassen und sie in die Interaktion geschickt.
Das Abenteuer von Livie und Walt eine Leseempfehlung für alle Leser, die humorvolle Literatur mögen, witzige Dialoge schätzen und gerne auf Dämonenjagd gehen.

 

Bewertung

5 von 5

 

Autorin

Miriam Rademacher wurde 1973 im Emsland geboren und wuchs in einem kleinen Barockschloss auf.  Heute lebt die Autorin, die schon früh mit dem Schreiben begann, in Osnabrück. Neben dem Schreiben unterrichtet Tanz.
Mariam Rademacher veröffentlichte in den letzten Jahren zahlreiche Kurzgeschichten, Fantasy-Romane, Krimis und ein Kinderbilderbuch.

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Rezension: »Die Blausteinkriege 03 – Der verborgene Turm« von T.S.Orgel

Die Blausteinkriege 3 - Der verborgene Turm von T.S. Orgel»Die Blausteinkriege 03 – Der verborgene Turm«
von T.S. Orgel

HEYNE, Oktober 2017
978-3-4533-1707-9
640 Seiten
Preis:  11,99€ eBook | 14,99€ Broschiert

Leseprobe

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Achtung: Rezension kann Spoiler für alle enthalten, die Band 1 & 2 der Blausteinkriege nicht kennen.

Inhalt

Im Mocoubaun entwirrt Ordensritter Cunrat zusammen mit der Metis Xari einen Teil um die Verschwörung der falschen Beruner, die im Protektorat für Unruhe sorgen. Fast zu spät erkennt Cunrat, wer die wahren Drahtzieher sind. Zusammen mit Xari und einigen Schildbrechern stellt er sich den Feinden Beruns.
In Berun findet zu gleichen Zeit ein glanzvolles Turnier statt. Viele Würdenträger haben sich versammelt, um zu feiern. Während die Obrigkeit abgelenkt ist, schälen sich die wahren Drahtzieher der Verschwörung aus ihrer Verkleidung und stürzen das Reich unvermittelt in einen alles verzehrenden Krieg: In den Tiefen vor Beruns Toren wird an uralten Kräften gerührt, die besser weiter in Vergessenheit geblieben wären….

Fazit

Der Einstieg in das Finale der Blausteinkriege ist brutal, der Leser beginnt dort, wo »Die Blausteinkriege 02 – Sturm aus dem Süden« aufgehört hat. Für alle, die eine Gedächtnisstütze brauchen, gibt es vor Kapitel 1 eine Zusammenfassung der ersten beiden Bände. Außerdem gibt es wieder Karten und ein Personenverzeichnis, das auch meinem Gedächtnis das eine oder andere mal als Unterstützung diente.

„Ein Mörder, ein Kriegsknecht, eine Hexe, ein Verrückter und ein Idiot sitzen in einer Taverne …“
aus: »Die Blausteinkriege 03 – Der verborgene Turm«, S. 502, II/2017, Heyne

»Die Blausteinkriege 03 – Der verborgene Turm« ist alles, es ist laut, schnell und voller Action, aber auch gleichzeitig an einigen Stellen sehr, sehr leise und mitnehmend. Vor allem die Szenen mit Xari und Cunrat sind sehr vielfältig und ergreifend.
Ich liebe Bücher, die mich überraschen und das haben T.S. Orgel geschafft. Ich hatte viele Theorien, einige gingen in die richtige Richtung, andere waren so falsch, dass ich sie niemals äußern werden.  Es ist beeindruckend, wie T.S. Orgel die scheinbar losen Fäden der vorherigen Bände zu einem großen Ganzen verknüpften haben und sich Szenen, Andeutungen und Gespräche plötzlich ins richtige Licht rücken.

Neben dem Weltenbau und der Konstruktion der politischen Situation hat mir auch der Schreibstil der Brüder Tom und Stephan Orgel wieder ausnehmend gut gefallen. Flüssig und  bildhaft erwecken sie die unterschiedlichsten Szenen zum Leben, ob großes Massaker in der Stadt, nervenaufreibender Tauchgang in das dunkle Nass oder die Stille nach dem Sturm, wenn zwei Personen erschöpft zusammen gegen die Kaimauer sinken – alle Szenen sind sehr intensiv, lebendig und haben eine eigene Atmosphäre.
Atmosphäre ist ein gutes Stichwort. »Die Blausteinkriege 03 – Der verborgene Turm« ist düster, spannend und entbehrt trotzdem nicht eines gewissen Witzes. Die Charaktere, allen voran Kriegsknecht Ness und der alte Rosskopf, haben einen schwarzen Humor und einen Sarkasmus, der sie sehr sympathisch macht.
Meine Favoritin ist aber Xari, loyal, sarkastisch, schlagfertig und attraktiv – aber nicht perfekt – ist sie sehr lebendig und manchmal fast vulgär.

„Lass gut sein, Berun“, sagt sie müde. „Ich weiß selbst, dass ich Titten habe. Ich kann sie sehen“
sagt Xari in »Die Blausteinkriege 03 – Der verborgene Turm«, S. 215, II/2017, Heyne

Neben Xari, Ness und dem Rosskopf haben mir aber auch Danil, Sara, Meister Messer, Cunrat und auch Jerik der Narr gut gefallen. Alle sind mehr, als sie auf den ersten Blick scheinen und überzeugen mit der Detailverliebtheit und dem Tiefgang, mit denen sie geschrieben wurden. Sie sind in den drei Bänden gewachsen, haben sich entwickelt und alle auf ihre Weise Mut bewiesen. Ich weiß gut entwickelte Charaktere stets zu schätzen.

Was für ein fulminantes Finale einer großartigen High-Fantasy Trilogie. T.S. Orgel haben sich selbst übertroffen und ein mehr als würdiges Ende für den Krieg um totgeglaubte Götter, Blaustein und ein altes Kaiserreich geschaffen.
Spannung trifft hier auf Intrigen, Witz und tiefe Emotionen, die mich berührt haben.
»Die Blausteinkriege« sind eine Leseempfehlung für alle LeserInnen anspruchsvoller High-Fantasy, die eine stetige Charakter- und hoch spannende Handlungsentwicklung zu schätzen wissen.

Bewertung

5 von5 plus bienchen

5 von 5 mit Bienchen

 

Autoren

T.S. Orgel und Bücherleser

Die Autoren Tom und Stephan Orgel mit mir auf der Frankfurter Buchmesse 2016

Hinter dem Pseudonym T.S. Orgel stehen die beiden Brüder Tom und Stephan Orgel. Wenn sie nicht schreiben, sind sie als Grafikdesigner und Werbetexter bzw. Verlagskaufmann unterwegs.
2012 erschien mit »Orks vs. Zwerge« der erste gemeinsame Roman von T.S. Orgel, bisher er

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Die BLausteinkriege


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Rezension: »Der Fluch der sechs Prinzessinnen 01: Schwanenfeuer« von Regina Meißner

Der Fluch der sechs Prinzessinnen (Band 1)- Schwanenfeuer»Der Fluch der sechs Prinzessinnen 01 – Schwanenfeuer«
von Regina Meißner

Sternensand Verlag, Oktober 2017
978-3-9068-2945-6
368 Seiten
Preis:  6,99€ eBook | 12,95€ Taschenbuch

Leseprobe
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Inhalt

Prinzessin Estelle ist verflucht, an einem einsamen See mitten im Wald lebt sie tagsüber als Schwan und Nachts als Mensch. Ein Entkommen scheint der jungen Prinzessin nicht möglich.
Erst als der junge Jäger Ayden in der Dämmerung zum Schwanensee kommt, einen Schwan schießt und eine verletzte junge Frau entdeckt, keimt in der Prinzessin neue Hoffnung auf ein Ende des Fluches. Kann Ayden Estelle helfen das Rätsel um den Fluch zu lösen? Und wird Estelle mit Aydens Hilfe nicht nur sich, sondern auch ihren Schwestern helfen können?

Fazit

»Der Fluch der sechs Prinzessinnen 01 – Schwanenfeuer« von Regina Meißner ist der Auftakt einer Märchenadaption, die zum Träumen einlädt. Das Buch, das auf dem Ballett »Schwanensee« von Pjotr Iljitsch Tschaikoswki beruht, hat mich mit seinen vielen Stärken überzeugt.

Regina Meißner hat einen tollen Schreibstil, flüssig, verspielt und märchenhaft zaubert sie eine fast magische Atmosphäre um Estelle und Ayden.
Das Tempo der Geschichte treibt die Autorin durch einen Perspektivwechsel an, sowohl Ayden als auch Estelle erzählen ihre Erlebnisse. Eine Gute Wahl der Autorin, die eher ruhige Geschichte ohne große Action, bekommt so das Gewisse etwas und schüttelt die drohende Gefahr der  aufkommenden Langweile ab. Zudem lernt der Leser beide Protagonisten besser kennen, ich konnte so gerade Estelle gut nachvollziehen und verstehen.
Allerdings hat sich die Autorin hier auch einen Fallstrick gelegt, der zu Wiederholungen führte. Oft wurden nach einem Perspektivwechsel Geschehnisse zusammengefasst, die der Leser im Abschnitt zuvor mit dem anderen Protagonisten erlebt hat. Diese repetitiven Szenen waren für mich nicht nötig.

Kurz: »Der Fluch der sechs Prinzessinnen 01 – Schwanenfeuer« von Regina Meissner ist ein toller Auftakt einer gelungenen Märchenadaption. Die Autorin zaubert eine magische Atmosphäre, in der sie zwei sympathische Protagonisten auf ein märchenhaftes Abenteuer mit recht offenem Ende schickt.
Wer gerne Märchendaptionen liest, sich an ruhigen Geschichten ohne stetig steigende Spannung nicht stört und empfänglich für einen malerischen Schreibstil ist,  sollte hier einen Blick riskieren.

Bewertung

4 Bücher

4 von 5

 

Autorin

Regina Meißner

Regina Meißner wurde 1993 in einer Kleinstadt in Hessen geboren, in der sie auch heute lebt. Die Autorin studiert Englisch und Deutsch auf Lehramt und liebt in ihrer Freizeit neben dem Schreiben das Lesen, Nähen und ihren Dackel.
2015 veröffentlichte die Autorin ihr Debüt, seit dem folgten weitere  Fantasy und Contemporary Romane.

 

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Bücher von Regina Meißner

  


Weitere Meinungen zu »Der Fluch der sechs Prinzessinnen 01 – Schwanenfeuer« von Regina Meißner

Lina’s Büchertraumwelt (4,5/5)
Fuchsias Weltenecho (4/5)
♦ Katjas Bücherwelt (4/5)
Yvi’s kleine Wunderwelt (4/5)
Bücherwürmchen (4/5)


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Rezension: »Shadow Dragon 01 – Die falsche Prinzessin« von Kristin Briana Otts

Shadow Dragon die falsche Prinzessin - Kritin Briana Otts»Shadow Dragon 01 – Die falsche Prinzessin«
von Kristin Briana Otts

Oetinger, September 2017
ISBN: 978-3-7891-0844-0
400 Seiten
Preis:  14,99€ eBook  18,99€ Hardcover

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Inhalt

Kai ist eine Waise und ausgebildete Onna-Bugeisha, eine Kriegerin  im Dienste von Noriko, Prinzessin von Mizu. Disziplin, Gehorsam und Entbehrungen sind ihr Leben.
Als Kai nach einem Attentat den Platz von Prinzessin Noriko bei der Kröung des neuen Kaisers übernehmen muss, überschlagen sich die Ereignisse: Irgenndjemand trachtet den Erben der vier Königreiche nach dem Leben, Kai lernt Prinz Enlai kennen und auch Drachenhüter Jao taucht in ihrem Leben auf. Außerdem scheint Kai eine Verbindung zum Shadow Dragon zu haben.
Gefangen in einem Netz aus Intrigen, Mord, Verrat und junger Liebe muss Kai entscheiden, wem sie wirklich trauen kann…

Fazit

Was. Für. Ein. Auftakt! Ich habe seit langem kein so gutes Jugendbuch mehr gelesen.
Kristin Briana Otts hat mit dem Kaiserreich Chitwitlok eine farbenprächtige und vielschichtige Welt geschaffen, die mich mit ihrem fernöstlichen Setting gefangen genommen und verzaubert hat. Als wären die Götter selbst auferstanden, um mir die Geschichte von Kai zu erzählen, die viel mehr zu sein scheint, als eine Waise, die zu einer Onna-Bugeisha, einer Kriegerin, ausgebildet wurde.

Mit Kai hat Kristin Briana Otts eine besondere Protagonistin geschaffen, haben Charaktere in Jugendbüchern sonst eine klare Rolle, ist bei Kai von Anfang der innere Kampf gegen sich selbst und die von außen auferlegten Regeln zu beobachten. Anfangs herrscht die loyale, gehorsame Kai vor, später haben wir es mit der inneren Verräterin Kai und der gehorsamen Kai zu tun und am Ende… tja, am Ende, wer weiß, welche Kai gewinnt?
Das Besondere: Mit dem der Entwicklung von Kai änderte sich der Schreibstil von Kristin Briana, anfangs konzentriert sich die Autorin wie Kai, die uns ihre Geschichte in der Ich-Perspektive erzählt, auf das Wesentliche. Nur in Momenten, in den Kai abgelenkt ist, öffnet sie sich der Magie ihrer Welt und diese Welt damit auch für die Leser. Mit der Zeit und der Veränderung von Kai, wandelt sich Kais Wahrnehmung, zwar hat sie immer noch die Geschärfte Wahrnehmung einer Onna-Bugeisha, aber sie entwickelt auch ein anderes Feingefühl für ihre Mitmenschen und ihre Welt. Diese Änderung trägt Kristin Briana Otts in ihrem Schreibstil Rechnung und nimmt diese Veränderung von Kai mit.

Neben Kai hat vor allem ein Charakter bei mir Eindruck hinterlassen: der Shadow Dragon. Ein Wesen von unglaublicher Macht und Weisheit, aber auch voller Dünkel, etwas Willkür und vermutlich auch eine Spur Wahnsinn.
Er vermag den Menschen auf den Grund ihrer Seele zu gucken und über sie zu richten. Er ist es, der in Kai mehr sieht als in den adeligen Erben der anderen Reiche und er ist es, der eine unfassbare Mischung aus Angst und Faszination in Kai hervorruft.
Kai hat keine Ahnung, was den Shadow Dragon antreibt und auch ich bin gespannt, was der uralte Drache mit der jungen Onna-Bugeisha vor hat.

Kurz: »Shadow Dragon – Die falsche Prinzessin« von Kristin Briana Otts ist der grandiose Auftakt einer Jugendbuch-Reihe, die sich vom alltäglichen Trott der Jugendbücher abhebt, die Leser gefangen nimmt und erst nach einem wilden Ritt wie auf einem Drachenrücken mit der Lust auf mehr zurücklässt.
»Shadow Dragon – Die falsche Prinzessin« ist eine Empfehlung für Leser/innen, die eine fernöstlich anmutende, dichte Atmosphäre schätzen, ihre Drachen gerne wild, magisch und ungezähmt mögen und sich nicht an einem stetig hohen Spannungslevel stören, das einem wie im Wahn durch das Buch treibt.

Bewertung

5 von 5

 

Autorin

Shadow Dragon die falsche Prinzessin - Kritin Briana Otts

Platzhalter

Kristin Briana Otts wuchs in den Bergen von Colorado auf. Ihre Zeit verbracht sie am liebsten mit Science Fiction und Fantasy Romanen. Sie hat einen Bachelor of Arts in Creative Writing, ist Mutter einer Tochter und Frauchen eines psychotischen Schäferhundes. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Tacoma, Washington und hat eine Vorliebe für Tattoos, laute Musik und Secondhandläden

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Weitere Meinungen zu »Shadow Dragon – Die falsche Prinzessin« von Kristin Briana Otts

Fuchsias Weltenecho (5/5)
Gedanken Vielfalt (5/5)
Manjas Buchregal (5/5)
BookNaerrisch (4/5)
About Books (4/5)
Letannas Buchblog (3/5)


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Rezension: »Im Kreis der Sieben: Welten« von Christin Burger

Im Kreis der Sieben Welten Christin Burger»Im Kreis der Sieben: Welten«
von Christin Burger

Selbstverlag, 2. Auflage, November 2016
978-3-0005-5106-2
348 Seiten
Preis:  3,99€ eBook | 9,95€ Taschenbuch

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Achtung: Rezension kann Spoiler für alle enthalten, die Band 1 »Im Kreis der Sieben« nicht kennen.

Inhalt

Seit Lara und Timo wieder aufgetaucht sind, kann niemand mehr sterben. Lara, die genau wie Timo ihre Erinnerung verloren hat, glaubt, dass das mit ihrer Rückkehr zu tun hat.
Viel schlimmer ist aber, dass jetzt Ayse und Cem verschwunden sind und Lara nicht weiß, was sie ohne ihre beste Freundin tun soll.
Bei dem Versuch ihre Freunde zu finden und den Kreislauf zwischen Leben und Tod wieder ins Lot zu bringen, beginnen Timo und Lara eine Reise durch phantastische Welten, die Laras Gefühle auf eine harte Probe stellt…

Fazit

Christin Burger hat eine magische Geschichte um ein junges Mädchen weiter gesponnen und wieder beeindruckend gezeigt, wozu die Fantasie eines Menschen fähig ist.
Reisten Timo und Lara zuvor noch durch sieben Länder, bringt die Autorin ihr Konzept um das Totenreich, das Leben danach und die Reise der Seele auf ein kosmisches Level.
Timo und Lara reisen durch sieben Welten, jede so real und wirklich wie unsere und doch so unglaublich anders und unterschiedlich.

Den tieferen, fast schon philosophischen Charakter von Laras Reise hat Autorin Christin Burger beibehalten und wieder in eine bildgewaltige Geschichte mit den unterschiedlichsten Charakteren verpackt.
Neben Lara haben wir Ayse, Laras beste Freundin, die die Symbiose aus islamischen Werten und deutscher Kultur veranschaulicht. Auch wenn Ayse in diesem Band leider etwas in den Hintergrund tritt. Ich hoffe in finale der Trologie hat Ayse wieder mehr Raum.
Auch Mila und Timo tun viel für die Entwicklung der Geschichte und gerade Mila hat sich stark entwickelt und mir zusammen mit Styx und Zwitscher große Freude beim Lesen bereitet.
Und auch das schwebende Auge hat wieder einen Auftritt bekommen und wieder für Unterhaltung gesorgt 😀
Und ja, sogar Marc hat, bei aller Antipathie meinerseits, seinen Teil zur Geschichte beigetragen und sich innerhalb der Geschichte kontinuierlich entwickelt. Ich bin gespannt, welche Richtung Christin Burger ihre Charaktere im Finale ihrer Trilogie einschlagen lässt.
So viel vorweg: Mit dem Ende von »Im Kreis der Sieben: Welten« bin ich ja mal so gar nicht einverstanden und hoffe, dass sich hier im Finale wieder alles nach meiner Vorstellung zusammen findet.

Der Schreibstil von Christin Burger ist gewöhnt flüssig und malerisch. Die Autorin kann mit ihrer Sprache eindrucksvolle Bilder zeichnen. Unterstützt durch das gemäßigte Erzähltempo der Geschichte wird nie langweilig, die Ereignisse überschlagen sich aber auch nicht und nehmen sich gegenseitig die Wirkung. Vielmehr kann der Leser hier viel entdecken und bei bester Unterhaltung auf sich wirken lassen. Ohne den Lesefluss zu unterbrechen kann man das gelesene rekapitulieren und in einen Gesamtzusammenhang bringen.

Kurz: »Im Kreis der Sieben: Welten« von Christin Burger ist eine gelungene Fortsetzung der Geschichte, die sich mit Urthemen der Menschen beschäftigt und dabei eine fantastische junge Protagonistin in den Fokus setzt, die sich entwickelt und viel Stärke zeigt.  »Im Kreis der Sieben: Welten«  ist eine Leseempfehlung für Leser von Geschichten, die sich gerne auch mal länger mit tiefgründigen Themen eines Buches beschäftigen und dabei authentische Charaktere abseits der gängigen Fantasyszene schätzen.

Bewertung

4 Bücher

4 von 5

 

Autorin

Christin Burger

Christin Burger wurde 1975 in Tübingen geboren. Die Autorin schlug in Freiburg, Aachen und Berlin ihre Zelte auf, bis ein Besuch im Theater ihr zeigte: sie will schreiben! Sie absolvierte ein Praktikum bei einer täglichen Serie und arbeitet mittlerweile seit über 15 Jahren als Autorin für verschiedene Fernsehformate.

Heute lebt die selbstständige Autorin mit Mann und Katzen im Schwarzwald.

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Im Kreis der Sieben


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Rickys Buchgeplauder
Ela Feyh


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Rezension: »PALADERO 01 – Die Reiter des Donners « von Steven Lochran

PALADERO - Die Reiter des Donners von Steven Lochran»PALADERO 01 – Die Reiter Des Donners«
von Steven Lochran

cbt, August 2017
978-3-5703-1148-6
320 Seiten
Preis:  8,99€ eBook | 9,99€ Broschiert

Leseprobe

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Inhalt

Joss ist der letzte seines Volkes und träumt davon eines Tages als Paladero durch das Donnerreich zu reiten. Durch mehr Glück als Verstand wird Joss schon mit 15 zu den Prüfungen der Paladeros zugelassen. Zusammen mit seinen drei klingenverschworenen Brüdern macht sich Joss auf seinem Raptor Azof auf den Weg durch das Donnerreich, um sich zu beweisen.
Aber dieses Jahr ist etwas anders, dunkle Mächten regen sich im äußersten Winkels des Reiches und unter den angehenden Paladero gibt es möglicherweise einen Verräter.

Fazit

„“Jurassic Park“ trifft „Game of Thrones““ steht im Klappentext. Das trifft es aber nicht ganz, immerhin ist das Buch für Kinder ab 11 Jahren empfohlen. Für mich ist es eher ein Mix aus Cowboys und Jurassic Park. Und zwar ein wirklich guter Mix, der sowohl Groß als auch Klein bestens unterhalten kann.

Joss, der Held unserer Geschichte, nimmt von Anfang an die Rolle eines Einzelgängers ein. Er hat wenig regelmäßigen Kontakt zu anderen Menschen, aber für die, die er als Freunde auserkoren hat, geht Joss auch durchs Feuer.
Er ist ein starker, junger Charakter, der sich gerade in einem Reifeprozess befindet und anfängt über seine eigenen Bedürfnisse und Wünsche hinauszudenken.
Seine Begleiter sind ebenfalls Charaktere, die wie Joss bei Lesen unterhalten. Jeder mit seinen eigenen Problemen ausgerüstet, ergibt die Gruppe eine bunte Truppe, die zusammengewürfelt wurde und sich finden muss. Dabei stehen sie sich oft selbst und mal auch den anderen im Weg. Dabei lernen sie: Gemeinsam ist man stark. Mut, Freundschaft und Hilfsbereitschaft halten sie zusammen und bringen sie ihren Zielen näher.

Die lebendigen Charaktere untermauert der Autor mit seinem bildhaften und flüssigen Schreibstil. Gekonnt baut Steven Lochran die Spannung auf und erweckt das Donnerreich mit Bildern und einer Atmosphäre zwischen Dinosaurier und Luftschiffen zum Leben. Der Autor lädt  seine Leser regelrecht in seine Welt ein.
Als Karten-Fan fand ich großartig, dass es eine gezeichnete Karte vom Königreich Ai gibt und so der Weg von Joss und seinen Freunden nachvollzogen werden kann.

Neben Schreibstil, Atmosphäre und Characktergestaltung gibt es noch einen Punkt, mit dem der Autor bei mir Punkten konnte: Steven Lochran scheut sich nicht davor, Themen aufzugreifen, die Kinder und Jugendliche beschäftigen. Fast beiläufig streut der Autor das Thema der eigenen Sexualität und den Umgang durch andere ein. Ein schöner Akt der Toleranz, der mich angenehm überrascht und sehr gefreut hat. Großartig, dass ein Kinder- und Jugendbuchautor die Chance nutzt, seine Zielgruppe beiläufig mit Themen zu konfrontieren, die ihnen vielleicht nicht unbedingt im Alltag begegnen.

»PALADERO – Die Reiter des Donners« von Steven Lochran ist der wunderbare und fesselnde Auftakt einer Reihe, die Groß und Klein begeistern kann. Eine klare Empfehlung für Leser,
gerne spannende Geschichten um Freundschaft, Bedrohung und Abenteuer lesen. Und wer jetzt noch Dinosaurier mag, wird hier wirklich glücklich werden können.

Bewertung

4 Bücher

4 von 5

 

Autor

Steven Lochran

Steven Lochran schreibt Geschichten, seit er schreiben kann.
Nach seinem Abschluss in kreativem Schreiben an der  University of Technology in Queensland arbeitete er als Filmkritiker, -vorführer und DJ.
Heute ist er Vollzeit-Autor und lebt seiner Frau und zwei Katzen in Melbourne.

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Weitere Meinungen zu »Paladero – Die Reiter des Donners« von Steven Lochran

Das Buch zum Film


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Rezension: »Die Legenden von Karinth 02« von C.M. Spoerri

Die Legenden von Karinth 02 C.M. Spoerri»Die Legenden von Karinth 02«
von C.M. Spoerri

Sternensand Verlag, August 2017
978-3-9068-2962-3
440 Seiten
Preis:  6,95€ eBook | 12,95€ Taschenbuch | 18,95€ Hardcover


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Achtung: Rezension kann Spoiler für alle enthalten, die Band 1 von »Die Legenden von Karinth« nicht kennen.

Inhalt

Eigentlich will Maryo Valdoris nur Elfenprinzessin Amyéna finden, nach Hause bringen und den fremden Kontinent Karinth hinter sich lassen.
Keine leichte Aufgabe, denn während Amyéna in den Händen eines Sklavenhändlers mit gewissen Ruf ist, führt Maryos Schicksal ihn direkt in die Arme der Amazonen, ein Volk, das Elfen hasst. Gegen seinen Willen ist der Elf plötzlich auf dem Weg in den Hochwald und eine alte Prophezeiung scheint sein Schicksal schon vorhergesagt zu haben.

Fazit

Sehnsüchtig habe ich die Fortsetzung von Maryos Abenteuer erwartet und wurde nicht enttäuscht. Vielmehr bin ich wieder fasziniert, dass C.M. Spoerri ihre Welt noch weiter ausbauen konnte. Da denke ich, so langsam kenne ich die Hauptfiguren der Geschichte und hätte eine Idee, in welche Richtung sich der Plot entwickeln könnte und dann kommt die Fortsetzung und C.M. Spoerri überrascht mich völlig.

Maryo Valdoris bekommt als Protagonist noch mehr Tiefe und immer noch passt das Bild des jüngeren Maryos zu dem Elfen, den ich in früher erschienen Büchern der Autorin, deren Handlung aber später platziert ist, kennengelernt habe. Neben dem Elfen haben mir aber noch zwei andere Charaktere sehr gut gefallen: die Amazone Thesalis und der Rote Tarkar.
Erstere ist unglaublich sympathisch, stur, stark und voreingenommen, aber auch lernfähig und offen, wenn sie ihr berechtigtes Misstrauen und ihre Vorsicht überwunden hat. Sie ist sehr eigensinnig und scheint Maryo in einigen Charakterzügen so ähnlich, dass ihr Aufeinandertreffen und ihr Umgang sehr unterhaltsam ist.
Letzterer, der Rote Tarkar, ist ein sehr mysteriöser und interessanter Charakter, bei dem schnell klar wird, dass er eine eigene Geschichte hat, die sich lohnt erzählt zu werden. Und was soll ich sagen? C.M. Spoerri verkündete vor wenigen Tagen, dass sie an der Geschichte von dem Roten Tarkar arbeitet (Videobeweis).
Ich bin jetzt schon gespannt auf diesen Exkurs zum Roten Tarkar und am Fangirlen.

Der zweite Band von »Die Legenden von Karinth« gehört zu meinen Lesehighlights 2017. C.M. Spoerri hat sich das für ihr neuestes Werk aber nicht nur mit ihren gelungenen Charakteren verdient, die authentisch und lebendig sind und mich von Seite eins bis zum Ende verzaubert haben.
Auch ihr bildhafter, anschaulicher, fliessender und klarer Schreibstil haben mich überzeugt. Wie aus ihren anderen Büchern gewohnt hat mich die Autorin mit nach Karinth genommen und mich das Land mit eigenen Augen entdecken lassen. Dabei beschreibt sie genug Details, um die Atmosphäre zu schaffen und lässt der Fantasie gleichzeitig genug Freiraum, um Karinth selbst zu erleben.

Mit der Fortsetzung von »Die Legenden von Karinth« hat C.M. Spoerri viele Fragen aus dem Auftakt der Legenden von Karinth beantwortet, mich aber gleichzeitig mit neuen Fragen zurückgelassen. Mit neuen Charakteren, Organisationen und Entwicklungen heizt C.M. Spoerri Maryos Abenteuer in diesem Band so richtig an.
Wer gerne spannende, unterhaltsame Fantasy liest, die mit Spannung, Gefühl und Vielfältigkeit überzeugt, sollte einen Blick auf »Die Legenden von Karinth« von C.M. Spoerri werfen.

Bewertung

5 von5 plus bienchen

5 von 5 mit Bienchen

 

Autorin

C.M. Spoerri

C.M. Spoerri wurde 1983 geboren und lebt in der Nähe von Zürich. Mit „Alia – Der magische Zirkel“ erschien im März 2014  nicht nur der Debütroman von C.M. Spoerri, sondern auch der Auftakt einer mitreißenden Fantasy-Saga.
Im September 2015 gründete die Autorin den Sternensand Verlag und veröffentlich seither nicht nur ihre eigenen Bücher unter dem Sternenbanner, sondern auch die Werke von u.a. Jasmin Romana Welsch, Maya Shepherd oder Carolin Emrich.

Website · Facebook · Sternensand Verlag

 

Die Legenden von Karinth

 

 


Weitere Meinungen zu »Die Legenden von Karinth 02« von C.M. Spoerri

folgt

 


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Rezension: »Im Kreis der Sieben« von Christin Burger

Im Kreis der Sieben - Christin Burger (2)»Im Kreis der Sieben«
von Christin Burger

Selbtverlag, 2. Auflage, November 2016
978-3-0005-5105-5
360 Seiten
Preis:  3,99€ eBook | 9,95€ Taschenbuch

Leseprobe

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Inhalt

Vorhin war Lara mit ihrem Vater auf den Friedhof, jetzt ist er verschwunden.
Einzige Hinweise auf seinen Verbleib sind ein mysteriöse Computerprogramm und alte Fotos. Die Spuren führen Lara aber nicht von Berlin-Neukölln in den Schwarzwald, sondern an einen magischen Ort, der Lebenden eigentlich verwehrt sein sollte: Das Totenreich.
Zusammen mit Timo, dem jungen mit der Vespa, der dicken Katze Styx, die Visionen verleiht und dem schwebenden Auge, das seine Bestimmung vergessen hat, macht sich Lara auf die Suche nach ihrem Vater. Dabei und muss sie Schicksale entschlüsseln und darf ihren Willen zu Leben niemals vergessen. Werden Lara und Timo die Welt der Toten wieder verlassen können?

Fazit

»Im Kreis der Sieben« von Christin Burger habe ich ihm Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks entdeckt, Cover und Klappentext haben mich wirklich neugierig gemacht.
Überzeugt haben mich dann die 360 Seiten zwischen Cover Ende des Buches.
Christin Burger hat eine magische Geschichte um ein junges Mädchen geschaffen, das im multikulturellen Neukölln ohne Mutter aufgewachsen ist und nun ihren Vater sucht.
Dabei spielt nicht nur die Suche nach ihrem Vater eine Rolle in der Geschichte von Lara, sondern auch die Religion. Während ihre beste Freundin Ayse an dem Islam glaubt, glaubt Lara lieber an gar nichts. Mit ihrer Einstellung zu Glauben muss sie sich zwangsweise mit dem Eintritt ihres lebendigen Körpers in das Totenreich beschäftigen.
Christin Burger hat dabei eine schöne, fantasievolle und anrührende Geschichte geschrieben, die Laras Suche nach ihrem Vater zeigt und ihr dabei die Chance gibt sich selbst besser kennenzulernen.

Den tieferen, fast schon philosophischen Hintergrund von Laras Suche verpackt Autorin Christin Burger in eine bildgewaltige Geschichte mit den unterschiedlichsten Charakteren.
Neben Lara haben wir Ayse, Laras beste Freundin, die die Symbiose aus islamischen Werten und deutscher Kultur veranschaulicht. Aber nicht nur die beiden haben mit ihrer offenen, sympathischen Art gut gefallen und eine ganz wunderbare und starke Freundschaft.
Auch Chem, Mila und Timo tun viel für die Entwicklung der Geschichte.
Meine Favoriten sind aber Katze Styx, Zwitscher und das schwebende Auge – die drei geben ein toles Trio ab und haben die ernsten Themen von »Im Kreis der Sieben« aufgelockert.

Der Schreibstil von Christin Burger ist schön, flüssig und wirkt sehr malerisch. Das Erzähltempo ihrer Geschichte hält die Autorin im mittleren Bereich, es wird nie langwelig, die Ereignisse überschlagen sich aber auch nicht und nehmen sich gegenseitig die Wirkung.
Vielmehr hat der Leser Zeit das Gelesene zu erleben und auch zu rekapitulieren, ohne dafür den Lesefluss zu unterbrechen.

Kurz: »Im Kreis der Sieben« von Christin Burger ist ein toller Auftakt für eine Geschichte, die sich mit Urthemen der Menschen beschäftigt und dabei eine fantastische junge Protagonistin in den Fokus setzt, die offen ist und sich selbst reflektieren kann. »Im Kreis der Sieben«  ist eine Leseempfehlung für Leser von Geschichten, die sich gerne auch mal länger mit tiefgründigen Themen eines Buches beschäftigen und dabei authentische Charaktere abseits der gängigen Fantasyszene schätzen.

Bewertung

4 Bücher

4 von 5

 

Autorin

Christin Burger

Christin Burger wurde 1975 in Tübingen geboren. Die Autorin schlug in Freiburg, Aachen und Berlin ihre Zelte auf, bis ein Beusch im Theater ihr zeigte: sie will schreiben! Sie absolvierte ein Praktikum bei einer täglichen Serie und arbeitet mittlweile seit über 15 Jahren als Autorin für verschiedene Fernsehformate.

Heute lebt die selbstständige Autorin mit Mann und Katzen im Schwarzwald.

WebsiteFacebook

 

 

Im Kreis der Sieben


Weitere Meinungen zu »Im Kreis der Sieben« von Christin Burger

Rickys Buchgeplauder
Anni Chans fantastische Welt der Bücher
Ela Feyh


 

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Rezension: »Die Dämonenakademie 02 – Die Inquisition« von Taran Matharu

Taran Matharu Die Dömonenakademie Inquisition»Die Dämonenakademie 02 – Die Inquisition«
von Taran Matharu

heyne>fliegt, Juli 2017
978-3-9068-2949-4
400 Seiten
Preis:  9,99€ eBook | 12,99€ Broschiert

Leseprobe

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Achtung: Rezension kann Spoiler für alle enthalten, die Band 1 »Die Dämonenakademie – Der Erwählte« nicht kennen.

Inhalt

Fletchers Schicksal hängt an einem seidenen Faden. Seine Feinde wollen eine Rückkehr an die Dämonenakademie verhindern und setzen dafür alle Hebel in Bewegung.
An der Akadmie selbst wird Großes vorbereitet, erstmal sollen die Schüler des Abschlussjahrgangs eine wichtige militärische Operation durchführen und in das Gebiet der Orks eindringen – und das ganze Königreich schaut ihnen dabei live zu.
Erstmals müssen alle angehenden Absolventen zusammenarbeiten, aber das ist gar nicht so leicht, denn einer von ihnen ist ein Verräter…

Fazit

Für Fletcher ist ein Jahr ins Land gezogen. Für den Leser knüpft Taran Matharu mit der Handlung seiner Fortsetzung nahtlos an das Ende »Die Dämonenakademie – Der Erwählte« an.

Mit seinem bildhaften und lebendigen Schreibstil hat der Autor seine Charaktere – allen voran Fletcher und Ignatius – wieder wahr werden lassen. Mit seiner Vielfältigkeit und Liebe zum Detail hat mich Taran Matharu bereits in »Die Dämonenakademie – Der Erwählte« (Rezension ist in Überarbeitung) bezaubert – und in seiner Fortsetzung hat er es wieder getan.
Spannend, unterhaltsam und emotional führt der Autor seine Charaktere in ein weitere Abenteuer, diesmal weit entfernt vom vermeintlich harmlosen Trainingsplatz in der Akademie mitten in das Lager der Orks. Dabei erfährt der Leser nicht nur mehr über den Waisenjungen Fletcher, die Elfe Sylva und Zwerg Othello, sondern auch über neue Weggefährten, die sich der bunten Truppe anschließen.

Taran Matharu ist es gelungen seine Charakter weiser und reifer werden zu lassen, ohne dass sie abstumpfen oder ihre faszinierten und offenen Blick auf die Welt verlieren.
Gerade Fletcher, der viel erdulden muss und lernt, dass Erwachsenwerden auch bedeutet Entscheidungen mit all ihren Konsequenzen zu treffen, bewahrt sich seinen neugierigen und aufgeschlossenen Charakter. Eigenschaften, von denen sich jeder etwas abschneiden sollte.
In seiner Reihe »Die Dämonenakademie« greift Taran Matharu mit dem Rassismuss zwischen Elfen, Menschen, Zwergen und Orks ein großes Problem unserer Gesellschaft auf und zeigt, wie gut die Dinge laufen können, wenn sich Fähigkeiten ergänzen und aufeinander Rücksicht genommen wird.

Nicht nur die Geschichte, auf das Buch wurde mit viel Liebe zu Detail gestaltet. Wie bereits in »Die Dämonenakademie – Der Erwählte« findet sich auch in der Fortsetzung Zeichnungen von Dämonen mit einem Überblick über ihre Fähigkeiten und Eigenschaften. Als bekennender Fan von Karten, Stammbäumen und Namensregister in Büchern, hat mich dieser Einblick in die Dämonologie sehr begeistert.

»Die Dämonenakademie – Die Inquisition« von Taran Matharu ist die wunderbare und fesselnde Fortsetzung einer Reihe, die zu meinen Favoriten zählt. Voller Liebe zum Detail ohne sich in Nichtigkeiten zu verlieren erzählt der Autor eine spannende Geschichte um Krieg, Freundschaft und Schicksal.

Bewertung

5 von5 plus bienchen

5 von 5 mit Bienchen

 

Autor

Taran Mantharu

Taran Matharu wurde 1990 in London geboren und hegte schon früh eine Leidenschaft für Geschichten. Aus der Liebe zum Lesen entwickelte sich der Wunsch selbst zu Schreiben.
Er studierte Business Administration und absolvierte ein Praktikum bei Radom House UK.
Nach einer kleinen Aus- und Reisezeit nahm sein Debüt »Die Dämonenakademie – Der Erwählte« im Rahmen des Nanowrimo 2013 gestalt an und wurde Publikumsliebling auf Wattpad.

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Die Dämonenakadmie

Prequel


Weitere Meinungen zu »Die Dämonenakademie – Die Inquisition« von Taran Matharu

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