Verlagstour Sommerburg Verlag – „Blutpsalm“ von Meredith Winter

Sommerburg VerlagHerzlich Willkommen zu Tag 5 der Sommerburg Verlag – tour

Gestern ging es bei Corrinas World of Books um die Liebe entgegen aller Konventionen, dabei ging es um die Liebe zwischen Pastor Jonathan Littke und Edel-Prostituierte Marlene, die Protagonisten aus »Blutspalm« von Meredith Winter. Heute bleiben wir bei »Blutspalm«, es geht um Mordfälle gegen Klischees.

Krimi-Leser kennen das, man nimmt einen Krimi zur Hand und auf den ersten Seiten stirbt eine quasi unbekannte Figur, sie dient lediglich als Aufhänger, gehörte meist zu den Hausfrauen, kleineren Büroangestellten, war Rotlicht-Millieu tätig etc. etc. etc. und passte entweder einfach in das Beuteschema des Mörders oder war zur falschen Zeit am falschen Ort. Dabei oft unbeachtet: Laut Kriminalstatistik sind bei vollendetem Mord und Totschlag knapp zwei Drittel Verwandte oder nähere Bekannte tatverdächtig. Zwischen Opfer und Täter gibt es also oft eine gemeinsame Vergangenheit oder gemeinsame Berührungspunkte in der Vergangenheit.
Wichtige Personen aus der Gesellschaft sind eher selten Opfer, oft aber Täter, die sich mit ihrem Prestige und ihrem Ruf schützen.

Meredith Winter dreht den Spieß um, nimmt das Klischee der ermordeten Prostituierten, das so oft ein Krimi eröffnet und dreht es. Hier ist die Prostituierte Marlene Protagonistin mit auserlesener  Kundschaft in der High Society Sommerburgs und der Mörder kreist Marlene ein, in dem er ihre Freier ermordet. Dabei schreckt er nicht nur davor zurück, den Polizeichef zu ermorden, auch der Bürgermeister Sommerburgs buchte regelmäßig Marlenes Dienste und wird zu aller erst, auf den Stufen der Kirche, tot aufgefunden.

Weiteres Klischee, mit dem Meredith Winter bricht ist die Rolle des Geistlichen. Sind Geistliche häufig die unbescholtenen Ermittler, hat Meredith Winter hinter den Geistlichen viele dunkle Geheimnisse verborgen, die der Leser nur teilweise in Laufe der Geschichte erfährt.

Es ist erfrischend einen Krimi zu lesen, der so viele Konventionen und Genre-Klischees bricht und es mal nicht der Sohn von IT-Girl der Region ist, der behütet durch den Einfluss seiner Eltern in einem Kokon aufwächst, der mordend durch die Region zieht und hinter sich eine Spur von Leichen zurücklässt.

3 Krimi-Klischees, die wir in »Blutspalm« nicht finden:

  • Der neue Kollege
    Der Ermittler bekommt einen neuen Kollegen, weil sein alter Partner gestorben ist. Im Dienst. Um dem Ermittler das Leben zu retten
  • Der geniale Serienmörder
    Der Mörder ist ein böses Genie, das die Menschheit unterjochen will und niemals von der Polizei geschnappt wird – außer es gibt den einen Ermittler, der intelligenter ist
  • Der Held hat Suchtprobleme
    Ja, Sherlock Holmes hat sie und das darf er auch. Aber kein anderer Ermittler sollte solche Suchprobleme haben, aktuell gehören Suchtprobleme zum guten Ton im Krimi-Genre

Gewinnspiel

Je 1 Paket zu „Blutpsalm“ und „Blutroter Frost“.
Inhalt: Je ein Print und zum Buch passende Dekoration für stilechtes Lesevergnügen.

So geht’s:
Jeden Tag kann ein Los durch Beantwortung der Tagesfrage gesammelt werden.

Die Gewinnspielfrage:
Gibt es Klischee in Krimis, die Dich beim Lesen langweilen – wenn ja, welche?
Wenn nein, welche Klischee in Krimi liest Du vielleicht sogar sehr gern?
Gewinnspiel läuft bis 8.10. um 23:59Uhr
Teilnahmebedingungen


Staionen der Blogtour

29.09. – Verlagsvorstellung – Sandys Welt
30.09. – Was ist Romantic Suspense –  Bookwormdreamers
01.10. – Buch- & Protaginstenvorstellung “Blutpsalm” –  Vielleserin 
02.10. – Liebe entgegen aller Konventionen bei Corinna von Corinna’s World of Books
03.10. – Mordfälle gegen jedes Klischee – hier
04.10. – Autoreninterview – Charleens Traumbibliothek
05.10. – Buch- und Protagnistenvorstellung “Blutroter Frost” – Binchen’s Bücherblog 
06.10. – Der aufdringliche Ex – Books and Cats
07.10. – Beruf und Privatleben – Ein unschaffbarer Spagat? – Leseengels Buchblog
08.10. Interview mit der Verlagsleiterin – Drachenleben

6 Gedanken zu “Verlagstour Sommerburg Verlag – „Blutpsalm“ von Meredith Winter

  1. karin schreibt:

    Hallo und guten Tag,

    hm, eine schwierige Frage…Klischee, denn ich finde da steckt auch immer etwas persönliches…die Persönlichkeit dahinter.

    Klischee des Raucherns….siehe Krimis mit Schimanski oder Colombo…früher normal heute ein No-Go bzw. verpöhnt….O.K. es ist nicht gesund, aber jeder hat doch bestimmte Schwächen und Macken…wieso verstecken…was Schimanski, in seiner Ganzheit gesehen dann wieder doch ganz O.K. gemacht hat, auch wenn seine Arbeitsmethoden manchmal sehr fragwürdig waren.

    Also ich habe kein Problem damit wenn im Krimi oder im normalen Leben jemand seine Schwächen/möglichen Macken offen zeigt. Besser als diese Geheimniskrämerei. Keiner ist perfekt….wieso denn im Krimi oder?

    LG…Karin…

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  2. Jenny Siebentaler schreibt:

    naja meist immer das man von selbstmord ausgeht oder es daran lag weil es Beziehungsprobleme gab-das sind so die klischees die ich nicht unbedingt mag oder toll finde!

    VLG Jenny

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  3. Claudia schreibt:

    Hallo,

    also mir fällt noch das Klischee ein, dass es bei einem Ermittlerduo, welches aus einem Mann und einer Frau besteht immer der Mann der Ranghöhere ist und die Ermittlungen leitet.

    Liebe Grüße
    Claudia

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  4. Simone schreibt:

    Hallo,

    ich finde es gibt nichts Schlimmeres als dieses Klischee mit einem männlichen und einem weiblichen Ermittler, die sich erst gegenseitig bekriegen und dann ein Pärchen werden.

    LG
    Simone

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