Rezension: »Countdown to Noah 01 – Gegen Bestien« von Fanny Bechert inkl. Gewinnspiel

Countdown to Noah Gegen Bestien Fanny Bechert»Countdown to Noah 01 – Gegen Bestien«
von Fanny Bechert

Sternensand Verlag, September 2017
ISBN 13: 978-3-9068-2951-7
300 Seiten
Preis:  6,99€ eBook | 12,95€ Taschenbuch

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Inhalt

Sie dachten, sie hätten den Tod überlistet. Sie dachten, sie hätten die Unsterblichkeit gefunden.
In Wahrheit haben sie den Untergang der Menschheit besiegelt. 

Vor über 17 Jahren entwickelten Forscher ein Serum, dass den Alterungsprozess stoppte, die Regenerationsfähigkeit des menschlichen Körpers um ein vielfaches steigerte und der Menschheit scheinbar das ewige Leben brachte.
Voller Gier verzichtete man auf Langzeitstudien und so war es zu spät, zu viele infiziert, als sich zeigte, dass das Serum das Hirn schädigt und Menschen zu aggressiven, triebgesteuerten und höchst infektiöse Bestien – sogenannte Noahs – mutieren.
Cassidy ist 17 und mit ihrer kranken Schwester alleine auf dem Weg durch eine Welt voller Monster, um einen sicheren Platz und Medikamente zu finden. Eine Aufgabe, die so schon schwer genug wäre, aber seit wenigen Stunden unmöglich ist. Cassidy wurde gebissen und ihr bleiben im besten Fall noch  30 Tage, bis für sie aus ihrer schutzbedürftigen jüngeren Schwester eine Mahlzeit wird.
Alleine kann Cassidy ihre Schwester keine Medikamente besorgen, aber wer hilft einer tickenden Zeitbombe, deren unbedachte Berührung zur Ansteckung führen kann?

Fazit

Holy Shit, was für ein Auftakt! Erst dachte ich, hier kommt die nächste Dystopie, der nächste Zombie-Roman. Zwar von Fanny Bechert, also sehr wahrscheinlich gut geschrieben, aber eben nichts außergewöhnliches.
Ich war eine Ungläubige.

Dann bin ich in »Countdown to Noah – Gegen Bestien« eingestiegen und BÄÄÄÄÄM, Fanny Bechert hat mich eines Besseren belehrt.
»Countdown to Noah – Gegen Bestien« von Fanny Bechert ist eine spannende Dystopie, die ihre Leser gefangen nimmt, verschluckt, durch ein Mühlwerk von Gefühlen, Spannung und Action dreht und am Ende desorientiert und etwas verstört mit einer Frage zurücklässt: „Wie geht es weiter?!?“ Jedenfalls ging es mir so. Ich weiß nicht, was ich mir für die Fortsetzung wünschen soll und habe so gar kein Gefühl dafür, in welche Richtung Fanny Bechert hier gehen wird. Das macht mich leicht wahnsinnig 😀

Erzählt wird die Geschichte von Cassidy, die zuweilen fast vergisst und dann wieder an dem Gedanken zu ersticken droht, dass ihr nur noch 30 Tage bleiben bis sie zu einer triebgesteuerten Bestie und Gefahr für alle anderen wird. Fanny Bechert ist die Darstellung dieses Zwiespalts zwischen jungen Mädchen, dass eigentlich noch Leben will und abgeklärter Person, die weiß, dass das nicht mehr möglich ist, ausgesprochen gut gelungen. Auch den inneren Kampf zwischen Cassidy und der Noah in ihrem Kopf hat Fanny Bechert gut dargestellt. Dabei gibt es Momente im Buch, in denen Gedanken von Cassidy nicht nur die Leser sondern auch die Protagonistin selbst zutiefst erschrecken.
Neben Cassidy, die mir sehr ans Herz gewachsen ist und für die ich als alte Happy-End-Liebhaberin, auf eine Wunderheilung hoffe, haben mir auch ihre Begleiter gut gefallen. Ja, Cassidy stellt sich der Suche nach Medikamenten für ihre Schwester nicht alleine. Sie wird von Daniel, ganzer Kerl der Marke „harte Schale, weicher Kern“, Jeff, Typ „Es gibt nur schwarz und weiß“ und seiner Schwester Rita, typisch „ist nicht so zickig wie befürchtet“ begleitet.
Daniel weiß als einziger aus der Gruppe um Cassidys bevorstehende Wandlung, er achtet stets auf eine Verringerung des Ansteckungsrisikos und kommt Cassidy dabei näher, als er eigentlich sollte.
Jeff und Daniel sind sich gleichzeitig sehr ähnlich und doch sehr verschieden. Wo Daniel kalkuliert und abwägt, handelt Jeff gerne mal, bevor er überlegt. Obwohl er auf den ersten Blick sehr offen scheint, halte ich ihn für engstirniger und vorurteilsbelasteter als Daniel. Trotzdem hat er das Herz auf dem rechten Fleck und ist in »Countdown to Noah – Gegen Bestien« ein sympathischer Charakter, der mir beim Lesen viel Freude bereitet hat. Ich bin gespannt, wie Fanny Bechert seine Reaktion auf Cassidys Infektion ausfallen lässt. Ich hoffe anders, als ich vermute.
Rita ist Zucker, anfangs die eifersüchtige Zicke entpuppt sie sich schnell als durchsetzungsfähiges, junges Mädchen, das für seine Freunde da ist. Ich mochte das aufgeweckte, etwas vorlaute junge Mädchen von Anfang sehr gerne.

Fanny Bechert konnte mich aber nicht nur mit ihren lebendigen, authentischen Charakteren, dem Geplänkel zwischen den vier Freunden und dem gelungenen inneren Kampf zwischen Cassidy und der Noah überzeugen, auch der Schreibtsil der Autorin ist grandios.
Lebendig, bildhaft und in einer Symphonie aus Atmosphäre, Spannung, Nervenkitzel und ja auch Romantik erzählt Fanny Bechert die Geschichte einer jungen Frau, die eigentlich noch so viel erleben will, im Zwiespalt des Kampfes zweier Wesen in ihrem Inneren steht und doch mehr an andere als sich selbst denkt.

»Countdown to Noah – Gegen Bestien« zu lesen war ein Sog in einen Strudel aus verschiedensten Gefühlen und Emotionen. Es war von Anfang bis zum Ende spannend, lebendig, nervenaufreibend aber Dank Cassy auch immer mit einem Schuss Sarkasmus und Witz versehen.
Wer eine hochexplosive Mischung aus den verschiedensten Gefühlen beim Lesen zu schätzen weiß, es spannend  bis nervenaufreibend mag und sich einen Schuss Romantik in einer postapokalyptischen Atmosphäre vorstellen kann, dem kann ich guten Gewissens »Countdown to Noah – Gegen Bestien« von Fanny Bechert empfehlen.

Bewertung

5 von5 plus bienchen

5 von 5 mit Bienchen

 

Autorin

Fanny Bechert wurde 1986 in Schkeuditz geboren und lebt mit ihrem Mann und Katze Lucy im Thüringer Vogtland.
Die gelernte Physiotherapeutin griff erst 2012 ein Hobby ihrer Kindheit wieder auf und arbeitete an ihrem Debüt »Elesztrah«, das sie im Juni 2015 als Selfpublisherin veröffentlichte. Im November 2016 nahm der Sternensand Verlag das High Fantasy Abenteuer in das Verlagsprogramm auf.

Website · Facebook

 

Countdown to Noah

 

 


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Gewinnspiel

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Hier gibt es  ein Los  für das Facebook-Gewinnspiel in der Release-Party. D.h. es gibt bei mir nichts zu gewinnen, aber mit einem Kommentar auf meine Los-Frage steigt eure Gewinnchance auf den Hauptgewinn in der Veranstaltung: Zur Veranstaltung.

Los-Frage:
Es ist 2028 und du steht vor der Entscheidung, die die Menschen in »Countdown to Noah – Gegen Bestien« treffen mussten: Ab Morgen gibt es ein Serum, dass quasi Unsterblichkeit bedeutet.
Lässt Du Dich impfen?
Bitte mit Begründung 😛

Teilnahmebedingungen

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24 Gedanken zu “Rezension: »Countdown to Noah 01 – Gegen Bestien« von Fanny Bechert inkl. Gewinnspiel

  1. Nora Steelie Kuhn schreibt:

    Nein . Ja . Nein . Ja . Wer will schon ewig leben , aber dann hätte ich Zeit sovieles zu lernen und zu sehen . Ich weiss es nicht . Holy Shit ( Spruch bei dir klau )

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  2. Victoria Haupt schreibt:

    Ich würde mich auf jeden Fall impfen lassen, aber nur unter der Bedingung das meine Familie auch geimpft wird.
    Ich würde dies machen lassen, da ich dann alle zeit der Welt hätte um meine Träume/Wünsche irgendwie wahr werden zu lassen!

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  3. Periwinkle Bell schreibt:

    Was für eine tolle Rezi.

    Würde ich die Impfung nicht nehmen. Was nützt mit Unendlichkeit wenn ich ständig von Monstern gejagt werde? Und wer weis wie diese Impfung am ende wirkt und was sie macht…. NENE, lieber nicht

    Liebe Grüße

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  4. bossofthechaos schreibt:

    Sehr tolle Rezi, ich stecke in der Mitte vom
    Buch und bin absolut gefesselt!
    Zur Frage: ich würde mich auf keinen Fall impfen lassen, da unsterblich zu sein für mich einfach gar nicht erstrebenswert ist!
    Ich will gar nicht erleben, was für Chaos und Zerstörung hier noch ausbricht 😞

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  5. Melanie Kurt schreibt:

    Hallo! Oh, das ist aber eine schwierige Entscheidung! ….hmm. … ich glaub ich würde es davon abhängig machen wie meine lieben sich entscheiden würden, denn ohne sie würde ich nicht unsterblich sein wollen.

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  6. Bärbel Worm schreibt:

    Erstmal schönen Dank für die tolle Rezi ❤
    Ob ich mich impfen lassen würde….
    2028 bin schon fast siebzig. Ich glaube, ich würde dann jüngeren Menschen den Vortritt lassen, damit sie überleben.
    LG Bärbel 😊

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  7. Jasmin Naumann schreibt:

    Nein, denn obwohl ich unendlich viel Zeit für all die Schönen Dinge hätte, müsste man auch all die schrecklichen Dinge ewig miterleben und das könnte ich nicht.

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  8. Luc Cretia schreibt:

    Danke für diese wunderbare Rezension.
    Die macht Lust auf mehr, so dass man das Buch unbedingt lesen will.
    Nun zu der Frage …
    Meine Antwort ist ein ehrliches „Ich weiß es nicht!“
    Auf der einen Seite kann man als Unsterblicher so viel mehr erleben, lernen und sehen, dass es eine Zeit lang sicher unglaublich interessant ist.
    Doch irgendwann kommt die Zeit wo man erkennen muss dass alles schon einmal da war, nur in einer anderen Version.
    Ich finde es schwierig hier eine echte Entscheidung zu treffen.

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  9. meinewundersameweltderbuecher schreibt:

    Das ist eine echt schwierige Frage, da ich mir grad auch nicht gamz vorstellen kann, was mich alles erwarten würde, wenn ich mich nicht impfen lassen würde… Zuerst dacht ich: nein, ich würde mich nicht imofen lassen, denn unsterblichkeit ist irgendwie unnatürlich und macht leichtsinnig, außerdem könnte das Leben dann an Bedeutung verlieren, da es nicht mehr so vergänglich und dadurch nicht mehr so wertvoll wirken könnte. Gleichzeitig wäre es echt doof, wenn ich 2 Tage nach der Entscheidung mich nicht impfen zu lassen genau wegen der fehlenden Impfung abkratzen würde… Ich glaube, ich würde mich trotz aller oben genannten Zweifel impfen lassen…
    Übrigens eine echt tolle Rezi! So richtig metaphorisch und echt gut geschrieben! 🙂

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  10. Janina Bittmann schreibt:

    Ich wäre gegenüber einem Serum, das nicht ausreichend durch Langzeitstudien getestet wurde, sehr misstrauisch. Man könnte nichts über mögliche Nebenwirkungen sagen oder Risiken … und jedes Medikament hat welche. Deshalb würde ich mich nicht impfen lassen. Was durch Leichtsinnigkeit dadurch passieren kann, sehen wir ja in Fannys Dystopie. 😉
    Außerdem ist die Natur auf den Kreislauf aus Leben und Sterben ausgelegt. Unsterblichkeit klingt verlockend, natürlich! Aber es erscheint mir widernatürlich und vorher muss man sich die Frage stellen: Zu welchem Preis? Was macht das mit meinem Körper, mit mir? Auch das wäre etwas, das mich zögern ließe.

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  11. Yvonne Fritz schreibt:

    Ich würde mich gegen das Impfen entscheiden. Auch wenn die Unsterblichkeit verlockend klingt,hätte ich das Gefühl, nicht wirklich gelebt zu haben. Man bräuchte sich keine Ziele setzen, da man ewig lebt. Und was wäre ein leben ohne Herausforderung und ohne Kampf um Ziele die man sich fürs Leben setzt. Und bei einem ewigen Leben würde der Reiz einfach fehlen. Ich lebe lieber sterblich, weiß dann aber auch,dass ich wirklich mit Herz und Verstand gelebt habe.

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  12. Christina P. schreibt:

    Wow, was für eine saustarke Rezension!
    In der Medikamentenforschung habe ich mal gearbeitet, somit habe ich ein Gefühl dafür, was geschehen kann, wenn man eine Reagenz nicht ausreichend auf Nebenwirkungen testet. Contergan ist einer dieser bekannteren Fälle, doch es gibt noch mehrere… Somit stelle ich mich garantiert NICHT als humanes Versuchskaninchen zur Verfügung! Hätte Gott gewollt, dass wir unsterblich sind, wären wir es bereits.

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  13. amirazoe schreibt:

    Nein, ich lasse mich nicht impfen, denn ich kenne die Nebenwirkungen nicht und möchte auch nicht unsterblich sein denke ich. Natürlich hört es sich im ersten Moment toll an. Aber auf Dauer… Wir gehen mit der Welt und ihren Geschöpfen es nicht gut um und das wird in Zukunft wohl immer mehr werden. Was bringt uns dann die Unsterblichkeit, wenn kein einziges Tier mehr auf der Erde ist, keine einzige Pflanze… Nein Danke. 😊 Da sterbe uch lieber an dem für mich bestimmten Zeitpunkt.

    Außerdem vertrage ich ja so schon keine Impfung gut. Wer weiß, was da da drin ist. Nachher falle ich auf der Stelle tot um. Nein, besser nicht. Kopf schüttel

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  14. Annette McDaniel schreibt:

    Danke für die tolle Rezi.
    Ich glaub ich würde mich nicht impfen lassen. Ich glaube nicht, dass ich unendlich leben möchte. Wenn noch eine Verjüngung dazu kommen würde, wäre es vielleicht was anderes. Auch müsste ich wissen, ob man nach der Impfung noch krank werden kann usw

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  15. Ann-Sophie Schnitzler schreibt:

    Hey Jasim,
    eine tolle Rezension! Ihr macht richtig Lust auf die Geschichte 🙂
    zu deiner Frage: Ich würde mich aucuh nicht impfen lässen, denn es ist nicht richtig, dass wir lange leben. So wurden wir nicht gemacht und ich fände es auch moralisch nicht richitg, denn irgendwann muss das Leben zu Ende gehen, so wenig wir das manchmal auch wollen.

    Liebe Grüße
    Ann-Sophie

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  16. marie schreibt:

    Danek für die schöne Rezension 🙂 und nein nie im Leben würde ich mich impfen lassen 1. Ist das schon bei Resident Evil volle Kanne in die Hose gegangen und 2. bin ich auch so schon manchmal genug Bestie 😉

    Was auch ein wichtiger Fakt wäre – was ist wenn ich mich impfen lasse aber meine Familie, mein Schatz nicht? Möchte ich ind er Unsterblichkeit wirklich ohen sie sein? Nein definitv nicht also ja ein klares Nein hier

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