Blogtour „Der Axolotlkönig“ von Sylvia Rieß

Banner AxolotlkönigHerzlich Willkommen zu Tag 4 der Blogtour
»Der Axolotlkönig« von Sylvia Rieß

Gestern ging es bei Elchi’s World of Books um die Schwarze Mama. Heute kehren wir noch einmal zurück zu Leonie.
Wie ihr bei Bookwormdreamers erfahren habt, hat Leonie ihr geliebte Oma verloren. Ein Schicksalsschlag, der den Weg für eine schwere Depression ebnete. Und genau um das Thema geht es heute: Depressionen – Ein Symptom unsrer Zeit?

Die Themenfrage ist schnell und einfach zu beantworten: Nein. Depressionen sind kein Symptom unsrer Zeit. Depressionen hat es schon immer gegeben, heute verstecken sie sich nur hinter immer weniger Ausweichdiagnosen wie chronische Schmerzen, Tinitus etc.
Die gefühlte Zunahme von Depressionen resultieren also aus zunehmend korrekter Diagnose der Krankheit und der Tatsache, dass sich immer mehr Menschen professionelle Hilfe holen und über ihre Krankheit sprechen.

Wenden wir uns nun dem Thema selbst zu: Was sind Depressionen? Die Weltgesundheits-organisation definiert Depressionen wie folgt:

„Eine Depression ist eine weit verbreitete psychische Störung, die durch Traurigkeit, Interesselosigkeit und Verlust an Genussfähigkeit, Schuldgefühle und geringes Selbstwertgefühl, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit und Konzentrationsschwächen gekennzeichnet sein kann.“
(Quelle: WHO)

Erkranken kann jeder Mensch in jeder Lebensphase an Depressionen, die Ursachen können mannigfaltig sein: Verlust einer wichtigen Person, Trennung, berufliche Überforderung können einer Depression vorausgehen – müssen aber nicht. Auch positive Erlebnisse wie die Hochzeit, eine Beförderung oder eine bestandene Prüfung verursachen Stress und können Auslöser für eine Depression sein. Experten vermuten, dass mehrere Faktoren eine Rolle spielen – neben psychosozialen Einflüssen spielt auch die genetische Veranlagung eine Rolle.

Die Deutsche Depressionshilfe gibt eine Hilfestellung für die Erkennung einer Depression:

Patienten berichten über ein verändertes Erleben, Gefühle der Hoffnungslosigkeit dominieren: innere Leere, Schuld, Angst, Verzweiflung und Trauer – alles Gefühle, die die Leser auch bei Leonie erleben. Viele Patienten entwickeln außerdem eine negative Einstellung gegenüber sich selbst, dem Leben und der Zukunft.
Oft stellen Patienten auch soziale Kontakte ein, ziehen sich zurück, sprechen eher leise und monoton. Des weiteren entwickeln viele Patienten eine Schlafstörung, leiden unter Appetitlosigkeit, Libidoverlust, ermüden schnell und haben Schmerzen.

Bei Kindern und Jugendlichen können sich die Symptome einer Depression anders äußern:

Kleinkind (1 – 3 Jahre)

  • Wirkt traurig, das Gesicht ist ausdruckslos
  • Ist ängstlich und schüchtern
  • Ist sehr anhänglich
  • Weint schnell oder wird schnell zornig
  • Hat keine Lust zu spielen
  • Schläft schlecht
  • Lutscht viel am Daumen oder spielt mit den Geschlechtsteilen
  • Wiegt sich hin und her
  • Zeigt verändertes Essverhalten

Vorschulkind (3- 6 Jahre)

  • Wirkt traurig oder apathisch
  • Zeigt kaum oder verminderte Gestik und Mimik
  • Zieht sich zurück oder reagiert aggressiv
  • Leidet unter Alpträumen, wacht nachts oft auf
  • Hat keine Freude am Spielen, kann sich auch sonst nicht so recht freuen
  • Verliert Gewicht oder nimmt stark zu und bewegt sich ungern

Schulkind

  • Erzählt, dass es traurig ist
  • Spricht über Suizidgedanken
  • Hat schlechtere schulische Leistungen
  • Die Essgewohnheiten ändern sich ohne erklärbaren Grund
  • Fühlt sich von den Eltern vernachlässigt
  • Hat starke Ängste
  • Hat unbegründete Schuldgefühle
  • leidet unter einem Gefühl der Hoffnungslosigkeit
  • Grübelt viel, hat Konzentrationsprobleme

Jugendlicher

  • Hat wenig Selbstvertrauen
  • Ist teilnahmslos oder ängstlich
  • Zieht sich vom sozialen Leben zurück
  • Kann sich nicht konzentrieren
  • Die schulischen Leistungen brechen plötzlich ein
  • Hat Appetit-, Ess- oder Schlafstörungen
  • Fügt sich Verletzungen zu
  • Hat Suizidgedanken
  • Das seelische Befinden schwankt über den Tag
  • Ist antriebslos

Wie bei vielen Krankheiten gibt es auch bei Depressionen verschiedene Krankheitsbilder und Formen:

Unipolare Depression
Tritt die Depression in Episoden auf, die über Wochen oder Monate gehen können, spricht man von einer unipolaren Depression. Die meisten Patienten mit diesem Krankheitsbild erleiden mehr als eine depressive Episode in ihrem Leben.

Bipolare effektive Störung
Manche Patienten leiden nicht nur unter depressiven, sondern auch manischen Episoden. Letztere sind gekennzeichnet durch unbändigen Tatendrang, meist gehobene Stimmung, fehlendes Schlafbedürfnis oder Kaufrausch.

Dysthymie
Die Dysthymie ist eine meist leichter ausgeprägte, dafür chronische Form der Depression. Diese beginnt meist im frühen Erwachsenenalter.

Zahlen & Fakten 

  • In Deutschland leiden etwa 4 Millionen Menschen an einer Depression
  • Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer
  • nur etwa 35% der Erkrankten suchen sich professionelle Hilfe
  • durchschnittliche vergehen 11 (!) Monate, bis sich bevor sich Patienten Hilfe holen
  • in depressiven Phasen ist Risiko für selbstverletzendes Verhalten und Suizid erhöht
  • Bei 15- bis 35-Jährigen ist der Suizid als einer Folge einer Depression die zweithäufigste Todesursache
  • 2012 schätze man, dass jeder 20. Jugendliche unter Depressionen litt

Weitere Informationen und Hilfe gibt es u.a. hier:
Stiftung Deutsche Depressionshilfe
Deutsches Bündnis gegen Depressionen e.v.

Ein erster Selbsttest ist hier zu finden: Depressionen Selbsttest.

Vielen Dank, dass ihr heute wieder dabei wart! Ich hoffe, mein Beitrag hat euch gefallen.
Morgen geht es bei Leseengels Bücherblog weiter.


Gewinnspiel

Preise
1. Preis: 1 signiertes Print
2. Preis: 2×1 E-Book im Wunschformat
3. Preis: 1 Goodiepaket

Es kann jeden Tag ein Los gesammelt werden, indem die individuelle Tagesfrage beantwortet wird.
Heutige Frage: Leonie ist die Tochter eines Kinderpsychologen. Was denkst du: Holt sie sich Hilfe oder kämpft sie alleine mit ihrer Depression?

Teilnahmebedingungen:
– ab 18 Jahren oder mit Erlaubnis des Erziehungs- / Sorgeberechtigten
– keine Barauszahlung des Gewinns
– keine Haftung und Ersatz bei Verlust auf dem Postweg
– der Rechtsweg ist ausgeschlossen
– Versand erfolgt nur innerhalb Deutschlands, Österreich und der Schweiz
– persönliche Daten werden nur für das Gewinnspiel verwendet
und an die Autorin / den Verlag weitergeleitet um euch den Gewinn zusenden zu können
– euer Name wird im Gewinnfall auf allen teilnehmenden Blogs
öffentlich bekannt gegeben
– Jede teilnahmeberechtigte Person darf 1x pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen.
– Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
– Das Gewinnspiel wird von der Autorin Sylvia Rieß organisiert.
– Das Gewinnspiel wird nicht von Facebook unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
– Sollte der Gewinner sich im Gewinnfall nach Bekanntgabe innerhalb von 7 Tagen nicht melden, rückt ein neuer Gewinner nach und man hat keinen Anspruch mehr auf seinen Gewinn.
– Mit der Teilnahme am Gewinnspiel gelten die Teilnahmebedingungen als im vollen Umfang akzeptiert.
– Das Gewinnspiel endet am 26.02.2017 um 23:59 Uhr.


Stationen der Blogtour

Donnerstag, 23. Februar 2017
Märchen über Märchen – Aber woher kommen die jetzt eigentlich?
Buchstaebliches

Freitag, 24. Februar 2017
Leonie und Fynn – Zwei ganz normale Teenager?
bei Bookwormdreamers

Samstag, 25. Februar 2017
Schwarze Mamba – Auf der Suche nach Magie
Elchi’s World of Books

Sonntag, 26. Februar 2017
Depressionen – Ein Symptom unserer Zeit
hier

Montag, 27. Februar 2017
Selbstverletzendes Verhalten – der eigene Körper als Ventil
Leseengels Bücherblog

8 Gedanken zu “Blogtour „Der Axolotlkönig“ von Sylvia Rieß

  1. jenny siebentaler schreibt:

    Ich glaube sie macht es mit sich aus und mag keine Hilfe von Profi haben weil sie vielleicht auch denkt sie nimmt ja eh keiner ernst!
    LG Jenny

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  2. Bettina Hertz schreibt:

    Hallo,
    Danke für deinen Beitrag. GutenFragevund nicht leicht zu beantworten. Ich glaub sie holt sich keine professionelle Hilfe von „zuhause“. Ob sie es alleine schafft oder sich dann doch jemanden anvertraut? Ich denke, sie wird mit jemandem darüber sprechen wollen.
    Liebe Grüße Bettina Hertz

    Gefällt mir

  3. Katja schreibt:

    Hallo und vielen Dank für diesen schönen Blogtour-Beitrag. Ich denke, dass Leonie zunächst versuchen wird, alleine klar zu kommen, sich aber irgendwann Hilfe holt, wenn sie erkennt, wie ernst es ist.

    Viele liebe Grüße
    Katja

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