Blogtour „Joli Rouge“ von Alexandra Fischer

Banner Joli RougeHerzlich Willkommen zu Tag 3 der Blogtour
„Jolie Rouge“ von Alexandra Fischer

Gestern konntet ihr bei Beckys World of Books Jacquotte, Bigford und Pierre im Interview erleben. Heute geht es mit der Geschichte der Piraterie bei mir weiter.

Sprechen wir über Piraterie, meinen wir laut unromantischer Definition: Gewalttaten, Eigentumsdelikte und Freiheitsberaubung auf hoher See oder anderen Gebieten, die keiner stattlichen Gewalt unterliegen.

Piraterie gibt es, seit die Menschen die See befahren. Konzentrieren wir uns also auf die Piraterie in und um Hispaniola.

Am 5. Dezember  1492 entdeckte Christoph Columbus  Hispaniola für Spanien. In den folgenden Jahren wurde Einheimische getötet, vertrieben oder versklavt.
Auf dem nahen, fast menschenleeren, günstig an einer Handelsroute gelegenen Eiland Tortuga siedelten sich Anfang des 17. Jahrhunderts Franzosen und Engländer, Bukaniers genannt, an. Anfangs jagten sie freie Rinder und Schweine, verlagerten ihre Aktivitäten aber nach und nach auf das offene Meer. Die schwerfälligen spanischen Schiffe, beladen mit den Schätzen der neuen Welt, waren oft einfache Beute. Kein Problem also für die Bukaniers Gönner zu finden, die ihnen erlauben in ihren Namen auf Kaperfahrt zu gehen.
Nachwuchs zu finden ist für die Piraten kein Problem, im von Krieg gebeutelten Europa suche immer mehr Menschen ihr Glück in der Ferne, oft schließt sich auch die Besatzung gekaperter Schiffe den Piraten an.

1640 schließen sich verschiedenen Gruppen der Freibeuter zu einer Art Gemeinschaft zusammen, die „Brüder der Küste“. Um zu funktionieren geben sich die Brüder der Küste Gesetze, regeln die Wahl der Kapitäne durch die Mannschaft, das Leben an Bord, die Teilnahme an Beutezügen sowie die Teilung der Beute.
Für jede gemeinsame Aktion legen die Brüder der Küste den Eid erneut ab, für Regelverstöße gibt es strenge Strafen. Oft müssen die Übeltäter über die Planke gehen oder werden alleine auf einer einsamen Insel zurück gelassen.
(Holla, Captain Jack Sparrow! 😉 )
Die Kapitäne der Piraten sind ihrer Mannschaft in erster Linie verantwortlich und führen sie nur in Kampfsituationen. Die Mannschaft kann den Kapitän bei erwiesener Feigheit, Grausamkeit gegen Untergebene oder anderen Vergehen absetzen. Viel wichtiger ist der Steuermann, Vermittler zwischen Kapitän und Mannschaft, er verteilt Lebensmittel, Schlafplätze und ist meist erste Anwärter auf den Kapitänsposten eines gekaperten Schiffes.

Tortuga blüht unter dem Zusammenschluss der Brüder der Küste zum großen Umschlagsplatz und sicheren Hafen für Piraten auf. Aber schon 1655, als die Engländer Jamaika erobern, trennen sich die britischen Piraten von den Brüdern der Küste und schlagen ihren neuen Hauptsitz in Port Royal (Wir erinnern uns: Papi von Elisabeth Swann ist in „Fluch der Karibik“ Gouverneur in Port Royal) auf.
Als 1692 ein Erdbeben Port Royal beinahe vollständig zerstört und sich zeitgleich -aber unabhängig davon- die Monopolstellung der Spanier an den Waren der neuen Welt ändert, zeichnet sich der Untergang der Piraterie in der Karibik ab. Nun haben auch die Engländer, die Waren nach Europa existieren ein gesteigertes Interesse an sicheren Seewegen – zumal sich immer mehr amerikanische Piraten über britische Schiffe hermachen.
Wer die eröffnete Jagd auf die Piraten überlebt, zieht sich auf die Bahamas zurück. Von hier aus fahren bekannte Piraten wie Blackbeard, Mary Read und Anne Bonny zur See.
Der neu eingesetzte Gouverneur und Ex-Pirat Wood Rogers macht Anfang des 18. Jahrhunderts im Namen der englischen Krone gnadenlose Jagd auf die verbliebenen Piraten. Er stellt sie vor die Wahl: Amnestie und „Ruhestand“ oder Tod durch den Galgen.

Morgen könnt ihr bei Selection Books La Espagnola entdecken. Schaut vorbei 🙂


Gewinnspiel Joli Rouge

So geht’s
Ihr könnt jeden Tag ein Los sammeln, indem ihr die individuelle Tagesfrage beantwortet.
Gewinnspielfrage
Stell Dir vor, du könntest wählen: Wärst Du Pirat/in ( ständig auf der Flucht vor den Soldaten der Krone) oder Schiffahrer/in (ständig in Sorge vor einem Angriff durch Piraten) und warum?
Teilnahmebedingungen
Teilnahme ab 18 Jahren oder mit Einverständniserklärung der Eltern.
Versand nur innerhalb von Deutschland, Österreich und der Schweiz. Für den Postversand wird keine Haftung übernommen.
Das Gewinnspiel endet am 10.12.2016 um 23:59 Uhr. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt man sich im Gewinnfall bereit, öffentlich namentlich am Ende der Blogtour genannt zu werden.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Keine Barauszahlung des Gewinnes möglich.
Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung mit Facebook und wird nicht von Facebook organisiert.

Stationen  der Blogtour

05.12. – Joli RougeLines Bücherwelt
06.12. – Die CharaktereBeckys World of Books
07.12. – Geschichte der Piraterie – hier
08.12. –  La Española (Hispaniola)Selection Books
09.12. – Jolly Roger – Tausend Leben
10.12. – Die Autorin Alexandra FischerBookwormdreamers

15 Gedanken zu “Blogtour „Joli Rouge“ von Alexandra Fischer

  1. alexandra746 schreibt:

    Hallo…
    Wärst Du Pirat/in ( ständig auf der Flucht vor den Soldaten der Krone)?
    Ja, denn so haben erstmal alle Schiff-Fahrer vor mir Angst. Auf der Flucht von den Soldaten der Krone kann man ausweichen. Immer abschätuen, wo sie sich gerade aufhalten und einen anderen Kurs nehmen. Denn als Pirat ist man nicht immer kursabhängig.
    Toller Beitrag.
    Lg Alex

    Gefällt mir

  2. Deniz Cacan schreibt:

    Also ich wäre lieber ein Schiffahrer erst mal weil ich ein Gesetzestreuer Mensch bin . Das Leben eines Piraten klingt zwar aufregender war aber auch hart und gefährlich .Wenn man (Pirat ) dann von Angehörige des Staates gefasst wurde dann wurde man nicht selten zum Tode verurteilt .

    Gefällt mir

  3. Jenny Siebentaler schreibt:

    Ich glaube beides würde mir nicht so liegen- doch als Pirat ganz und gar nicht da ich keine anderen Leute weh tun kann und diese auch nicht ständig ihrer Schätze berauben möchte! Also doch lieber bangen nicht überfallen zu werden aber das eben mit Mut und Gegenangriff als Schiffer! 🙂

    Gefällt mir

  4. Meliha schreibt:

    Ihr seid ja alle Piraten !!
    Ich wäre einfach Seefahrer und würde dorthin fahren, wo es keine Piraten gibt 😛
    Nein mal ehrlich. Ich will nicht ständig auf der Flucht sein und sonderlich Lust, jemanden anzugreifen habe ich auch nicht.
    Klar die Gefahr vor Piraten: Aber da könnte ich mein Schiff ausrüsten.
    LG Mel

    Gefällt mir

  5. Kerstin Booknerds schreibt:

    Huhu,

    danke für den tollen Beitrag!!

    Ich wäre selbst gerne ein Pirat a la Elisabeth Swan 🙂 Freiheit genießen und überall herumfahren, das wäre toll. Nur wäre ich vielleicht etwas zu nett dafür 😉

    Liebe grüße,

    Kerstin

    Gefällt mir

  6. Saskia Kämena schreibt:

    Hallo 🙂

    Vielen lieben Dank für diesen tollen Beitrag ❤
    Ich fand ihn richtig toll ❤

    Wenn ich mir es aussuchen könnte würde ich Piraten sein wollen, weil ich im richtigen Leben nicht so mutig und abenteuerlustig bin 😀
    Und dann könnte ich es sein und super viel erleben 😉

    Liebe Grüße, Saskia Kämena

    Gefällt mir

Kommentar verfassen und Senf dazugeben :)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s