Interview mit Alva Furisto

Alva Furisto

Autorin Alva Furisto

 

 

 

 

 


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EIN KURZPORTRAIT – INTUITIVE ANTWORTEN

Lieber…
…eBook oder gebundenes Buch?
Gebunden. Ich liebe Papier.

…Hund oder Katze?
Am besten alle zusammen.

…Tee oder Kaffee?
Kaffee. Tee ist der Notfallplan.

…roter oder grüner Wackelpudding?
Im Notfall grün. Geht auch Schokopudding? 🙂

Das Schreiben begann für mich…
…als ich schreiben gelernt hatte. Endlich konnte ich meine Gedanken festhalten.

Ein Buch muss…
…es muss nicht. Es kann. Ich lese alles an, was ich in die Finger bekomme. Okay – so manches Werk wird erst kritisch beäugt. Wenn es passt, dann lese ich bis zum Ende, das Genre ist egal. Es geht um die Wahl der Worte und um die Story.

Ups – eines muss es doch: Länger als hundert Seiten wären schon toll …

Ein Kindheitstraum von mir war…
… ein Buch von mir in der Hand zu halten . 🙂

Völlig unterschätzt wird...
…die Arbeit eines Autors. Das habe ich auch. Ich dachte immer, so ein Buch schreibt man halt mal. Nun gut, wenn man die Geschichte im Kopf hat, dann muss man Zeit finden, sie aufzuschreiben. Was danach kommt ist jedoch das, was meiner Meinung nach unterschätzt wird. Überarbeitung, sich weiterentwickeln, über das Handwerk Schreiben informieren, wieder überarbeiten. Von der Verlagssuche wollen wir gar nicht reden. Keine Ahnung wie viele Stunden es tatsächlich sind, die in so einem Buch stecken – ich mag sie gar nicht zählen. Ich bemerke es jetzt als Leser: Ich verschlinge ein Buch und suche, ob ich das nächste finde … gerade bei Fortsetzungen und dann warte ich hibbelig – heute mit mehr Verständnis, dass alles seine Zeit braucht.

 Wenn ich Musik höre, dann…
… gibt das schon mal Irritationen, wenn ich im Auto alles auf dem Stick habe und der neuste Pop unterbrochen wird von Filmmusik, orientalischem Gesang, dazu ACDC … alles, was ich beim Schreiben als Unterstützung brauche. So mancher Beifahrer verdreht die Augen.

Ich habe eine seltsame Angewohnheit, nämlich…
…mich an Alltagsthemen festbeißen, sie hinterfragen und ihnen auf den Grund gehen. Nach meiner Recherche zu Kartoffeln gab es ein Jahr keine mehr auf unseren Tellern und ich konnte die Kilogramm von alten und neuen Sorten sagen, die man roh verzehren muss, um Vergiftungserscheinungen zu bekommen 🙂 . Sonderbare Recherchen sind einfach herrlich.

DAS INTERVIEW

Bücherleser

Bist Du hauptberuflich Autorin oder ist das bisher deine Zweitbeschäftigung?

„Autorin

Die Schreiberei ist mein Hobby. Allerdings genieße ich diesen Umstand. Einerseits stehe ich so nicht unter Druck, andererseits habe ich einen tollen Job, der mich viel sehen und hören lässt. Das ist für mich unglaublich inspirierend. Zurzeit kann ich mir tatsächlich nicht vorstellen, meinen Job freiwillig an den Nagel zu hängen und mich nur an meine Texte zu setzen.

Bücherleser

Welches Buch liest Du gerade bzw. hast Du zuletzt beendet?

„Autorin

Karin Slaughter: Bittere Wunden, habe ich gerade gelesen. Als nächstes will ich unbedingt den dritten Teil von Roseend von Christa Kuczinski lesen, den ich wegen der Arbeiten an meinem Buch unterbrochen habe.

Bücherleser

Wenn Du nicht gerade schreibst, wie verbringst Du Deine Zeit?

„Autorin

Langeweile gibt es nicht. Ich liebe alte Autos und habe zwei davon, die nun ihr Gnadenbrot bekommen und von meinem Mann und mir gestreichelt werden. Dazu ein großer Garten, Hund, Ponys und immer etwas zu tun, da ich gerne selbst herum werkele, egal was es ist.

Bücherleser

Dein/e Lieblingsautor ist…?

„Autorin

Ich habe tatsächlich keinen Lieblingsautor. Ich lese gerne die Georgia Serie von Karin Slaughter, aber die andere Serie von ihr sagt mir nicht zu. Es hat für mich immer mit mehreren Punkten zu tun. Die Story, die Figuren, die Sprache … Ich lese an und wenn es passt, dann bin ich dabei, andernfalls kommt das Buch weg. Wobei ich dann nicht enttäuscht bin. Gerade als Autor weiß man: Man kann es nicht jedem recht machen. 🙂

Bücherleser

Wenn Du eine Schreibblockade hast, gibt es dann etwas bestimmtes, das die Blockade löst?

„Autorin

Schreibblockade? Dann heißt es: Stift und PC weg und raus. Etwas Verrücktes tun. Die Welt aus einer anderen Perspektive betrachten. Und wenn das nicht hilft: Rotwein – Nikotin – Schlafentzug … Und wilde Musik … Ach ja und Schokolade. Schreibblockadenschreibschokoladeblockschokolade. Die muss es sein. 🙂

Bücherleser

Hand aufs Herz, liegen bei Dir ungelesene Bücher rum?

„Autorin

Die von mir ungelesenen Bücher sind die meines Mannes, und ich nehme mir hin und wieder eines davon. Unser Geschmack ist unterschiedlich – aber das macht es interessant in den Büchern des anderen zu stöbern. Aber er hat seine Bücher alle gelesen, es sind glückliche – gelesene Bücher. Und oh ja, ich habe auch eigene ungelesene Bücher, die ich unbedingt noch lesen will.

Bücherleser

Neben Deinen Büchern, welches Buch sollte Deiner Meinung nach jeder einmal gelesen
haben? 😉

„Autorin

Geschmäcker sind verschieden. Jeder sollte lesen was er mag. Ich freue mich, wenn Leute lesen. Ich selbst habe kein absolutes Lieblingsbuch.
Das war jetzt zu zaghaft – oder? 😉 Okay, was mich wirklich beeindruckt hat, weil ich es noch drei Mal lesen muss, um alles auch nur im Ansatz zu begreifen: Das Universum ist eine Scheißgegend von Heinz Pberhummer

Das Universum ist eine Scheissgegend – sollte man lesen. Und dann sollte man es wieder lesen und dann … sollte man es wieder lesen. Wenn man dann alles begriffen hat – kann man beginnen einen Science Fiction Roman zu schreiben – oder man liest es noch mal. Allerdings haben die Science Busters auch noch andere Bücher geschrieben. Vielleicht sollte man die auch lesen, aber mein Hirn verdaut das erste noch roh … 😉
Und keine Angst, es ist nicht eintönig. Ihr wisst danach sogar etwas über das Paarungsverhalten des Hummers. 😉

Bücherleser

Gibt es ein besonders schönes/lustiges/skurriles Erlebnis, das Du als Autorin hattest?

„Autorin

Abgesehen davon, dass jemand behauptet hat, eine Uhrzeit könne einen nicht verfolgen, ich aber genau dieses Phänomen bei der Entstehung von 6:42 Uhr hatte … ? (das war das Skurrile – 🙂 ) gab es noch das Gesicht eines Fremden, der mich erwischt hat, wie ich in meinem Wintergarten Geld verbrenne und Fotos davon mache – unbezahlbar und lustig … (Keine Angst, das war Spielgeld 🙂 )

Spielgeld brennt

Oder aber nach einem langen Spaziergang zurückzukommen und zu hadern, ob man sich an ein Thema wagen soll und dann das zu sehen:

Bach

Da war die Entscheidung gefallen für 6:42 Uhr. Ich bin kein Esoteriker. Aber das war mir unheimlich, zumal es sich dabei um zwei Stahlträger handelte und ich mich frage, wie sie da hin kamen.

Bücherleser

Welche bereits existierende Romanfigur hättest Du gerne aus Deiner Feder erschaffen? Und
warum?

„Autorin

Mir fällt keine ein. Ich mag Figuren mit Eigenarten und mit skurrilem Humor, aber wenn sie schon da sind, dann genieße ich sie einfach.

Bücherleser

Vielen Dank für den Einblick. 🙂 Natürlich wollen wir auch noch etwas mehr über Deine Bücher wissen.

Bücherleser

Wie lange hat es von der Idee für „Der PSI-Effekt – 6:42h“, bis zur Veröffentlichung gedauert?

„Autorin

Die Idee kam im Frühjahr 2013. Ich machte ein paar Notizen. Schnell war das erste Kapitel geschrieben und ich voll im Schreibfieber. Ende des Jahres 2013 stand die Rohfassung mit rund 1.400 Normseiten. Ich begann das Manuskript zu überarbeiten und begab mich auf Verlagssuche. Der Umfang des Manuskriptes machte das nicht einfach. Die Zusage eines Verlages sagte ich schweren Herzens ab und hatte lange Zweifel ob es die richtige Entscheidung war, bis ich letztes Jahr mit Bookshouse in Kontakt trat. Dann konnte es losgehen. Wie man sieht: Es dauert seine Zeit. Aber meine Geduld wird belohnt. 🙂

Bücherleser

Welcher Deiner Charakter war die größte Herausforderung für Dich und warum?

„Autorin

In 6:42 Uhr machte mir der Erzbischof Sorgen. Ich hatte großen Respekt vor dieser imaginären Person und wusste, John Meyer glaubhaft darzustellen würde kein Spaziergang werden. Die Lösung lag darin, sich viel anzulesen, damit ich die richtigen Worte für ihn finden und mich sicher fühlen konnte.

Bücherleser

Und jetzt geht es noch kurz in Richtung Zukunft. Wie geht es nach der „Der PSI-Effekt – 6:42h“ für Dich weiter? Kannst Du schon etwas über ein neues Projekt verraten?

„Autorin

Zur Freude aller, die Teil 1 von 6:42 Uhr mögen werden – ich sitze an der Überarbeitung von Teil 2: Der Overview – Effekt – 6:42 Uhr, der im November im Bookshouse Verlag erscheint. Ich gestehe, es würde mich reizen ein 6:43 Uhr anzuhängen. Es gibt Notizen, aber der Entschluss steht noch nicht fest.
Wer 6:42 Uhr liest, der lernt Annas Buch kennen: Der Orden der Fylgia. Sollte jemand neugierig werden auf dieses Buch, dem kann ich verraten: Dieses Buch gibt es. Genau genommen war es sogar der Stein des Anstoßes, 6:42 Uhr zu schreiben. Der Orden der Fylgia besteht derzeit aus 3 Bänden und einem angefangenen Teil 4, eben wie es bei Anna in 6:42 Uhr auch ist. Sobald ich Luft habe, kommt alles auf den Tisch und wird auf Hochglanz poliert.
Natürlich gibt es andere Projekte, über die ich aber nichts verraten will, solange ich nicht weiß, wann ich tatsächlich dazu komme, sie auch zu veröffentlichen.
Ich bin abenteuerlustig, und es ist eine Herausforderung verschiedene Genre auszuprobieren. Von Dystopie, Thriller, Psychothriller oder aber auch Lovestory mit politischen Verwicklungen ist alles in Arbeit.
🙂

Bücherleser

Gibt es noch irgendwas, das Du Deinen Lesern noch mitteilen möchtest?

„Autorin

Ich wünsche euch allen das Vergnügen beim Lesen, das ich beim Schreiben hatte. Und ich hoffe, wir freuen uns dann gemeinsam auf Teil 2.

Bücherleser

Vielen, vielen Dank an dieser Stelle für das tolle Interview mit Dir!

 

Buchvorstellung

Heute erscheint „Der Psi-Effekt – 6:42 Uhr“ von Alva Fursito und darum geht’s:

Alva Fursito Der Psi Effekt 6-42Anna kann es kaum glauben. Das renommierte Verlagshaus Dream around the World Publishing interessiert sich für ihr erstes Buch und lädt sie zu Vertragsverhandlungen nach Washington ein. In gespannter Erwartung geht sie auf das Angebot ein und trifft auf den dubiosen Buchagenten Robert, der ihr Unterstützung verspricht.
Dann kommt alles anders: Vor dem Termin verhindert sie ein Attentat auf einen Erzbischof und verhilft diesem zur Flucht vor der geheimnisvollen Terrororganisation Icarus. Plötzlich verstrickt sie sich immer weiter in eine Geschichte aus Verschwörung und Korruption. Im Spannungsfeld zwischen ihren Gefühlen für Robert und der Realität muss sie sich die Frage stellen, wem sie überhaupt noch trauen kann. Welche Wahl hat sie; steht sie doch selbst bereits im Visier von Icarus?

bookshouse Verlag, Juni 2016
ISBN: 9-9635-3369-8
434 Seiten
Preis: 15,99€ TB |   3,99€ eBook

bestellen bei Amazon

 

Buchtrailer: 

2 Gedanken zu “Interview mit Alva Furisto

  1. Michelle schreibt:

    Guten Morgen 🙂

    Vielen lieben dank für das tolle Interview. Finde es immer total toll neue Autoren und ihre Bücher kennen zulernen die ich noch nicht kenne 🙂 Das Buch hört sich echt interessant.

    Wünsche noch einen schönen Tag und liebe Grüße Michelle

    Gefällt mir

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