Rezension: »Götter« von Will Hofmann

will hofmann Götter

»Götter«
von Will Hofmann

fabulus Verlag, Februar 2016
3-9447-8819-2
400 Seiten
Preis:  19,95€ TB/ 15,99€ eBook

 

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Inhalt

Deutschland. Ungefähr unsere Zeit. Geheime Reservate und moderne (Sex-)Sklaverei.

Clemens Röder will eigentlich nur Sauerkraut kaufen, als er ein merkwürdig gekleidetes Paar mit noch merkwürdigerem Akzent im Supermarkt beobachtet, die sich umschauen, als sähen sie das alles zum ersten Mal. Clemens ahnt dabei nicht, welche unfassbare Geschichte sich wirklich hinter den beiden verbirgt.
Agnes und Günter wuchsen in geheimen Reservaten mitten in Deutschland auf, nach Geschlechtern getrennt. Unter der strikten und misstrauischen Herrschaft von sogenannten Göttern werden die Menschen in den Reservaten körperlich, seelisch und sexuell versklavt und ausgebeutet.
Agnes und Günter sind beide geflohen und haben sich in der Freiheit zufällig getroffen. Zusammen meistern sie das Leben in unserer Zivilisation. Aber sie wollen mehr. Sie wollen den Untergang der sogenannten Götter….

Fazit

Will Hofmann hat mit „Götter“ eine geheime Gesellschaft der Sklaverei und Ausbeutung neben unserer Gesellschaft geschaffen, mitten in Deutschland. Ein erschreckender Gedanke, aber ist er wirklich abwegig?
Mit seiner Idee regt Autor Will Hofmann zum Nachdenken an und das Konzept ist fraglos interessant, für mich so interessant, dass es dafür einen Pluspunkt in der Wertung gibt.
Dennoch konnte mich „Götter“ nicht ganz überzeugen. Neben der starken Idee, schwächelt die Ausführung leider. Der Schreibstil von Will Hofmann ist zwar flüssig, aber die abrupten Wechsel der Erzählperspektiven und Szenen -auch innerhalb eines Kapitels- haben meinen Lesefluss stark unterbrochen und mich nicht selten orientierungslos in der Geschichte zurück gelassen.  Natürlich wird der Perspektivwechsel eigentlich genutzt, um Spannung aufzubauen und später überraschende Wendungen zu haben. Zu viel des Guten kann aber auch schnell die Spannung nehmen und den Leser langweilen.

Gut gelungen sind Will Hofmann seine Charaktere, allen voran Agnes und Günter. Neben ihrer überzeugenden Ausarbeitung hat der Autor hier an viele Details gedacht und lässt die Bewohner der Reservate sogar in einem eigenen Dialekt sprechen.

„Götter“ von Will Hofmann ist ein Roman mit einer spannenden Idee, der in seiner Ausführung noch Potential bietet.
Wer aber gerne durch die Augen der Charaktere neue Situationen entdeckt, sich mit einer geheimen Gesellschaft neben unserer Gesellschaft beschäftigen möchte  und häufige Perspektivenwechsel mag, wird wohl Gefallen an dem Roman „Götter“ finden.

Bewertung

3 von 5

 

 

 

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Ein Gedanke zu “Rezension: »Götter« von Will Hofmann

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