Rezension: »Solid Yol – Das Geheimnis der Hönigtröpfer« von Nick Finkler

Solid Yol Nick Finkler

»Solid Yol – Das Geheimnis der Honigtröpfer«
von Nick Finkler

neobooks Self-Publishing, Januar 2016
B01B41KNS2
503 Seiten
Preis:  5,99€ eBook

 

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Inhalt

Als der alte Seebär Caspar an diesem Tag aufwacht, hätte er nie geahnt, welchen drastischen Änderungen sein Leben in naher Zukunft unterworfen ist. Plötzlich versuchen nicht nur Dämonen ihn umzubringen, er wird auch vom Prinzen der Edeltrolle beschützt und wird aus seiner Heimatwelt entführt. Auf seiner Reise mit dem Edeltroll entdeckt Caspar viele Parallelwelten und fremde Wesen, manche davon mehr und andere davon weniger menschenähnlich. Auch die junge Felina macht sich auf, um ihr Schicksal zu finden. Und so unterschiedlich Caspar und Felina auch scheinen mögen, ihre Schicksale sind untrennbar miteinander verknüpft.

Fazit

„Solid Yol – Das Geheimnis der Honigtröpfer“ ist das Debüt von Autor Nick Finkler. Und was für eines. Ich habe selten ein Buch gelesen, das seinem Leser so viele Möglichkeiten anbietet. Nick Finkler hat so viele Welten, Wesen und komplexe Handlungsstränge in seinem Debüt skizziert, dass es für mindestens zwei weitere Bücher gereicht hätte und damit ein Glossar unabdingbar macht. Zum Glück bietet der Autor seinen Lesern das an. So viel Detailverliebtheit und Ideenreichtum bekommt von mir einen Pluspunkt in der Bewertung. Aber hier versteckt sich auch erste Kritik, denn mit dieser Diversifikation fordert Nick Finkler von seinen Lesern permanent die volle Aufmerksamkeit. Für mich hieß das, dass ich nicht mal eben zwischendurch weiterlesen konnte, sondern mir bewusst Zeit zum Lesen nehmen musste, um der Handlung von „Solid Yol“ gerecht zu werden und folgen zu können. Das Schöne daran war aber auch, dass ich mir mal wieder für ein Buch bewusst Zeit zum Lesen nehmen musste und dabei mit so viel Kreativität belohnt wurde. Das mag jetzt schizophren klingen, ist es aber nicht. Wer, wie ich, viel der eher seichten (im Sinne von eher weniger komplexen) Unterhaltungsliteratur liest und das auch mal eben gerne zwischen Tür und Angel macht (wie ich), kann vergessen, wie schön es ist, sich mal wieder bewusst Zeit für ein Buch nehmen zu können. Also vielen Dank an dieser Stelle an den Autor für diese Erinnerung.  🙂

Nick Finkler schmeißt seine Leser zu Beginn von „Solid Yol – Das Geheimnis der Honigtröpfer“ direkt in eine spannende Szene. Ohne große Informationen erlebt der Leser auf dem Kenntnisstand von Protagonist Caspar die ersten Seiten des Buches. Leider konnte der Autor die Spannungskurve nach der ersten Szene nicht permanent auf einem Level halten, viele Details können ein Buch nicht nur lebendiger machen, sondern auch die Spannung dämpfen. Dennoch mochte ich auch diese Abschnitte. Als Leserin hatte ich so die Möglichkeit, die verschiedenen Welten zu entdecken. Ich lese gerne Debütromane, denn im Verlauf von Erstlingswerken erkennt der Leser im Idealfall die Weiterentwicklung des Autors. So auch hier, wirkten Felina und Caspar anfangs noch etwas blass auf mich, hat Nick Finkler seinen Geschöpfen im Verlauf der Geschichte immer mehr Tiefe gegeben und sie spannender werden lassen. Trotzdem konnte ich bis zum Ende keine tiefere Bindung zu den beiden aufbauen. Eine ähnliche Entwicklung gilt für den Schreibstil. Anfangs wirken die ersten Dialoge ein wenig gestelzt. Das verliert sich mit zunehmender Anzahl der Seiten, zum einen, weil der Autor seinen Stil weiterentwickelt hat und zum anderen natürlich, weil ich den Schreibstil auch erst kennenlernen musste. Szenen und Beschreibungen sind von Anfang an flüssig zu lesen und mit einer bildhaften Detailverliebtheit geschrieben.

Kurz: „Solid Yol – Das Geheimnis der Honigtröpfer“ von Nick Finkler ist ein gelungenes Debüt. Die Mischung aus Science Fiction und Fantasy ist eine Empfehlung für Leser, die komplexe Handlungen mögen und keine Scheu vor vielen Namen und Wesen haben. Wer anspruchsvolle Bücher mag, die in fremde Welten einladen, ist hier genau richtig.

 

Bewertung

4 von 5

 

 

 

(Anmerkung: Hinter dem verwendeten Buchcovern stecken Affiliate-Links des Amazon Partnerprogramms. Nach §6 TMG ist kommerzieller Inhalt zu kennzeichnen.)

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