#Autorensonntag mit Nick Finkler

Nick Finkler

 

 

 

Radio, Hörspiel, Musical, Buchhandlung, Musik, Autor – Nick Finkler hat schon viele Berufsfelder kennengelernt. Im Januar 2016 erschien mit „Solid Yol“ erstmals ein Roman von ihm.

 

EIN KURZPORTRAIT – INTUITIVE ANTWORTEN

Lieber…
… eBook oder gebundenes Buch?
Als Sammler und für meine bücherliebende Nase auf jeden Fall gebundene Bücher; zur Handlichkeit oder unterwegs bei schlechtem Wetter aber lieber eBooks.

… Hund oder Katze?
Katze, obwohl ich auch nichts gegen Hunde habe.

… Tee oder Kaffee?
In meiner Studentenzeit hatte ich wohl mehr Kaffee als Blut in meinen Venen, mittlerweile bin ich wieder Teetrinker geworden.

… roter oder grüner Wackelpudding?
Grün – spricht mich geschmacklich irgendwie deutlich mehr an.

 Das Schreiben begann für mich …
schon ziemlich früh.

Ein Buch muss …
mich entführen und fesseln können – ein Thriller ebenso wie ein humoristisches Buch.

Ein Kindheitstraum von mir war …
mit meinem Bruder eine Fortsetzungsreihe für „Die Unendliche Geschichte“ zu schreiben.

Völlig unterschätzt wird …
die Arbeit, die auf einen wartet, wenn das grobe Manuskript fertig ist.

Wenn ich Musik höre, dann …
ist alles im Fluss (sofern es Musik ist, die mein Herz öffnet).

Ich habe eine seltsame Angewohnheit, nämlich …
… auf meiner Zunge zu kauen, wenn ich sehr konzentriert nachdenke.

DAS INTERVIEW

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Eine meiner drängendsten Fragen zuerst: Was hat Dich für mehrere Monate auf ein Frachtschiff verschlagen?

„Nick

Das ist eine lange Geschichte. In Kurzform gesagt, hatte der Kapitän des Schiffes Hoffnung, sich in die Familie einzuheiraten, weshalb ein Umzug aufs Schiff stattfand. Ich habe dort nicht nur gelebt, sondern auch gearbeitet und dafür mein Taschengeld erhalten. Allerdings war nach einem halben Jahr schon wieder alles vorbei; dennoch war es eine der intensivsten Phasen meines bisherigen Lebens – immer auf dem Rhein unterwegs ist vielleicht nichts für lange, aber man sollte es zumindest mal erlebt haben.

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Du hast Dich beruflich vielseitig entwickelt und viele verschiedene Berufsfelder ausprobiert.
Wo hast Du Dich am wohlsten gefühlt?

„Nick

Ganz ehrlich? Auf der Musicalbühne. Theater spielen, singen, Choreographien einstudieren und vorführen – zum einen ist es ein sehr gutes Workout, zum anderen macht es unglaublich Spaß. Theater spielen hat mir auch sehr gefallen, aber Gesang und Tanz dazu macht es einfach noch ein Stück greifbarer.

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Bist Du momentan hauptberuflich Autor oder ist das Deine Zweitbeschäftigung?

„Nick

Das, was man gerne tut, hauptberuflich zu machen, ist stets ein großer Wunsch, auch von mir. Bislang ist es lediglich meine Zweitbeschäftigung.

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Wie bist Du zum Schreiben gekommen?

„Nick

In der Grundschule erhielt ich bereits etwas Aufmerksamkeit für meine Aufsätze, aber den richtigen Startschuss gab es für mich vermutlich erst Mitte der Neunziger, nachdem ich bei einem Vorlesewettbewerb Stadtsieger geworden war. Allerdings belief es sich zunächst nur auf Kurzgeschichten und Gedichte.

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Wenn Du nicht gerade schreibst, wie verbringst Du Deine Zeit?

„Nick

Alltag, Lesen, Video- und Computerspiele, Gesangsübungen oder Spaziergänge in der Natur – irgendetwas findet sich bei mir immer.

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Welches Buch liest Du gerade bzw. hast Du zuletzt beendet?

„Nick

Mein letztes Buch: „Amokspiel“ von Sebastian Fitzek. Aktuell lese ich noch: „Todesursache: Flitterwochen“ von Jaden Skye, und danach stehen zwei Leserunden an – einmal „Seelengruft“ (Eva Lirot) und einmal „Solid Yol“. 😉

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Hand aufs Herz, liegen bei Dir ungelesene Bücher rum?

„Nick

Na klar, jede Menge! Ich will noch so viel lesen und dabei kommen immer wieder noch mehr interessante Bücher heraus, dass ich zwischenzeitlich bezweifle, vor meinem Tod auch nur einen Bruchteil meines ständig wachsenden Ungelesen-Stapels abarbeiten zu können.

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Dein/e Lieblingsautor/in ist…?

„Nick

Da gibt es mehr als eine/n. Fitzek, Tolkien, McDermid, Stuhr, Dickens, Hohlbein … ich lege mich eigentlich nicht auf ein bestimmtes Genre oder einen bestimmten Autor fest, da ich immer das lese, was mich gerade interessiert. Aber ganz oberflächlich gesagt, haben es mir Fantasy und Thriller schon ziemlich angetan.

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Wenn Du eine Schreibblockade hast, gibt es dann etwas bestimmtes, das die Blockade löst?

„Nick

Abwarten. Ich habe zwar ein paar Übungen gegen Schreibblockaden erlernt, doch fließen meine Ideen immer dann am besten, wenn ich sie nicht aus mir heraus zwinge. Aber wenn eine Deadline ansteht und mir die Zeit davon fliegt, helfen mir Filme oder Videospiele. Da öffnet sich meine kreative Ader eher, als wenn ich zwanghaft versuche, zu schreiben.

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Neben Deinem Buch, welches Buch sollte Deiner Meinung nach jeder einmal gelesen haben? 😉

„Nick

Ich würde nicht einmal sagen, dass jeder mein Buch gelesen haben sollte – gerade solchen Lesern kann es aber gefallen, die vielleicht vom gängigen Fantasyfluss übersättigt sind, sich etwas Neues im Genre wünschen und dann hoffentlich bei mir fündig werden. Generell halte ich „Der Herr der Ringe“, „Die Unendliche Geschichte“, „Das Parfüm“ und „Die Physiker“ für wichtig, sie jeweils einmal gelesen zu haben.

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Gibt es ein besonders schönes/lustiges/skurriles Erlebnis, das Du als Autor hattest?

„Nick

Als ich vor ein paar Jahren mitten in der Produktion meines eigenen Hörspiels war, hatte das Fachmagazin hörBücher mein Projekt als TopTipp vorgestellt. Da war ich sehr stolz. Leider liegt das Projekt mittlerweile auf Eis, weil damals ein paar Sprecher aus Zeitgründen absprangen und mir auch das nötige Equipment fehlte. Vielleicht belebe ich das Ganze eines Tages wieder; es hatte großen Spaß gemacht, an der Geschichte zu arbeiten.
Und als ich Dezember 2008 zum ersten Mal vor Publikum Passagen aus „Solid Yol“ vorlas, unmittelbar Feedback von den Leuten bekam und die Lesung auch noch im Lokalradio gesendet wurde – das war ganz groß.

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Welche bereits existierende Romanfigur hättest Du gerne aus Deiner Feder erschaffen? Und warum?

„Nick

Ich bleibe meinen eigenen Figuren treu; außerdem erlaubt es mir die Welt von „Solid Yol“ gewissermaßen, in andere Welten zu tauchen. Mich interessierte es schon immer unheimlich, in die Welten der Bücher einzusteigen, wenn nicht gerade die darin stehende Story geschieht. Was treiben Peter Pan und die Verlorenen Jungen, solange Wendy und ihre Brüder noch nicht im Nimmerland sind? Trinkt Graf Dracula in seiner Freizeit lieber Tee oder Wein? Wie läuft der Alltag eines Zentaurs ab; streitet er sich mit seiner Frau, wer den Abwasch macht? All diese Fragen führen letztlich zu Überlegungen, zu Ideen, und geben mir somit Inspirationen für die Erlebnisse in „Solid Yol“. Es sind einerseits zum Teil vertraut wirkende Orte, aber trotzdem anders als das, was man aus anderen Geschichten kennt. Wenn da ein Waldjunge durch die Luft fliegt und mit einem Dolch gegen Piraten kämpft, könnte er tatsächlich eine gedankliche Weiterentwicklung von Peter Pan sein – oder auch nicht.

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Vielen Dank für den Einblick. 🙂 Natürlich wollen wir auch noch etwas mehr über Deine Bücher wissen.

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Wie lange hat es von der Idee für „Solid Yol – Das Geheimnis der Honigtröpfer“ bis zur Veröffentlichung gedauert?

„Nick

Knapp 15 Jahre! Im Sommer 2001 wachte ich aus einem Traum auf und mir war nur noch ein Name in Erinnerung geblieben: Solid Yol. Die Entstehung der Geschichte ging langsam und schleppend voran, da Alltag, Blockaden und persönliche Schicksalsschläge sich einmischten. Gleichzeitig fanden dadurch viele Inspirationen und Personen ihren Weg in das Buch. Eine erste Veröffentlichung war eigentlich für 2009 geplant, aber auch da kam etwas dazwischen. Ich denke jedoch, die zusätzlichen 7 Jahre haben der Geschichte gut getan.

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Welcher Deiner Charakter war die größte Herausforderung für Dich und warum?

„Nick

Tatsächlich Caspar selbst, meine wichtigste Hauptfigur. Ein alter Kapitän musste es sein, das war mir auch ohne Konzept klar gewesen. Mit ihm fing alles an. Dennoch musste ich ein wenig recherchieren, um mich in die Psyche eines alten Seebären hineinzudenken, der noch nicht alt sein will. Zum Glück konnte ich eigene Erfahrungen aus meiner Zeit auf dem Schiff verwenden, um seinen Charakter zu formen, weil ich selbst einigen Kapitänen begegnet bin, aber schwierig war es dennoch.

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Und jetzt geht es noch kurz in Richtung Zukunft. Hast Du schon ein neues Buchprojekt, das Deine Leser in nächster Zeit erwartet?

„Nick

Nicht nur eines. Direkt die wichtigste Information vorweg: Wer bereits am Ende von „Solid Yol“ angekommen ist und mehr will, den kann ich beruhigen – es gibt noch viel über Caspar, Eldrit und Felina zu erzählen. Außerdem arbeite ich parallel an einem erschreckend wahren Briefroman und vielleicht an noch mehr.

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Gibt es noch irgendwas, das Du Deinen Lesern noch mitteilen möchtest?

„Nick

Verliert niemals eure Neugier und die Lust, mehr zu entdecken. Und wenn ihr mal stolpert, dann ist das nicht das Ende der Welt, sondern nur eine Hürde auf dem Weg nach vorne. Mein Leben ist alles andere als geradlinig verlaufen, doch bis zum jetzigen Zeitpunkt habe ich so viele Eindrücke und Erfahrungen sammeln können, dass ich mich reich fühle.

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Vielen, vielen Dank an dieser Stelle für das tolle Interview mit Dir!
Und für Dich liebe/r Leser/in gibt mehr rund um und von Nick Finkler auf nickfinkler.wordpress.com.

AUS DER FEDER VON Nick Finkler

Stand: 27.02.2016

(Anmerkung: Hinter dem verwendeten Buchcovern stecken Affiliate-Links des Amazon Partnerprogramms. Nach §6 TMG ist kommerzieller Inhalt zu kennzeichnen.)

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