Blogtour „Die Tränen der verkauften Mädchen“ von Monika Wurm

Blogtour Die Tränen der verkauften Mädchen Monika Wurm

Herzlich Willkommen zu Tag 3 der Blogotur zu „Die Tränen der Verkauften Mädchen“ von Monika Wurm

Heute geht es um ein Thema, das zu Malayas Schicksal geworden ist: Kinderhandel.
Zwar war mir immer bewusst, dass es den Menschen- und Kinderhandel gibt, aber erst durch das Buch von Monika Wurm und die Recherchen für den Beitrag, wurde mir das ganze Ausmaß bewusst. Und ganz ehrlich, mir wurde wirklich schlecht.

Das UN-Office for Drug Control and Crime Prevention (ODCCP) definiert Menschenhandel als „die Anwerbung, Beförderung, Verbringung, Beherbergung oder der Empfang von Personen durch die Androhung oder Anwendung von Gewalt oder anderen Formen der Nötigung, durch Entführung, Betrug, Täuschung, Missbrauch von Macht oder Ausnutzung besonderer Hilflosigkeit oder durch Gewährung oder Entgegennahme von Zahlungen oder Vorteilen zur Erlangung des Einverständnisses einer Person, die Gewalt über eine andere Person hat, zum Zweck der Ausbeutung“
Dazu zählt beim Kinderhandel
• die Ausbeutung durch Arbeit (inklusive Sklavenarbeit und Schuldknechtschaft)
• die sexuelle Ausbeutung
• die Ausbeutung in illegalen Tätigkeiten, wie Betteln und Drogenhandel
• der Adoptionskinderhandel
• die kommerzielle Heiratsvermittlung

Das Kinderhilfswerk terre de hommes gibt in seiner Veröffentlichung „Basiswissen Kinderhandel“ von 2013 an, dass jährlich Schätzungsweise  1,2 Millionen Kinder weltweit über Landesgrenzen hinweg gehandelt. Damit machen Kinder ca. 1/3 der jährlich gehandelten Menschen aus.
Geschätzt wird, dass weltweit 12,3 Millionen Menschen Opfer des Menschenhandelns sind und in Zwangsarbeit, Leibeigenschaft und Zwangsprostiution leben (Stand 2010).
Nach dem „Global Report on Trafficking in Persons 2014“  sind 49% der Opfer des Menschenhandels Frauen älter als  18 Jahre, 18% Männer über 18 Jahre, 12% Jungen unter 18 Jahren und 21% Mädchen unter 18 Jahre. Die Zahl der Mädchen unter 18 ist in den letzten Jahren stark gestiegen.
Nach Schätzungen des FBI werden mit Menschenhandel jährlich ca. 10 Milliarden Dollar erwirtschaftet.

Aber was sind, neben menschlicher Grausamkeit, die Ursachen für den florierenden Kinderhandel?

Armut und Lebensumstände
Der Kinderreichtum armer Familien, fehlende soziale Absicherungen, fehlende Perspektive für die Zukunft und nicht zuletzt das Geld der Schlepper gibt den Eltern oder auch den Jugendlichen, die von sich aus die Familien verlassen, die Hoffnung, dass es dem Rest der             Familie besser gehen wird. Oder die Kinder eine schöne Zukunft mit Ausbildung erwartet.

– Modernisierung und Globalisierung
Modernisierung und Globalisierung, vor allem der Wunsch von Konsumenten nach günstigen       Produkten und der damit einhergehende Bedarf an günstigen Arbeitskräften begünstigen den     Menschenhandel. Neben den weiteren Nach- aber auch Vorteilen der Globalisierung natürlich.

– Kultur
In vielen Kulturen, übrigens im Mittelalter auch in den westlichen Breitengraden                               weitverbreitet, ist es selbstverständlich, dass Kinder (auch außerhalb der Familie) arbeiten     und ihre Familie mit Geld unterstützen.
Hinzu kommt, dass gerade Mädchen und Frauen in einigen Kulturen „weniger wert“ sind, ja           regelrecht eine Belastung sind. Damit sind sie besonders von Ausbeutung und                                     Menschenhandel betroffen.

– Fehlende Aufklärung
Vielen Familien, vor allem in ländlichen Gebieten fehlt die Bildung und auch die Vorstellung         von der großen, weiten Welt. Sie glauben den Anwerbern ihrer Kinder, die den Kindern eine           Ausbildung und schöne Zukunft versprechen.

– Korruption und Kollaboration
Gerade in den ärmeren Ländern können Menschenhändlerringe ungestraft operieren. Korrupte   oder gleichgültige Regierungen bzw. Regierungsangestellte verschließen ihre Augen vor dem       Elend der „Ware Mensch“  und verhindern eine wirksame Strafverfolgung.

Bei Malaya in „Tränen der verkauften Mädchen“ spielen vor allem Armut und auch die Lebensumstände, gerade der Alkoholismus ihres Vaters eine Rolle für ihren Verkauf.

Was kann die Menschheit oder auch DU, ja Du, gegen den Menschenhandel tun?
Egal was man denkt, auch den beiden oben verlinkten Berichten geht hervor, dass auch Europa und Deutschland Absatzmärkte für Kinder- bzw. Menschenhändler sind.

– Sensibilisierung und Aufklärung 
Informiert euch und euer Umfeld über die traurige Lage gehandelter Menschen und bringt das     Thema immer wieder in die Öffentlichkeit. Unsere Medien neigen ja dazu, sich zwar auf                   Skandale zu stürzen, aber wichtige Dauerthemen nicht die nötige Aufmerksamkeit zu                       schenken.

– Unterstützt Projekte gegen den Menschenhandel
Organisiationen wie UNICEFterre de hommes und andere Organisationen engagieren sich           gegen den Menschen- und  Kinderhandel, sind aber auf die Spenden von uns angewiesen,             um den Opfern die Hilfe zukommen zu lassen, die sie benötigen und die Prävention                         voranzutreiben.

Ich hoffe ich konnte Dir das Thema Menschen- und Kinderhandel näher bringen und Dir zeigen, wie wichtig es ist, sich damit zu beschäftigen und darauf aufmerksam zu machen.

Viel Spaß beim Rest der Blogtour. 🙂

Preise
1. Preis: 1 Fanpaket (Taschenbuch, Stift, Autogramm & Lesezeichen)
2. Preis: 1 Taschenbuch
3. Preis: Stift, Lesezeichen & Autogramm

Gewinnspielfrage
Waren Dir die Ausmaße vom weltweiten Kinder- und Menschenhandel bewusst?

Was musst Du tun?
Jeden Tag stellen wir Dir eine themenbezogene Frage, die beantwortest Du einfach in den Kommentaren unter dem Beitrag.
Teilnahmeschluss ist der 04.12.2015 um 23:59Uhr.

Natürlich gibt es auch ein paar Regeln:
1. Teilnahme ab 18 Jahren oder mit schriftlicher Einverständniserklärung der Eltern
2. Versand der Gewinne erfolgt ausschließlich nach Deutschland, Österreich und die Schweiz.
3. Für den Postweg wird keine Haftung übernommen.
4. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung der Gewinne möglich.
5. Der/Die Gewinner sind im Falle eines Gewinns mit namentlicher Nennung auf den Seiten und Facebookseiten der teilnehmenden Blogs, des Verlags/Autors und der Agentur Spread and Read einverstanden.

Über ein Like meiner Facebookseite (siehe rechts in der Sidebar) würde ich mich sehr freuen, aber das KEINE Bedingung für die Teilnahme am Gewinnspiel. 🙂

WIR DRÜCKEN EUCH ALLEN DIE DAUMEN!!

———————————————————————————————————————————

Die Stationen der Blogtour:

Gewinnerbekanntgabe auf allen Blogs

11 Gedanken zu “Blogtour „Die Tränen der verkauften Mädchen“ von Monika Wurm

  1. Robert Schwarzbauer schreibt:

    Ich beschäftige mich seit längerem mit dem Thema und habe einiges an Büchern gelesen und Filmen gesehen, die sich damit auseinandersetzen. Die von mir sehr geschätzte Schauspielerin Mira Sorvino engagiert sich auch sehr in dem Bereich und postet auch auf ihrer Facebook-Seite immer wieder zu dem Thema.
    Darum ist mir das traurige Ausmaß des Problems schon bewußt gewesen.

    Gefällt mir

  2. Margareta Gebhardt schreibt:

    Hallo ,

    Sehr interessantes Beitrag und bisher war mir nicht bewusst
    das das so schlimm ist aber leider wird noch schlimmer
    werden .

    Liebe Grüße Margareta

    Gefällt mir

  3. MiraxD schreibt:

    Ach du meine Güte!

    Ich wusste zwar dass es auf der ganzen Welt Kinderhandel gibt, was ich schrecklich finde und überhaupt nicht unterstütze, aber dass das so schlimm ist! Ich versuche aber die Kinder nicht zu bemitleiden, schließlich bringt es auch nichts! Sie können uns nicht hören und uns bleibt nichts anderes übrig als ihnen wenigstens ein bisschen zu helfen und zu hoffen, dass sie stark genug sind irgendwann eine eigene Zukunft aufzubauen!

    Gefällt mir

  4. Sternenlicht schreibt:

    Hallo,

    das ist ja schlimm. In diesem Ausmaße war es mir nicht bewusst. Wobei ich durch das Buch von Waris Dirie schon einen kurzen Einblick zu diesem Thema erhalten habe.

    Liebe Grüße.

    Gefällt mir

  5. Janine - Bluebutterfly schreibt:

    Hallo,

    ich wusste dass es Kinderhandel gibt und auch schon zu DDR-Zeiten bei uns gab.

    Ein wenig hatte ich schon davon gehört aber dieses Ausmaß war mir nicht klar und schockiert mich sehr. Es lässt mich auch sprachlos zurück.

    Leider wird es das wohl immer geben, da die Armut in vielen Ländern einfach zu groß ist – leider.

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende

    Janine

    Gefällt mir

  6. Tiffi2000 schreibt:

    Hallo,

    ja leider war mir das Ausmaß schon bekannt, da ich schon ein paar Sachen dazu gelesen habe… ich wünsche mir, dass sich daran in den nächsten Jahren etwas ändert…

    LG

    Gefällt mir

  7. Manu schreibt:

    Das es Menschen- bzw. Kinderhandel gibt war mir schon bewusst, aber die nackten Zahlen vor sich zu haben und das gesamte Ausmaß zu erfahren ist schon ziemlich heftig. Es ist wirklich traurig, dass es in unserer Zeit noch so etwas gibt. Technisch sind wir vielleicht wirklich weit fortgeschritten, aber menschlich sind wir nicht besser als die Neadertaler. Nur unsere Methoden sind anders. Schade, schade.

    Gefällt mir

  8. Annah.helm@online.de schreibt:

    Ja, mir waren die Ausmaße des Kinderhandel bewusst.
    Mit Bedingung 5 bin ich allerdings nur einverstanden, wenn vom Nachname nur der Anfangsbuchstabe genannt wird.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen und Senf dazugeben :)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s