Rezension: »Die Tränen der verkauften Mädchen« von Monika Wurm

die tränen der verkauften mädchen monika wurm»Die Tränen der verkauften Mädchen«
von Monika Wurm

Amdora-Verlag, Oktober 2015
3-9817-3369-X
582 Seiten
Preis: 12,99€ TB/ 6,99€ eBook

 

 

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Inhalt

Die Halbwaise Malaya lebt in den Slums von Manila. Umgeben von Armut trägt sie mit dem verkauf von Funden auf der Mülldeponie zum Lebensunterhalt ihrer Familie bei.
Als sie erst Opfer von Arvin wird und diesen trotz seiner fanatischen Gefühle für sie nicht heiraten will, verkauft ihr eigener Vater die ungeliebte Tochter an einen Menschenhändlerring.
Für Malaya beginnt die gefährliche Reise als Ware nach Dubai.
Nach dem Tod ihres ersten Besitzers scheint das Schicksal Malaya etwas Glück zugedacht zu haben. Aber ist es Malaya bestimmt  je wieder glücklich und  frei sein?

Fazit

„Die Tränen der verkauften Mädchen“ von Monika Wurm ist ein mitreißender Roman über ein Thema, das definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient, weil es immer noch ein großes Problem ist: Menschenhandel.
Ich muss sagen, dass ich anfänglich neugierig, aber auch skeptisch war, ob Monika Wurm das Thema in ihrem Buch mit Malaya als Protagonistin richtig anpackt. Immerhin „weht das Schicksal sie unerwartet in die Arme eines anderen Mannes. Wird es der goldäugigen Malaya gelingen, das Herz ihres neuen Herrn, eines attraktiven, aber heißblütigen Arztes, zu gewinnen?“, heißt es im Klappentext. Das wollte für mich nicht so recht zusammenpassen, als freier Mensch kann ich mir nicht vorstellen, der Besitz von einem anderen Menschen zu sein und mich dann auch in diesen Menschen zu verlieben.
Die Lektüre von „Die Tränen der verkauften Mädchen“ hat mir gezeigt, dass meine Zweifel nicht ganz unbegründet waren, Monika Wurm das Thema aber auch richtig anpackt, immerhin ist das Buch trotz des Themas noch ein Roman und kein Erlebnisbericht. Malaya ist eine fiktive Person und somit ist alles möglich. Die Autorin hat mit ihrem angenehmen Schreibstil das Schicksal vieler Menschen am Beispiel von Malya deutlich gemacht und die Qualen, die Ängste und die Hoffnungen der Opfer anschaulich dargestellt. Ob diese auch so sind oder den Vorstellungen von Monika Wurm entsprechen, kann und will ich nicht beurteilen. Ich finde gut, dass die Autorin sich an das Thema herangetraut hat und mit ihrem Buch auf den Menschenhandel aufmerksam macht.
Für mich war es absolut schwierig mich in Malaya reinzudenken und ihre Handlungen nachzuvollziehen, trotz bildhafter und detailreicher Darstellung der tapferen Protagonistin. Das wird aber mehr an mir gelegen haben, denn ich wollte mir auch gar nicht vorstellen, wie es wäre in Malayas Position zu sein.

„Die Tränen  der verkauften Mädchen“ hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen und dafür gesorgt, dass ich mich mit dem Thema Menschenhandel auseinander gesetzt habe. Schreibstil und Detailreichtum von Monika Wurms Roman haben mir ebenfalls gut gefallen und die Lektüre von Malayas Schicksal emotional mitreißend gemacht.
Stellenweise haben sich die Kapitel aber auch etwas gezogen, denn für Malaya ist das Leben eine Berg- und Talfahrt, mal ist alles paletti und gleich danach ist alles ganz schlimm. Der wiederholte Schwenk zwischen den beiden Extremen haben mir zeitweise das Lesen erschwert.
Aber das Durchhalten hat sich gelohnt, „Die Tränen der verkauften Mädchen“ ist es definitiv wert gelesen zu werden.

Wenn also auch Du Dich für schwierige Themen interessierst, aber keine Fachliteratur lesen willst, ist „Die Tränen der verkauften Mädchen“ von Monika Wurm eine gute Gelegenheit sich emotional an das Thema Menschenhandel einzulassen.

 

Bewertung

3 von 5

 

 

 

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