Rezension: »Zeitfuge« von Michael J. Sullivan

Zeitfuge Michael J. Sullivan»Zeitfuge«
von Michael J. Sullivan

Heyne Verlag, September 2015

3-4533-1678-9

 

 

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Inhalt

Detroit, USA, 2014.
Ellis Rogers ist todkrank, seine Ehe ist seit dem Tod seines Sohnes am Ende und sein bester Freund  hat ihn mit seiner Frau betrogen. Das ist alles zu viel. Ellis beschließt die Zeitmaschine zu nutzen, die er in den letzten Jahren gebaut hat.
Er setzt sich in den Stuhl, schließt die Augen, betätigt den Knopf und…
… macht seine Augen in einem Wald wieder auf.

Nach seinem anfänglichen Irrglauben, die Menschheit sei Untergegangen, entdeckt Ellis die ersten Menschen und wird Zeuge eines Mordes.
Sein Auftauchen im Jahr 4078 löst einigen Trubel aus, die Gesellschaft hat sich geändert, Gewalt gibt es eigentlich keine mehr – Individualität aber auch nicht. Daher sind der Mord und Ellis ein Highlight.
Zusammen mit dem Schlichter Pax macht sich Ellis auf die Suche nach dem Mörder. Dabei finden sie nicht nur eine kleine Verschwörung und eine große Bedrohung für die Menschheit, sondern auch ein Überbleibsel aus Ellis‘ Vergangenheit.

Können Pax und Ellis die Menschen aus dem Jahr 4078 vor ihrer Vernichtung bewahren?

Fazit

Im „Zeitfuge“ zeichnet Michael J. Sullivan ein Utopia. Die Menschen, alle genverändert, alle gleich, streben nach Individualität. Krankheiten, den Tod, Gewalt, Geld und vieles anderes gibt es nicht mehr. Damit gehört „Zeitfuge“ zu den wenigen Büchern des Genres, dass eine quasi perfekte Zukunft zeigt, das Paradies auf Erden. Aber Sullivan stellt auf spannende Weise heraus, dass auch etwas vermeintlich Perfektes nicht perfekt ist.

Im letzten drittel des Buches hat mich der Autor trotz seines fesselndes Schreibstils etwas verloren. Aus der geschriebenen Dokumentation einer fernen Zukunft, in der die Menschen nicht noch grausamer sind als heute und die Erde kein Müllhaufen ist, wird ein klassischer und absehbarer Kampf zwischen Gut und Böse – mir einer fast schon klischeehaften Liebesgeschichte, die vermittelt: „Es ist egal, wen du liebst“.
Dennoch hat mir „Zeitfuge“ sehr gut gefallen. Michael J. Sullivan hat mir ein Utopia gezeigt, dessen Grundzüge für eine bessere Gesellschaft geeignet sind und hat dabei viele Logikfehler aus Zeitreiseromanen ausgelassen.

„Zeitfuge“ ist eine klare Leseempfehlung für Fans von Zeitreisen. „Hardcore Science-Fiction“-Fans werden hier aber wohl nicht auf ihre Kosten kommen.

Bewertung

4 von 5

 

 

 

(Anmerkung: Hinter dem verwendeten Buchcovern stecken Affiliate-Links des Amazon Partnerprogramms. Nach §6 TMG ist kommerzieller Inhalt zu kennzeichnen.)

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