Rezension: »Kill Girl 01 – Tödliches Verlangen« von A.R. Torre

Kill Girl A.R. Torre

Kill Girl – Tödliches Verlangen  von A.R. Torre

blanvalet, März 2015

3-442-38417-6

Inhalt

Deanna ist schön. Deanna ist reich. Deanna hat ihre Wohnung seit 3 Jahren nicht verlassen.

Deanna hat genau 3 Regeln, die ihr Leben bestimmen:
1. Verlasse niemals die Wohnung. Nicht in einem Notfall. Nicht, um Besorgungen zu machen. Die Tür bleibt verschlossen. Immer.
2. Entwickle niemals Gefühle für einen Kunden. Ziehe dich aus, stelle dich vor die Kamera und performe. Hüte ihre Geheimnisse. Wenn sie dich fragen, erzähle ihnen Lügen.
3. Töte niemanden.

So funktioniert ihr Leben. Pakete werden vor ihrer Tür abgestellt, der UPS-Lieferant unterzeichnet in Deannas Namen. Ein Nachbar verschließt nachts ihre Tür, nimmt ihren Müll mit und bringt ihre Post weg. Die Dinge für ihr Leben kauft Deanna im Internet.
Nur wenn sie so lebt, kann sie garantieren, dass ihre Dämonen keinen Menschen verletzen und sie ihre Träume, in denen Blut spritzt und Menschen ihretwegen vor Schmerzen schreien, daran hindert wahr zu werden.
Um Geld zu verdienen arbeitet Deanna als Webcam-Girl, zieht sich aus und befriedigt die Lust ihrer Kunden.
Ihr organisiertes Leben bekommt Risse, als ihr Postbote Jeremy ihre Wohnung betritt und  ein Kunde sie auf eine Art und Weise „Annie“ nennt, dass es Deanna kalt den Rücken runterläuft.
Als in Georgia dann die kleine Annie Thompson verschwindet ist für Deanna klar, dass sie dem Mädchen helfen muss. Aber dafür muss sie mit ihren Dämonen vor die Tür, unter die Menschen und das kostet Deanna vielleicht mehr Beherrschung als sie hat….

Fazit

Ich habe mir vom Klappentext mehr versprochen, als A.R. Torre mit „Kill Girl – Tödliches Verlangen“ geliefert hat – zumindest was den Bereich „Erotik“ angeht. Natürlich werden die Szenen vor der Webcam detailliert beschrieben, aber irgendwie fehlt ihnen das Leben.
Fasziniert hat mich aber die Psyche der Protagonistin. Deanna ist krank, sie will töten und hat auch schon getötet. Allein die Vorstellung macht ihr Spaß, sie schließt sich nur zum Schutz der Menschen ein, die sonst ihre Opfer wären. A.R. Torre nennt „Kill Girl“ ihr „böses Baby“ und das ist es auch. Sind Protagonisten sonst häufig die strahlenden Helden einer Geschichte, ist Deanna ein kaputter, psychisch kranker Mensch, dessen Verstand klar erkennt, dass er krank ist und seine Gewaltfantasien nicht ausleben darf. A.R. Torre hat mit Deanna einen faszinierenden Charakter geschaffen, der einerseits eine Gefahr für andere darstellt und andererseits einsam und verletzlich ist. Leider ist die Geschichte selbst nicht ganz so faszinierend wie die Protagonistin, sodass „Kill Girl“ als eher durchschnittlicher Thriller mit leidenschaftslosen Erotik-Szenen denn als Highlight meines Bücherregals durchgeht.

Bewertung

3 von 5

 

 

 

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