Rezension: »Der Untergang Barcelonas« von Albert Sánchez Piñol

Der Untergang Barcelonas – Albert Sánchez Piñol

S. FISCHER, März 2015

3-100-61607-3

Inhalt

Spanien befindet sich 1705 mitten im Erbfolgekrieg um den spanischen Thron.

Unbeeindruckt von den Geschehnissen um ihn herum ist der 14-jährige Taugenichts Zuvi damit beschäftigt,  bei seinen Lehrern für graue Haare zu sorgen. Als er es zu weit treibt, bleibt ihm nur noch eine letzte Chance, um den Vater, der ihn nie wirklich geliebt hat, zu zeigen, dass er doch etwas taugt: Eine Ausbildung zum Ingenieur bei dem großen französischen Meister Vauban.
Hier lernt Zuvi vieles über das Stürmen und Verteidigen belagerter Städte, kann seine Ausbildung bis zum Tod seines Meisters aber nicht zu dessen Zufriedenheit abschließen. Ernüchtert zieht Zuvi von einem Kriegsschauplatz zum nächsten, mal auf der einen, mal auf der anderen Seite im Erbfolgekrieg. Aber immer möglichst weit weg, wenn es um etwas geht und Gefahr droht.
Auf einem dieser Schauplätze trifft Zuvi auf das Waisenkind Anfán, den Zwerg Nan und die schöne Amelis, die drei werden später für ihn zu einem Familienersatz und Zuvi erfährt das erste Mal was es heißt, Verantwortung zu übernehmen. Daher flieht er auch das erste Mal nicht, als Barcelona 1713 belagert wird, sondern macht sich auf, um seine Heimat und seine Familie zu verteidigen.

Kann Zuvi sein Ingenieurwissen einsetzen, um Barcelona zu verteidigen?

Fazit

Puh. Mich haben Klappentext und Leseprobe echt neugierig gemacht, ich lese gerne historische Romane.
Das Buch hat mich aber enttäuscht. Es ist streckenweise sehr trocken und verliert sich stark in technischen Details von Befestigungen und Belagerungen. Aber: Chapeau an Albert Sánchez Piñol für die ausführliche und gründliche Recherche, so viel Arbeit steckt nicht in jedem historischen Roman.
Wären die Personen und ihre Interaktion ebenso ausgearbeitet gewesen, wäre das Buch spannender gewesen. So gab es nur wenige Teile, die mich angesprochen haben. Diese gehen aber in den technischen Details und dem Wust an Namen und Personen, die teilweise unwichtig für die Geschichte sind, einfach unter.
Ich habe mich nicht mit dem spanischen Erbfolgekrieg beschäftigt und auf Grund des Aufbaus des Buchs fiel es mir auch sehr schwer hier den Überblick zu behalten – am Ende habe ich das aufgegeben und mich auf die Stellen konzentriert, in denen es mehr um Zuvi und seine Ersatzfamilie geht. Ein anderer Aufbau hätte es mir hier leichter gemacht der ganzen Geschichte zu folgen.

Kurz: viele -unnütze- Namen & Personen, unübersichtlicher Verlauf des Erbfolgekrieges, schwache Hauptcharaktere.

Tipp: Wenn Du „Der Untergang Barcelonas“ gerne lesen möchtest, lies Dir kurz den Wikipedia-Eintrag zum spanischen Erbfolgekrieg durch. Das hilft enorm nicht den Überblick in der Handlung zu verlieren.

Bewertung

1 von 5

 

 

 

 

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