Rezension: »Rojan Dizon 01: Weg ins Nichts« von Francis Knight


Rojan Dizon 01: Weg ins Nichts von Francis Knight

Papierverzierer Verlag, 2014

3-9445-4420-X

Inhalt

Seit der Beerdigung seiner Mutter hat Rojan nicht mehr mit seinem Bruder gesprochen. Wusste nicht, dass dieser Vater geworden ist und für das Ministerium arbeitet. Heute hat sein Bruder ihn zu sich gerufen. Ins Krankenhaus. Rojans Nichte wurde entführt und er soll sie finden…

Rojan Dizon ist ein Oberstädter, Zyniker, Kopfgeldjäger und was keiner wissen darf: auch Schmerzmagier. Quelle für seine Magie ist der Schmerz selbst – sein eigener oder der von anderen. Diesen Umstand gilt es zu verheimlichen. In Mahala, einer Stadt, die in einer Höhle ihren Ursprung hat und Jahr für Jahr in die Höhe wächst, sind Schmerzmagier seit dem Tod des Magier-Königs und der Machtübernahme durch das Ministerium verpönt.

Rojan nutzt seine Magie nur manchmal, wenn ein Auftrag es erfordert. Aber nie zu viel, den am Rande der Magie lauert das Nichts. Es lockt, verspricht und verschlingt den Magier, lässt nur einen Wahnsinnigen zurück. Auf dem Weg zu seiner Nichte Amarie muss Rojan nicht nur durch das Nichts. Er muss zum Ursprung Mahalas, die Unterstadt, einen Ort, der eigentlich wegen einer Vergiftungsgefahr gesperrt sein sollte und doch vor Leben pulsiert. Hier unten trifft er auf Jake und Pasha, zwei Unterstädter, die gegen das Ministerium und dessen Grausamkeit vorgehen. Sie helfen Rojan bei seiner Suche nach Amarie und führen ihn dabei auf die Spur vermisster Kinder und in ein Schloss voll Schmerz.

Fazit

Rojan wäre gerne ein gefühlloses Arschloch und das bringt Autorin Francis Knight am Anfang des Buches gut rüber. Ihr Hauptcharakter wirkt fast schon unsympathisch und abstoßend. Aber dennoch spürt man auch, dass das nicht alles bei Rojan ist. Hätte ich nicht diesen Eindruck gehabt, ich hätte nicht weitergelesen. Zum Glück habe ich das aber doch.

„Weg ins Nichts“ ist eine Dystopie, die es sich zu lesen lohnt. Rojan nimmt den Leser mit auf eine Entdeckung der menschlichen Abgründe und stellt sich und den Leser vor moralische Fragen, die sich auch -in abgespeckter Form- in Teilen unserer Gesellschaft wiederfinden: Gibt es Menschen, die weniger Wert sind als andere Menschen? Wie viel Leid darf einem Einzelnen zugemutet werden, um das Überleben der Masse zu gewährleisten?

Ich kann „Weg ins Nichts“ allen Lesern empfehlen, die gerne in düsteren Atmosphären unterwegs sind, Zyniker mögen und Bücher lieben, die authentisch wirken. Für mich wirkte „Weg ins Nichts“ nicht nur wie ein Roman, sondern wie eine mögliche Zukunft unserer Gesellschaft, wenn bestimmte Entwicklungen weiter voran schreiten.

Bewertung

3 von 5

 

 

 

 Die Rojan Dizon-Reihe:

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(Anmerkung: Hinter dem verwendeten Buchcover steckt ein Affiliate-Link des Amazon Partnerprogramms. Nach §6 TMG ist kommerzieller Inhalt zu kennzeichnen.)

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