Rezension: »Junktown« von Matthias Oden

»Junktown«
von Matthias Oden

Heyne, Mai 2017
978-3453318212
400 Seiten
Preis:  9,99€ eBook | 12,99€ Taschenbuch

Leseprobe

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Inhalt

Eine faschistische Stadt in der Zukunft. Konsum ist alles, Abstinenz bedeutet Hochverrat.
Anhänger der KP, der Konsumistischen Partei, haben die Regierung übernommen. Mensch und Maschine können sich lieben, auch heiraten ist erlaubt.
Sich zudröhnen ist Pflicht, Müll im Vorgarten zeugt von Wohlstand. Bürger werden in Humanklassen eingeteilt, die Drogenmenge im Blut bedeutet Privilegien oder Tod. Der Goldene Schuss für die Partei ist das höchste Ziel fanatischer Anhänger.

Solomon Cain, Mittfünfziger, ist Witwer und Ermittler bei der Gemapo, der Geheimen Maschinenpolizei. Als alter Kämpfer der Partei Hinterbliebener einer Goldenen Schützin hat er einige Freiheiten, die als Blasphemie an der KP gelten. Bisher hat man ihn beobachtet und in Ruhe gelassen.
Als er eines Tages zu einer toten Brutmutter gerufen wird, steckt Cain plötzlich in einem Fall, der ungeahnte Ausmaße annimmt und das Ende seines Lebens bedeuten kann. Dieser Fall führt ihn an die Grenzen seines Gewissens, in die Abgründe von Junktown und zu der allen überlagernden Fage, was vom Menschsein übrig bleibt, wenn der Tod der letzte große Kick ist.

Fazit

»Junktown« von Matthias Oden ist ein Buch, dass ich gleich zum Erscheinen im Mai gelesen habe und das mich in den letzten Monaten immer wieder beschäftigt hat, bevor ich endlich die Rezension schreiben konnte.

Matthias Oden zeichnet das Bild einer dystopischen Zukunft der Faschisten in einem Stadtstaat zeigt. Für das passende Setting sorgt der Autor nicht nur mit seinem harten, aber detaillierten Schreibstil und Inspektor Solomon Cain. Auch die Nutzung vom Bezeichnungen wie „Gemapo“, „Humanklassen“ sowie „Ausfall“ und „Recycling“ im Zusammenhang mit Menschen, verdichtet die Atmosphäre, die an die nationalsozialistische Vergangenheit Deutschlands erinnert.
Die historischen Anspielungen finden zu einem dichten, totalitären Stadtstaat zusammen, der nicht nur seine Bewohner gefangen hält.  Auch der Leser ist schnell gefangen von den strengen Vorschriften und Kontrollen, regelmäßige Drogentest sorgen hier dafür, dass die Bürger nie zu nüchtern oder entsorgt werden, falls die Konzentration der Drogen im Blut zu niedrig ist.

In diese Welt hat Matthias Oden seinen Protagonisten Solomon Cain gesetzt, Mitte 50, Witwer hat der ehemalige Kämpfer für die Konsumistische Partei so langsam seine Zweifel an dem System, dem er an die Macht geholfen hat. Dabei ist er mürrisch, etwas selbstherrlich und trotzdem sympathisch. Und er ist ein Ermittler, der nicht aufhört, wenn der Befehl von oben dazu kommt, sondern gerne seine Fälle löst. Ungelöste Rätsel sind ihm ein Greuel. Genauso wie systemtreue Speichellecker.

Kurz: Wer sich durch den Anfang von »Junktown« beißt und bereit sich mit dem direkten Einstieg ohne große Erklärungen zu Beginn zurechtzufinden, liest hier ein Buch voll skurriler Momente, Tempo, überzeugender Charaktere und wenig hoffnungsvoller Momente. Die Lektüre hat eine dichte Atmosphäre, die den Leser in den Bann zieht und die Dystopie lebendig macht.
»Junktown«  ist eine Leseempfehlung für Leser von Büchern, die sich gerne unterhalten lassen, aber auch versteckten Tiefgang und Hintergründe zu schätzen wissen.

Bewertung

4 Bücher

4 von 5

 

Autor

© Sarah El-Wassimy

Matthias Oden ist Träger des Hans-Strothoff- und des Deutschen Journalistenpreises und lebt in München.
Er macht 2007 seinen Master in Geschichte, Politikwissenschaft und Ethnologie an der Freien Universität Berlin, arbeitete als Redakteur bei der Fianancial Times Deutschlad, übernahm die Redaktionsleitung des Lifeytle-Magazins Business Punk und war danach Chef-Redakteur Werbe- und Kommunikationsfachzeitschrift Werben & Verkaufen.
Laut seinem XING-Profil befindet sich der Autor seit November 2016 auf Weltreise (Stand Oktober 2017).

 

 


Weitere Meinungen zu »Junktown« von Matthias Oden

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Deutsche Science Fiction
kitsune books
Das Bücherregal


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Viele Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Rezension: »Dignity Rising 01 – Gefesselte Seelen« von Hedy Loewe

dignity rising gefesselte seelen hedy loewe»Dignity Rising 01 – Gefesselte Seelen«
von Hedy Loewe

Dark Diamonds by Carlsen, September 2017
978-3-646-30066-6
487 Seiten
Preis:  3,99€ eBook

Leseprobe

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Inhalt

Jon Matthews ist Commander einer Raumstation am Rande der gesicherten Galaxie. Sein Tag ist geprägt von Routine und Eintönigkeit, nur seine engsten Freunde bewahren sein Seelenheil.
Als eines Tages zwei Botinen des Rats auf seiner Station landen und Jon die verloren geglaubte Liebe seines Lebens wieder sieht, ahnt er bereits, dass großer Ärger bevorsteht. Niemals hätte der Rat zugelassen, dass die Telepathin Shay wieder vor ihm steht, auch, wenn sie sich nicht an Jon erinnern kann…
Können Jon und Shay wieder zu einander finden? Und können sie den Rat besiegen?

Fazit

Angezogen von Cover und Klappentext, hat mich Hey Loewe mit »Dignity Rising 01 – Gefesselte Seelen« bezaubert. Ohne Kitsch und überzogener Dramatik hat sie eine emotionale Liebesgeschichte in futuristischen Setting geschaffen.

Uns und die Geschichte von Jon und Shay trennen 400 Jahre. Die Menschen haben längst andere Spezies getroffen und sich ein Leben im Weltall ermöglicht.
Jon und Shay treffen sich in einer Zeit wieder, als Rebellen immer heftiger gegen den regierenden Rat vorgehen und dieser immer endgültiger antwortet.
Jon ist anfangs verschlossen, zeigt wenig Gefühle und lässt noch weniger Menschen an sich heran. Nur seine Freunde Hawk und Welda haben lediglich eine Ahnung, dass es ihm nicht gut geht. Hedy Loewe hat den Captain mit der Zeit aufblühen lassen. Als Shay, die Liebe seines Lebens wieder in sein Leben tritt, verliert Jon nach und nach seinen Panzer und hervor kommt ein einfühlsamer, aber auch besitzergreifender Mann mit Beschützerinstinkt, der für den Leser immer zugänglicher wird. Mir hat gut gefallen, welche Entwicklung Jon im Laufe der Geschichte durchläuft.
Auch Shay ist der Autorin gut gelungen. Shay ist eine starke Frau, die den Mut aufbringt nicht blind Befehlen, sondern ihrem Gefühl zu folgen. Gut nachvollziehbar zeigt Hedy Loewe, wie aus der Frau mit der unbestimmten Sehnsucht eine Führungspersönlichkeit wird, die weiß wer sie ist und wo ihr Platz ist.
Aber nicht nur die Protagonisten sind Hedy Loewe gelungen, auch Hawk, Welda und Hanout sind spannende Charaktere, die Lust machen sie besser kennen zu lernen. Selbst der Antagonist ist hier  interessant, wird er doch ambivalent dargestellt und ist schwer als einfach nur „böse“ einzustufen.

Kleiner Kritikpunkt ist der Einstieg in die Geschichte. Der Leser bekommt hier sehr viele Informationen mit einmal, wirklich Spannung kommt dabei erst einmal nicht auf.
Nach wenigen Seiten ändert sich das und Hedy Loewe zieht das Tempo an, hier baut sich das Spannungsniveau auf, das die Autorin bis zum Ende hält. Wett macht Hedy Loewe den Anfang durch ihren Schreibstil, flüssig und sehr angenehm hat die Autorin ihre Geschichte in Worte gefasst und bringt diese bildhaft an ihre Leser.

Kurz: »Dignity Rising – Gefesselte Seelen« von Hedy Loewe ist ein romantisches Science-Fiction Abenteuer ohne Kitsch, dafür voller Emotionen. Da hier der Fokus auf der Liebe zwischen Shay und Jon liegt, ist die Geschichte eine klare Empfehlung für Fans von Liebesgeschichten, die einem intergalaktischen Setting nicht abgeneigt sind.

 

Bewertung

4 Bücher

4 von 5

 

Autorin

Hedy Loewe

Hedy Loewe wurde 1965 in Mittelfranken geboren. Nach dem Studium der BWL in Jahren im Marketing arbeitet die Autorin heute als freiberufliche Unternehmens-beraterin, Texterin und Autorin.
Zusammen mit ihrem Mann und zwei Katzen lebt  Hedy Loewe in der Region um Nürnberg, genießt ihren Garten und träumt von einer Ranch in Canada.

Hedy Loewe ist ein Pseudonym.

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Weitere Meinungen zu »Dignity Rising – Gefesselte Seelen« von Hedy Loewe

 Buchfee
Line’s Bücherwelt
Gedankenvielfalt
♦  Sabs Bookparadise


 

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Rezension: »Banshee Livie 01 – Dämonenjagd für Anfänger« von Miriam Rademacher

Banshee Livie - Miriam Rademacher»Banshee Livie 01 – Dämonenjagd für Anfänger«
von Miriam Rademacher

Sternensand Verlag, Oktober 2017
978-3-906829-55-5
370 Seiten
Preis:  6,99€ eBook | 12,95€ Broschiert


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Inhalt

Pech ist, wenn man bei einem Gewitter mit seiner Tante über ein Feld läuft und in der Nähe des einzigen Baumes weit und breit steht. Pech ist auch, wenn man im Tod nicht entspannen kann, sondern in einer alten, staubigen Dachkammer ohne Internetanschluss wohnen und die Bewohner des Schlosses vor bevorstehendem Unheil warnen muss. Entweder mit schaurigem Heulen oder mit Scharade. Livie ist die neue Banshee von Schloss Harrowmore und muss zu ihrem Pech über die tollpatschigste Familie Neuenglands wachen. Aufregend wird es, als ein nachtragender Dämon eine alte Rechnung begleichen will und Livie alle ihre Banshee-Fähigkeiten aufbieten muss, um das zu verhindern. Dabei ist stets  Walt an ihre Seite -außer wenn sie ihn wirklich braucht! – und steuert mit seiner sexy, gesichtslosen Stimme altkluge Kommentare bei.

Fazit

Was für eine unterhaltsame Geschichte! Miriam Rademacher erzählt mit »Banshee Livie – Dämonenjagd für Anfänger« humorvoll und mit Witz die Geschichte einer jungen Frau mit üppigen Kurven und kleinem Bauchansatz, die einen dunklen Long-Bob hat, ein herzförmiges Gesicht besitzt und Vergleiche mit Comic-Lady Betty Boop hasst.

Livie, beschwert sich in dem einem Moment noch über recht eintöniges Leben und im nächsten Moment ist sie tot. Aber irgendwie auch nicht. Walt offenbart Livie ihr neues Schicksal, als Todesbote teilt er ihr drohende Todesfälle in der Familie Harrowmore mit, Livie muss dann als Banshee Familienangehörige warnen und die Unglücke verhindern. Ganz glücklich ist Livie mit der neuen Situation nicht, bis sie entdeckt, dass der mysteriöse Walt mehr als nur altklug daher reden kann – Kleider herzaubern zum Beispiel. Als dann ein alter Feind die Familie Harrowmore bedroht, ist Livie Feuer und Flamme, zusammen mit Walt macht sie sich auf, um „ihre“ Familie zu schützen.

Miriam Rademacher hat einen ganz wunderbaren Schreibstil, leicht, locker, flüssig und mit viel Witz erweckt sie vor allem Livie und auch Walt zum Leben. Die beiden Charaktere entwickeln eine unterhaltsame Dynamik, die beim Lesen viel Freude bereitet und die Geschichte vorantreibt.
Livie war mir mit ihrer gleich sympathisch, zwar sieht sie die Dinge gerne erstmal leicht negativ, schafft es aber dabei keine schlechte Stimmung zu verbreiten. Miriam Rademacher hat es hier geschafft ihre Protagonistin glaubwürdig, lebendig und nachvollziehbar zu gestalten. Auch Walt und der heimliche Start des Buches – ein Mummel – bereichern die Geschichte mir ihren Charakteren.

»Banshee Livie – Dämonenjagd für Anfänger« von Miriam Rademacher ist der kurzweilige Auftakt der Reihe um Livie, die viel Spaß beim Lesen verspricht. Mit viel Liebe hat die Autorin ihre Charaktere Gestalt annehmen lassen und sie in die Interaktion geschickt.
Das Abenteuer von Livie und Walt eine Leseempfehlung für alle Leser, die humorvolle Literatur mögen, witzige Dialoge schätzen und gerne auf Dämonenjagd gehen.

 

Bewertung

5 von 5

 

Autorin

Miriam Rademacher wurde 1973 im Emsland geboren und wuchs in einem kleinen Barockschloss auf.  Heute lebt die Autorin, die schon früh mit dem Schreiben begann, in Osnabrück. Neben dem Schreiben unterrichtet Tanz.
Mariam Rademacher veröffentlichte in den letzten Jahren zahlreiche Kurzgeschichten, Fantasy-Romane, Krimis und ein Kinderbilderbuch.

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Rezension: »Behemoth 2333 – Band 03: Der Flug des Leviathan« von Joshua Tree

Behemoth 2333 - Band 03 Der Flug des Leviathan - Joshua Tree»Behemoth 2333 – Band 03: Der Flug des Leviathan«
von Joshua Tree

Self Pubslishing, Oktober 2017
ASIN: B0761SF8Y3
162 Seiten
Preis:  2,99€ eBook

Leseprobe

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Inhalt

Captain Jeremy Brandt und Pascal haben die Erde erreicht und alles ist anders, als sie erwartet haben. Konfrontiert mit der gewöhnsbedürftigen Realität auf dem Heimatplaneten ihrer Spezies erkennen die beiden Männer, dass sie Figuren in einem Spiel sind, dass sie nicht im ganze Ausmaß durchschauen. Bevor sie sich versehen, befinden sie sich auf einer Mission, deren Erfolgsaussichten quasi gleich Null sind. Können Jeremy und Pascal diese Mission überleben und die Karten in dem politischen Spiel neu mischen?

Fazit

»Behemoth 2333 – Band 03: Der Flug des Leviathan« ist Band drei der Behemoth-Reihe.

In flotten Tempo steigt Joshua Tree wieder in die Geschichte von Jeremy und Pascal ein. Im dritten Band der Behemoth 2033-Reihe sind der Captain und der Ermittler auf der Erde angekommen. Hier hat Joshua Tree eine, für ein nahezu gefühlloses Wesen, perfekte Zukunft geschaffen. Auf das beste optimiert leben die Menschen auf dem Planeten, den ihre Vorfahren zerstört haben.
Schickte der Autor seine Leser in »Behemoth 2333 – Band 02: Der Hyperraum Krieg«  noch von einer brenzligen Situation in die nächste, dominieren in diesem Band Dialoge die Geschichte. Es gibt mehr Informationen über Hintergründe, Intrigen und die Charaktere.  Aber es gibt sie auch wieder, diese brenzligen Situationen, die voller Action zum mitfiebern anregen.
Der Fokus liegt diesmal aber ganz klar auf detaillierter und tiefer Charackterentwicklung.

Kurz: »Behemoth 2333 – Band 03: Der Flug des Leviathan« von Joshua Tree ist die gelungene Fortsetzung einer komplexen Science-Fiction Serie, die eine Empfehlung für Leser ist, die keine Angst vor anspruchsvollen Handlungssträngen, sarkastischen Charakteren, Witz und Kreaturen aus der Tiefe des Alls haben. Diesmal etwas ruhiger im Grundtenor, aber nicht weniger fesselnd als die ersten beiden Bände.

Bewertung

5 von 5

 

Autor

Joshua Tree

Joshua Tree ist das Pseudonym von Kommunikationstrainer, Journalist, Abenteurer und Autor Benjamin Krämer, geboren 1986. Zusammen mit seinem Bruder entwickelte der Autor das „EPIC Coaching“ für Führungskräfte und schreibt Ratgeber wie „Über das Selbst hinaus“.
2017 veröffentlichte der Autor als Joshua Tree den Auftakt der Pilgrim-Saga  – von irgendwo auf der Welt. Seit Mai 2016 befindet sich Joshua Tree nämlich immer mal wieder mit dem Motorrad auf Weltreise.

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Behemoth 2333


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Vielen Dank an Joshua Tree für das Rezensionsexemplar.

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Rezension: »Die Blausteinkriege 03 – Der verborgene Turm« von T.S.Orgel

Die Blausteinkriege 3 - Der verborgene Turm von T.S. Orgel»Die Blausteinkriege 03 – Der verborgene Turm«
von T.S. Orgel

HEYNE, Oktober 2017
978-3-4533-1707-9
640 Seiten
Preis:  11,99€ eBook | 14,99€ Broschiert

Leseprobe

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Achtung: Rezension kann Spoiler für alle enthalten, die Band 1 & 2 der Blausteinkriege nicht kennen.

Inhalt

Im Mocoubaun entwirrt Ordensritter Cunrat zusammen mit der Metis Xari einen Teil um die Verschwörung der falschen Beruner, die im Protektorat für Unruhe sorgen. Fast zu spät erkennt Cunrat, wer die wahren Drahtzieher sind. Zusammen mit Xari und einigen Schildbrechern stellt er sich den Feinden Beruns.
In Berun findet zu gleichen Zeit ein glanzvolles Turnier statt. Viele Würdenträger haben sich versammelt, um zu feiern. Während die Obrigkeit abgelenkt ist, schälen sich die wahren Drahtzieher der Verschwörung aus ihrer Verkleidung und stürzen das Reich unvermittelt in einen alles verzehrenden Krieg: In den Tiefen vor Beruns Toren wird an uralten Kräften gerührt, die besser weiter in Vergessenheit geblieben wären….

Fazit

Der Einstieg in das Finale der Blausteinkriege ist brutal, der Leser beginnt dort, wo »Die Blausteinkriege 02 – Sturm aus dem Süden« aufgehört hat. Für alle, die eine Gedächtnisstütze brauchen, gibt es vor Kapitel 1 eine Zusammenfassung der ersten beiden Bände. Außerdem gibt es wieder Karten und ein Personenverzeichnis, das auch meinem Gedächtnis das eine oder andere mal als Unterstützung diente.

„Ein Mörder, ein Kriegsknecht, eine Hexe, ein Verrückter und ein Idiot sitzen in einer Taverne …“
aus: »Die Blausteinkriege 03 – Der verborgene Turm«, S. 502, II/2017, Heyne

»Die Blausteinkriege 03 – Der verborgene Turm« ist alles, es ist laut, schnell und voller Action, aber auch gleichzeitig an einigen Stellen sehr, sehr leise und mitnehmend. Vor allem die Szenen mit Xari und Cunrat sind sehr vielfältig und ergreifend.
Ich liebe Bücher, die mich überraschen und das haben T.S. Orgel geschafft. Ich hatte viele Theorien, einige gingen in die richtige Richtung, andere waren so falsch, dass ich sie niemals äußern werden.  Es ist beeindruckend, wie T.S. Orgel die scheinbar losen Fäden der vorherigen Bände zu einem großen Ganzen verknüpften haben und sich Szenen, Andeutungen und Gespräche plötzlich ins richtige Licht rücken.

Neben dem Weltenbau und der Konstruktion der politischen Situation hat mir auch der Schreibstil der Brüder Tom und Stephan Orgel wieder ausnehmend gut gefallen. Flüssig und  bildhaft erwecken sie die unterschiedlichsten Szenen zum Leben, ob großes Massaker in der Stadt, nervenaufreibender Tauchgang in das dunkle Nass oder die Stille nach dem Sturm, wenn zwei Personen erschöpft zusammen gegen die Kaimauer sinken – alle Szenen sind sehr intensiv, lebendig und haben eine eigene Atmosphäre.
Atmosphäre ist ein gutes Stichwort. »Die Blausteinkriege 03 – Der verborgene Turm« ist düster, spannend und entbehrt trotzdem nicht eines gewissen Witzes. Die Charaktere, allen voran Kriegsknecht Ness und der alte Rosskopf, haben einen schwarzen Humor und einen Sarkasmus, der sie sehr sympathisch macht.
Meine Favoritin ist aber Xari, loyal, sarkastisch, schlagfertig und attraktiv – aber nicht perfekt – ist sie sehr lebendig und manchmal fast vulgär.

„Lass gut sein, Berun“, sagt sie müde. „Ich weiß selbst, dass ich Titten habe. Ich kann sie sehen“
sagt Xari in »Die Blausteinkriege 03 – Der verborgene Turm«, S. 215, II/2017, Heyne

Neben Xari, Ness und dem Rosskopf haben mir aber auch Danil, Sara, Meister Messer, Cunrat und auch Jerik der Narr gut gefallen. Alle sind mehr, als sie auf den ersten Blick scheinen und überzeugen mit der Detailverliebtheit und dem Tiefgang, mit denen sie geschrieben wurden. Sie sind in den drei Bänden gewachsen, haben sich entwickelt und alle auf ihre Weise Mut bewiesen. Ich weiß gut entwickelte Charaktere stets zu schätzen.

Was für ein fulminantes Finale einer großartigen High-Fantasy Trilogie. T.S. Orgel haben sich selbst übertroffen und ein mehr als würdiges Ende für den Krieg um totgeglaubte Götter, Blaustein und ein altes Kaiserreich geschaffen.
Spannung trifft hier auf Intrigen, Witz und tiefe Emotionen, die mich berührt haben.
»Die Blausteinkriege« sind eine Leseempfehlung für alle LeserInnen anspruchsvoller High-Fantasy, die eine stetige Charakter- und hoch spannende Handlungsentwicklung zu schätzen wissen.

Bewertung

5 von5 plus bienchen

5 von 5 mit Bienchen

 

Autoren

T.S. Orgel und Bücherleser

Die Autoren Tom und Stephan Orgel mit mir auf der Frankfurter Buchmesse 2016

Hinter dem Pseudonym T.S. Orgel stehen die beiden Brüder Tom und Stephan Orgel. Wenn sie nicht schreiben, sind sie als Grafikdesigner und Werbetexter bzw. Verlagskaufmann unterwegs.
2012 erschien mit »Orks vs. Zwerge« der erste gemeinsame Roman von T.S. Orgel, bisher er

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Die BLausteinkriege


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Bücher – Seiten zu anderen Welten


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Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Blogtour „Dignity Rising 01 – Gefesselte Seelen“ von Hedy Loewe

Blogtour Dignity RisingHerzlich Willkommen zu Tag 2 der Blogtour
„Dignity Rising – Gefesselte Seelen“ von Hedy Loewe

Gestern gab es bei Readling is like taking a journey die Buchvorstellung, heute stellt sich euch Protagonistin Shay vor (Den Ganzen Tourplan gibt es hier) . Gerade hatte Shay ein Gespräch mit Hanout, ihrer Botenkriegerin und engen Freundin. Hanout hat Shay Details aus ihrer Vergangenheit verraten, die Botin ersten Grades ist verwirrt und muss erstmal rekapitulieren, wer sie nun ist. (Dieses Gespräch ist fiktiv und und die folgende Szene sind fiktiv und stammen nicht aus »Dignity Rising – Gefesselte Seelen«). 

Shay

Über das laufende Wasser vom Wasserhahn höre ich die Quartierstür sich zischend schließen. Erschöpft nach dem Gespräch mit Hanout, meiner eidgebundenen Kriegerin und Schwester im Geiste, beuge ich den Kopf vorne über, schöpfe etwas Wasser in meine Hände und verteile das kühle Nass in meinem Nacken. Dabei berühre ich den rasierten Streifen meiner langen blonden Haare.
Der Doc musste einen Teil meiner Haare opfern, um mein Hirn vor der totalen mentalen Überlastung zu bewahren und mein Leben zu retten. Schade, dass der Zugang schon wieder abheilt, nach meinem Gespräch mit Hanout fühle ich mich, als würde mein Hirn wieder überlasten. Alles, was ich dachte zu wissen stellt sich als große Lüge heraus, dafür weiß ich endlich, was sich in dem dunklen Bereich meines Kopfes verbirgt, den ich bisher einfach nicht ergründen kann. Endlich kann ich das Gefühl von Verlust und Leere in meinem Kopf und meinem Herzen erklären und wer weiß, vielleicht kann ich das Loch auch irgendwann füllen.
Ich bin eine Gefangene meiner Fähigkeiten und meiner selbst. Ich kann jeden Gedanken meines Gegenüber finden, lesen und ersetzen, nur bei mir selbst nicht. Bei mir gibt es diesen einen Bereich, in den ich nicht eindringen kann. Ein schwerer Unfall, wurde mir gesagt, hat mir alle Erinnerungen an meine Jugend geklaut. Ich weiß gerade noch, dass ich als Waise in einem Heim aufgewachsen bin. Auch wenn da diese Träume sind. Verschwommen sehe ich dann einen Mann, eine Frau und einen Jungen, jünger als ich. Manchmal auch den Schatten eines Mannes, der mein Herz höher schlagen lässt. In diesem Träumen fühle ich mich geborgen, aufgehoben und geliebt. Ich bin dann nicht wie jetzt auf der ewigen Suche, sondern bin angekommen.
In diesem Träumen sehe ich nie Gesichter. Ich höre das Lachen der Menschen, von denen ich mir wünschen sie wären meine Familie, aber ich sehe nie ihre Gesichter. Und wenn ich aufwache, bleibt mir nichts weiter als der dunkle Bereich in meinem Kopf, das unbestimmte Gefühl eines großen Verlusts und eine unerträgliche Leere.

Als das Wasser seinen Weg meinen Nacken hinab in meinen Funktionsanzug gefunden hat, hebe ich den Kopf.  Große Augen in Bergsee-Blau schauen mich auf einem schlanken, vor kurzem noch hageren Gesicht an. Meine Wangenknochen sind hoch, die Wangen endlich nicht mehr eingefallen. Die Zwangspause auf der Krankenstation hat mir gut getan.
Lange blonde Haare – jetzt mit einem rasierten Streifen im Nacken – bahnen sich ihren Weg auf meine Brust. Ich bin nicht groß, aber schlank und zierlich. Commander Jon Matthews kann mich mit Leichtigkeit tragen.
Bei der Vorstellung von mir in den Armen von Commander Jon wird meine Atmung hektisch, mein Kopf schmerzt, der dunkle Bereich regt sich. Ich verlasse das kleine Badezimmer meines Quartiers und setze mich auf das Bett. Ich beuge mich vor, nehme mein Gesicht zwischen die Hände und versuche ruhig und tief zu atmen.
Bloß nicht die Contenance verlieren, Shay Cameron!  Nach dem Gespräch mit Hanout mache ich mal einen Faktencheck. Was weiß ich sicher über mich?

Name: Shay Cameron
Augenfarbe: blau
Haarfarbe: blond
Beruf: Botin ersten Grades, Exekutive der Föderation
Fähigkeiten: telepathisch begabt auf dem höchsten bekannten Level
-> Gedanken senden, unbemerkt Gedächtnis Anderer scannen und                                                        manipulieren
Ausbildung: Academica
Blutgruppe: 0 negativ
Freunde beschreiben mich: als Führungsposition, stark, barmherzig, scharfsinnig, gutmütig, aber auch getrieben und ständig auf der Suche

Hanout hat mir noch so viel mehr verraten, aber die Informationen fühlen sich noch fremd an, als würde sie zu einer anderen Person gehören. Ich hoffe, irgendwann werden die Informationen alle wieder zu mir gehören. Ich hoffe, irgendwann weiß ich wieder, wer ich wirklich bin.

Morgen geht es bei Bücherfarben mit dem Thema „Telepathie“ weiter.
Den Ganzen Tourplan gibt es hier. 

♦    ♦    ♦    ♦

Das Buch zur Tour

Dignity Rising HEdy Loewe

Preis: 3,99 €                                 Seiten: 487                                    ISBN: 978-3-646-30066-6               Zum Buch beim Verlag                    Zum Buch bei Amazon                    

Klappentext:

**Die Sterne vergessen nie…**
Wenn sie es will, bleibt der Telepathin Shay kein einziger Gedanke ihrer Mitmenschen verborgen. Doch in ihrem eigenen Kopf gibt es einen dunklen Bereich, den sie einfach nicht ergründen kann. Fast so, als hätte jemand ihr Gedächtnis gelöscht, aber eine geheimnisvolle Sehnsucht dagelassen. Angetrieben von diesem Gefühl, das sie jeden Tag aufs Neue in die Ferne ruft, schließt Shay sich einer intergalaktischen Rebellion an, die sie auf eine lange Reise schickt – direkt in die Nähe eines für ihre Vergangenheit entscheidenden Mannes…
Als Commander Jon Matthews im entlegensten Winkel der Galaxie plötzlich die verloren geglaubte Liebe seines Lebens wiedersieht und diese ihn nicht erkennt, fällt seine so hart erarbeitete Maske von ihm ab.  Wie vor Jahren muss er abermals um Shays Liebe kämpfen. Doch diesmal geht es um viel mehr. Diesmal geht es auch um ihr Leben…

♦    ♦    ♦    ♦

Gewinnspiel

Preise: 
1. Platz: Patchwork-Handytasche + E-Book »Dignity Rising: Gefesselte Seelen« von Hedy Loewe
2. Platz: Duftkerze + E-Book »Dignity Rising: Gefesselte Seelen« von Hedy Loewe
3. Platz: 1x E-Book »Dignity Rising: Gefesselte Seelen« von Hedy Loewe

So geht’s: 
Beantworte die Tagesfrage und sammele jeden Tag ein Los

Tagesfrage
Welchen Eindruck hast Du von Shay Cameron?

Teilnahme bis einschließlich 8.10.2017 möglich
Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden.

 

Verlagstour Sommerburg Verlag – „Blutpsalm“ von Meredith Winter

Sommerburg VerlagHerzlich Willkommen zu Tag 5 der Sommerburg Verlag – tour

Gestern ging es bei Corrinas World of Books um die Liebe entgegen aller Konventionen, dabei ging es um die Liebe zwischen Pastor Jonathan Littke und Edel-Prostituierte Marlene, die Protagonisten aus »Blutspalm« von Meredith Winter. Heute bleiben wir bei »Blutspalm«, es geht um Mordfälle gegen Klischees.

Krimi-Leser kennen das, man nimmt einen Krimi zur Hand und auf den ersten Seiten stirbt eine quasi unbekannte Figur, sie dient lediglich als Aufhänger, gehörte meist zu den Hausfrauen, kleineren Büroangestellten, war Rotlicht-Millieu tätig etc. etc. etc. und passte entweder einfach in das Beuteschema des Mörders oder war zur falschen Zeit am falschen Ort. Dabei oft unbeachtet: Laut Kriminalstatistik sind bei vollendetem Mord und Totschlag knapp zwei Drittel Verwandte oder nähere Bekannte tatverdächtig. Zwischen Opfer und Täter gibt es also oft eine gemeinsame Vergangenheit oder gemeinsame Berührungspunkte in der Vergangenheit.
Wichtige Personen aus der Gesellschaft sind eher selten Opfer, oft aber Täter, die sich mit ihrem Prestige und ihrem Ruf schützen.

Meredith Winter dreht den Spieß um, nimmt das Klischee der ermordeten Prostituierten, das so oft ein Krimi eröffnet und dreht es. Hier ist die Prostituierte Marlene Protagonistin mit auserlesener  Kundschaft in der High Society Sommerburgs und der Mörder kreist Marlene ein, in dem er ihre Freier ermordet. Dabei schreckt er nicht nur davor zurück, den Polizeichef zu ermorden, auch der Bürgermeister Sommerburgs buchte regelmäßig Marlenes Dienste und wird zu aller erst, auf den Stufen der Kirche, tot aufgefunden.

Weiteres Klischee, mit dem Meredith Winter bricht ist die Rolle des Geistlichen. Sind Geistliche häufig die unbescholtenen Ermittler, hat Meredith Winter hinter den Geistlichen viele dunkle Geheimnisse verborgen, die der Leser nur teilweise in Laufe der Geschichte erfährt.

Es ist erfrischend einen Krimi zu lesen, der so viele Konventionen und Genre-Klischees bricht und es mal nicht der Sohn von IT-Girl der Region ist, der behütet durch den Einfluss seiner Eltern in einem Kokon aufwächst, der mordend durch die Region zieht und hinter sich eine Spur von Leichen zurücklässt.

3 Krimi-Klischees, die wir in »Blutspalm« nicht finden:

  • Der neue Kollege
    Der Ermittler bekommt einen neuen Kollegen, weil sein alter Partner gestorben ist. Im Dienst. Um dem Ermittler das Leben zu retten
  • Der geniale Serienmörder
    Der Mörder ist ein böses Genie, das die Menschheit unterjochen will und niemals von der Polizei geschnappt wird – außer es gibt den einen Ermittler, der intelligenter ist
  • Der Held hat Suchtprobleme
    Ja, Sherlock Holmes hat sie und das darf er auch. Aber kein anderer Ermittler sollte solche Suchprobleme haben, aktuell gehören Suchtprobleme zum guten Ton im Krimi-Genre

Gewinnspiel

Je 1 Paket zu „Blutpsalm“ und „Blutroter Frost“.
Inhalt: Je ein Print und zum Buch passende Dekoration für stilechtes Lesevergnügen.

So geht’s:
Jeden Tag kann ein Los durch Beantwortung der Tagesfrage gesammelt werden.

Die Gewinnspielfrage:
Gibt es Klischee in Krimis, die Dich beim Lesen langweilen – wenn ja, welche?
Wenn nein, welche Klischee in Krimi liest Du vielleicht sogar sehr gern?
Gewinnspiel läuft bis 8.10. um 23:59Uhr
Teilnahmebedingungen


Staionen der Blogtour

29.09. – Verlagsvorstellung – Sandys Welt
30.09. – Was ist Romantic Suspense –  Bookwormdreamers
01.10. – Buch- & Protaginstenvorstellung “Blutpsalm” –  Vielleserin 
02.10. – Liebe entgegen aller Konventionen bei Corinna von Corinna’s World of Books
03.10. – Mordfälle gegen jedes Klischee – hier
04.10. – Autoreninterview – Charleens Traumbibliothek
05.10. – Buch- und Protagnistenvorstellung “Blutroter Frost” – Binchen’s Bücherblog 
06.10. – Der aufdringliche Ex – Books and Cats
07.10. – Beruf und Privatleben – Ein unschaffbarer Spagat? – Leseengels Buchblog
08.10. Interview mit der Verlagsleiterin – Drachenleben

Rezension: »Der Fluch der sechs Prinzessinnen 01: Schwanenfeuer« von Regina Meißner

Der Fluch der sechs Prinzessinnen (Band 1)- Schwanenfeuer»Der Fluch der sechs Prinzessinnen 01 – Schwanenfeuer«
von Regina Meißner

Sternensand Verlag, Oktober 2017
978-3-9068-2945-6
368 Seiten
Preis:  6,99€ eBook | 12,95€ Taschenbuch

Leseprobe
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Inhalt

Prinzessin Estelle ist verflucht, an einem einsamen See mitten im Wald lebt sie tagsüber als Schwan und Nachts als Mensch. Ein Entkommen scheint der jungen Prinzessin nicht möglich.
Erst als der junge Jäger Ayden in der Dämmerung zum Schwanensee kommt, einen Schwan schießt und eine verletzte junge Frau entdeckt, keimt in der Prinzessin neue Hoffnung auf ein Ende des Fluches. Kann Ayden Estelle helfen das Rätsel um den Fluch zu lösen? Und wird Estelle mit Aydens Hilfe nicht nur sich, sondern auch ihren Schwestern helfen können?

Fazit

»Der Fluch der sechs Prinzessinnen 01 – Schwanenfeuer« von Regina Meißner ist der Auftakt einer Märchenadaption, die zum Träumen einlädt. Das Buch, das auf dem Ballett »Schwanensee« von Pjotr Iljitsch Tschaikoswki beruht, hat mich mit seinen vielen Stärken überzeugt.

Regina Meißner hat einen tollen Schreibstil, flüssig, verspielt und märchenhaft zaubert sie eine fast magische Atmosphäre um Estelle und Ayden.
Das Tempo der Geschichte treibt die Autorin durch einen Perspektivwechsel an, sowohl Ayden als auch Estelle erzählen ihre Erlebnisse. Eine Gute Wahl der Autorin, die eher ruhige Geschichte ohne große Action, bekommt so das Gewisse etwas und schüttelt die drohende Gefahr der  aufkommenden Langweile ab. Zudem lernt der Leser beide Protagonisten besser kennen, ich konnte so gerade Estelle gut nachvollziehen und verstehen.
Allerdings hat sich die Autorin hier auch einen Fallstrick gelegt, der zu Wiederholungen führte. Oft wurden nach einem Perspektivwechsel Geschehnisse zusammengefasst, die der Leser im Abschnitt zuvor mit dem anderen Protagonisten erlebt hat. Diese repetitiven Szenen waren für mich nicht nötig.

Kurz: »Der Fluch der sechs Prinzessinnen 01 – Schwanenfeuer« von Regina Meissner ist ein toller Auftakt einer gelungenen Märchenadaption. Die Autorin zaubert eine magische Atmosphäre, in der sie zwei sympathische Protagonisten auf ein märchenhaftes Abenteuer mit recht offenem Ende schickt.
Wer gerne Märchendaptionen liest, sich an ruhigen Geschichten ohne stetig steigende Spannung nicht stört und empfänglich für einen malerischen Schreibstil ist,  sollte hier einen Blick riskieren.

Bewertung

4 Bücher

4 von 5

 

Autorin

Regina Meißner

Regina Meißner wurde 1993 in einer Kleinstadt in Hessen geboren, in der sie auch heute lebt. Die Autorin studiert Englisch und Deutsch auf Lehramt und liebt in ihrer Freizeit neben dem Schreiben das Lesen, Nähen und ihren Dackel.
2015 veröffentlichte die Autorin ihr Debüt, seit dem folgten weitere  Fantasy und Contemporary Romane.

 

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Bücher von Regina Meißner

  


Weitere Meinungen zu »Der Fluch der sechs Prinzessinnen 01 – Schwanenfeuer« von Regina Meißner

Lina’s Büchertraumwelt (4,5/5)
Fuchsias Weltenecho (4/5)
♦ Katjas Bücherwelt (4/5)
Yvi’s kleine Wunderwelt (4/5)
Bücherwürmchen (4/5)


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Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Blogtour „Die Schwestern von Feuer und Erde“ von Lyliana Ravenheart

Blogtour Die Schwestern von Feuer und ErdeHerzlich Willkommen zu Tag 7 der Blogtour zu
Fluch der Elemente – Die Schwestern von Feuer und Erde
von Lyliana Ravenheart

Gestern ging es bei Tausend Leben um das Thema Mythologie, heute geht es um die Prophezeiung.

Nüchtern, in nicht religiösem Kontext, betrachtet, ist eine Prophezeiung eine Prognose von Ereignissen in der Zukunft.
Im religiösen Kontext ist eine Prophezeiung eine Botschaft durch Propheten, die sich durch eine/n Gott(heit) berufen fühlen.
Alle mündlichen und schriftlichen Propheziungen eines Propheten werden als Prophetie zusammengefasst. Prophetie leitet sich aus dem altgriechischen Ausdruck für „aussprechen“, „aussagen“, „für jemanden sprechen“ ab, auch Verheißungen, Wahrsagungen und Weissagungen fallen in diese Kategorie.

Eine Albenprinzessin, von Menschen geboren, sollte den
Dunkelalben zu neuem Glanz verhelfen. Sie aus der Düsternis
befreien und Licht in ihre Welt bringen.
aus: Fluch der Elemente – Die Schwestern von Feuer und Erde – Lyliana Ravenheart, S. 7

In Fluch der Elemente – Die Schwestern von Feuer und Erde erinnert sich Myrkvi an eine alte Prophezeiung, als ihm zwei Menschen ihre erstgeborene Tochter anbieten.  Eine Prophezeiung, die ihn und seinen Vater dazu bewegt, einen Vertrag mit den Menschen zu schließen und ein Neugeborenes als seine zukünftige Braut anzunehmen.
Lyra, die Myrkvi nur wenige Minuten nach ihrer Geburt das erste Mal in den Armen hält, soll an ihrem 17. Geburtstag mit ihm in das Reich der Dunkelalben kommen und sie aus der Dunkelheit zurück ins Licht führen.
Seit langer Zeit suchen Schattenwesen das Reich der Dunkelelben heim. Sie saugen das Leben aus der Welt und es scheint, dass nur Lyra diese Wesen mit ihrer Feuermagie bekämpfen kann.

Gewinnspiel

die schwestern von feuer und erde

  1. Preis: E-Book im Wunschformat + Goodiepaket
  2. Preis: 2×1 Schmucklesezeichen nach Wunsch (Team Myrkvi oder Team Aleksi bzw Hirsch oder Rabe) + Goodiepaket
  3. Preis: 2×1 Goodiepaket

Es kann jeden Tag ein Los für den Lostopf gesammelt werden, indem die individuelle Tagesfrage beantwortet wird. Meine für heute lautet: Auch für unsere Welt gibt es einige Proophezeiungen: Glaubst Du an Propheziungen?

Teilnahmebedingungen

Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
Das Gewinnspiel wird von CP – Ideenwelt organisiert.
Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
Sollte der Gewinner sich im Gewinnfall nach Bekanntgabe innerhalb von 7 Tagen nicht bei CP-Ideenwelt melden, rückt ein neuer Gewinner nach und man hat keinen Anspruch mehr auf seinen Gewinn.
Das Gewinnspiel endet am 30.09.2017 um 23:59 Uhr.


Stationen der Blogtour

Sonntag, 24. September 2017
Lilyana Ravenheart und ihr Buch „Die Schwestern von Feuer und Erde“
Bücherjunky

Montag, 25. September 2017
Der Vertrag
Bookwormdreamers

Dienstag, 26. September 2017
Dunkelalben & Lichtalben
Letannas Bücherblog

Mittwoch, 27. September 2017
Totenfest
Kathrinsbooklove

Donnerstag, 28. September 2017
Die vier Elemente
Chrissi die Büchereule

Freitag, 29. September 2017
Mythologie
Tausend Leben

Samstag, 30. September 2017
Die Prophezeiung
hier

Sonntag, 01. Oktober 2017
Gewinnspielauslosung auf allen Blogs

Blogtour „Singende Eidechsen“ von Evadeen Brickwood

Blogtour singende EidechseHerzlich Willkommen zu Tag 2 der Blogtour
„Singende Eidechsen“ von Evadeen Brickwood

Gestern gab es bei Charleens Traumbibliothek eine großartige Buch- und Protagonistenvorstellung, ich stelle euch heute das Land vor, in dem Bridget ihre verschwundene Schwester Claire sucht: Botswana.

Botswana, offiziel Republik Botswana, liegt im Süden Afrikas und ist ein Binnenstaat, grenzt an Südafrika, Namibia, Sambia und Simbabwe. Seit dem 30. September 1966 ist Botswana unabhängig und nicht mehr Teil des Vereinten Königreichs.
Gesprochen wird hier Englisch, Setswana sowie örtliche Dialekte.
Bezahlt wird mit Pula, wobei ein Pula ungefähr 0,08€ (27.09.2017) entspricht. Die Alterstruktur in Botswana ist ziemlich jung, mehr die Hälfte der Bevölkerung ist unter 40, eine Tatsache die , die vor allem der AIDS-Pandemie zugeschrieben werden muss. Rund 18,5% der Erwachsenen in Botswana sind HIV-Positiv – die weltweit dritthöchste Prävalenz (2013).

Gaborone, die Stadt, in der Bridget erstmal botsuanischen Boden betritt, ist die Hauptstadt der Republik und ist mit mehr als 232.000 Einwohnern die größte Stadt des Landes.
Wie Botswana allgemein, ist die Korruption in Gaborone eher gering einzuschätzen. Nach dem Korruptionswahrnehmungsindex von 2012 liegt Botswana auf Platz 65 und wird damit weniger korruptionsanfällig eingeschätzt als Spanien, Polen oder Italien.

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Bildungs- und Gesundheitswesen
Botswana gehört zu den wenigen Ländern, in denen keine Schulpflicht besteht – trotz großer Alphabetisierungskampagnen der Regierung seit 1980. 2015 besuchten, trotz der 2006 erhobenen Schulgebühren, 89% der Mädchen und 88% der Jungen die Schule.

Botswana hat sei der Unabhängigkeit landesweit eine gut strukturierte Gesundheitsversorgung eingerichtet, es gibt kleine Krankenstationen, große Health Centers und mobile Krankenstationen.
Größtes Problem ist und bleibt die hohe HIV-Ansteckungsrate, zwar konnte diese durhc verschiedenen Maßnahmen seit 2001 um über 50% reduziert und die Lebenerwartung von 49 auf 62 Jahe gesteigert werden, dennoch ist hier ein Weg für das Land zu beschreiten.

Geschichte
Um das 650 enstand im heutigen Botswana der Staat Toutswe, der bis in das 15. Jahrhundert existierte. Der Staat zerfiel möglicherweise unter dem wachsenden Druck des wachsenden Nachbarreiches Groß-Simbabwe.
Schon seit 1095 drangen verschiedene Bantu-Völker in das Gebiet von Botswana ein, mit dem Zerfall des Reiches gründeten verschiedene Ethnien um 1800 eigene kleine Königreiche.

Im Zuge der Mfcane kam es zu militärischen Auseinandersetzungen, durch die einwandernden Buren geriet das Gebiet von Botswana zusätzlich unter Druck. 1885 schloss das Vereinte Königreich mit dem größten Tswana Herrscher Schutzverträge und bis 1966 war das Gebiet unter dem Namen Betschuanaland das größte britische Protektorat im südlichen Afrika.

Menschenrechte
Die freie Meinungsäußerung ist in Botswana weitestgehend gewährleistet, ethnische Spannungen und auch Polizeiübergriffe kommen dennoch vor.Ein Thema, da Organisationen wie Amnesty International in Botswana beschäftigt, ist der Schutz von Kindern. 13,5% der Kinder unter 15 Jahren müssen arbeiten, versorgen oft die ganze Familie.

Homosexualität ist in Botswana gesetzlich verboten und kann mit bis zu sieben Jahren Haft geahndet werden. In den letzten Jahren hab es nach Auskunft der Regierung keine Verurteilung wegen der sexuellen Orientierung eines Menschen.

Ein Thema, das in Botswana groß geschrieben wird, ist die Diskriminierung. HIV-Infizierte werden oft -auch von Arbeitgebern- diskriminiert und werden davor nicht vom Staat geschützt.
Auch die indigene Khoisan-Bevölkerung ist der Diskriminierung preisgegeben, nach einer Zwangsumsiedlung, wurden ihnen unter anderem Jagdrechte sowie der Zugang zu Wasserresourcen verweigert. Erst seit 2011 hat ein Gericht dem Volk das Recht zugesprochen, den Brunnen auf ihrem Land nutzen zu können.

Gewinnspiel

1. Preis: 1 Print + 1 Tasse zum Buch
2. Preis: 1 eBook + 1 Tasse zum Buch
3. Preis: 1 Tasse zum Buch

So geht’s:
Jeden Tag kann ein Los durch Beantwortung der Tagesfrage gesammelt werden.

Die Gewinnspielfrage:
Würdest Du wie Bridget in ein unbekannten Land mit ganz anderem kulturellen Hintergrund fahren, um eigenmächtig Deine verschwundene Schwester zu suchen oder das doch der dortigen Polizei überlassen?

Teilnahmebedingungen


Staionen der Blogtour

27.09. – Buch- und Protagonistenvorstellung – Charleen’s Traumbibliothek

28.09. – Botswana – hier

29.09. – Wie weit würdest du für deine Liebsten gehen? – Bookwormdreamers

30.09. – Kulturschock – Eine Suche der besonderen Art – Eine Bücherwelt

01.10. – Autoreninterview – Sandys Welt

02.10. – Gewinnspielauslosung – auf allen Blogs