Rezension: »Die Legenden von Karinth 02« von C.M. Spoerri

Die Legenden von Karinth 02 C.M. Spoerri»Die Legenden von Karinth 02«
von C.M. Spoerri

Sternensand Verlag, August 2017
978-3-9068-2962-3
440 Seiten
Preis:  6,95€ eBook | 12,95€ Taschenbuch | 18,95€ Hardcover


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Achtung: Rezension kann Spoiler für alle enthalten, die Band 1 von »Die Legenden von Karinth« nicht kennen.

Inhalt

Eigentlich will Maryo Valdoris nur Elfenprinzessin Amyéna finden, nach Hause bringen und den fremden Kontinent Karinth hinter sich lassen.
Keine leichte Aufgabe, denn während Amyéna in den Händen eines Sklavenhändlers mit gewissen Ruf ist, führt Maryos Schicksal ihn direkt in die Arme der Amazonen, ein Volk, das Elfen hasst. Gegen seinen Willen ist der Elf plötzlich auf dem Weg in den Hochwald und eine alte Prophezeiung scheint sein Schicksal schon vorhergesagt zu haben.

Fazit

Sehnsüchtig habe ich die Fortsetzung von Maryos Abenteuer erwartet und wurde nicht enttäuscht. Vielmehr bin ich wieder fasziniert, dass C.M. Spoerri ihre Welt noch weiter ausbauen konnte. Da denke ich, so langsam kenne ich die Hauptfiguren der Geschichte und hätte eine Idee, in welche Richtung sich der Plot entwickeln könnte und dann kommt die Fortsetzung und C.M. Spoerri überrascht mich völlig.

Maryo Valdoris bekommt als Protagonist noch mehr Tiefe und immer noch passt das Bild des jüngeren Maryos zu dem Elfen, den ich in früher erschienen Büchern der Autorin, deren Handlung aber später platziert ist, kennengelernt habe. Neben dem Elfen haben mir aber noch zwei andere Charaktere sehr gut gefallen: die Amazone Thesalis und der Rote Tarkar.
Erstere ist unglaublich sympathisch, stur, stark und voreingenommen, aber auch lernfähig und offen, wenn sie ihr berechtigtes Misstrauen und ihre Vorsicht überwunden hat. Sie ist sehr eigensinnig und scheint Maryo in einigen Charakterzügen so ähnlich, dass ihr Aufeinandertreffen und ihr Umgang sehr unterhaltsam ist.
Letzterer, der Rote Tarkar, ist ein sehr mysteriöser und interessanter Charakter, bei dem schnell klar wird, dass er eine eigene Geschichte hat, die sich lohnt erzählt zu werden. Und was soll ich sagen? C.M. Spoerri verkündete vor wenigen Tagen, dass sie an der Geschichte von dem Roten Tarkar arbeitet (Videobeweis).
Ich bin jetzt schon gespannt auf diesen Exkurs zum Roten Tarkar und am Fangirlen.

Der zweite Band von »Die Legenden von Karinth« gehört zu meinen Lesehighlights 2017. C.M. Spoerri hat sich das für ihr neuestes Werk aber nicht nur mit ihren gelungenen Charakteren verdient, die authentisch und lebendig sind und mich von Seite eins bis zum Ende verzaubert haben.
Auch ihr bildhafter, anschaulicher, fliessender und klarer Schreibstil haben mich überzeugt. Wie aus ihren anderen Büchern gewohnt hat mich die Autorin mit nach Karinth genommen und mich das Land mit eigenen Augen entdecken lassen. Dabei beschreibt sie genug Details, um die Atmosphäre zu schaffen und lässt der Fantasie gleichzeitig genug Freiraum, um Karinth selbst zu erleben.

Mit der Fortsetzung von »Die Legenden von Karinth« hat C.M. Spoerri viele Fragen aus dem Auftakt der Legenden von Karinth beantwortet, mich aber gleichzeitig mit neuen Fragen zurückgelassen. Mit neuen Charakteren, Organisationen und Entwicklungen heizt C.M. Spoerri Maryos Abenteuer in diesem Band so richtig an.
Wer gerne spannende, unterhaltsame Fantasy liest, die mit Spannung, Gefühl und Vielfältigkeit überzeugt, sollte einen Blick auf »Die Legenden von Karinth« von C.M. Spoerri werfen.

Bewertung

5 von5 plus bienchen

5 von 5 mit Bienchen

 

Autorin

C.M. Spoerri

C.M. Spoerri wurde 1983 geboren und lebt in der Nähe von Zürich. Mit „Alia – Der magische Zirkel“ erschien im März 2014  nicht nur der Debütroman von C.M. Spoerri, sondern auch der Auftakt einer mitreißenden Fantasy-Saga.
Im September 2015 gründete die Autorin den Sternensand Verlag und veröffentlich seither nicht nur ihre eigenen Bücher unter dem Sternenbanner, sondern auch die Werke von u.a. Jasmin Romana Welsch, Maya Shepherd oder Carolin Emrich.

Website · Facebook · Sternensand Verlag

 

Die Legenden von Karinth

 

 


Weitere Meinungen zu »Die Legenden von Karinth 02« von C.M. Spoerri

folgt

 


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Rezension: »Behemoth 2333 – Band 01: Das Jupiter Ereignis« von Joshua Tree

Behemoth 2333 - Band 01 Das Jupiter Ereignis Joshua Tree»Behemoth 2333 – Band 01: Das Jupiter Ereignis«
von Joshua Tree

Self Pubslishing, Juli 2017
ASIN: B074CCVXTX
172 Seiten
Preis:  2,99€ eBook

Leseprobe

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Inhalt

Im Jahr 2333 ist der Kontakt zur Erde abgebrochen und in der einzigen Kolonie der Menschen im Archimedes System herrscht Unruhe. Ungeklärte Entführungswellen haben das System mehrmals erschüttert, politische Parteien versuchen sich durchzusetzen und ein Krieg stürzt alles ins Chaos.
Als sich trotz aller Unmöglichkeiten ein Wurmloch mitten im Archimedes System öffnet, sieht sich Schmuggler-Captain Jeremy Brandt mit seiner Crew unverhofft in der Lage der Navy zu helfen und sich dem mysteriösen Feind hinter dem Wurmloch zu stellen…

Fazit

»Behemoth 2333 – Band 01: Das Jupiter Ereignis« von Joshua Tree ist der fulminante Auftakt einer Science Fiction eBook-Serie, die auch als Print erscheinen wird. Regelmäßig wird der Autor seine Leser mit auf die Abenteuer von Captain Jeremy Brandt und seiner Crew nehmen – ich freue mich schon!

Auf den 172 Seiten des ersten Bandes bringt Joshua Tree viele Informationen über seine Sci-Fi-Welt unter, neben Personen, politischen Parteien und Planeten lernt der Leser auch neue technische Begriffe. Trotz der fülle der Information ist es dem Autor gelungen, einen spannenden und nicht überladenen Einstieg in die Abenteuer von Jeremy Brandt zu schreiben, der gleichzeitig fesselnd und lebendig ist.
Wie im Auftakt seines Fanatsy-Abenteuers »Pilgrim – Die Rebellen« zeigt Autor Joshua Tree seine Vorliebe für komplexe Hintergründe, detaillierte Welten und Intrigen, überrascht aber auch mit seinem Talent für rasante Weltraumschlachten. Lebendig und bildhaft schreibt Joshua Tree die Abenteuer von Captain Jeremy Brandt nieder und baut von der ersten bis zur letzten Seite Spannung auf. Entsprechend rasant ist das Lesetempo, Pausen oder Langeweile kommen nicht auf.  Neben Spannung, Action und Intrigen legt Joshua Tree aber auch Wert auf gut gestaltete Charaktere, die Tiefe und Potential haben.
Ich frage mich immer noch, wie er das auf 172 Seiten alles unterbringen konnte. Aber er hat es geschafft, ohne dass der Auftakt der »Behemoth 2333«-Reihe überladen wirkt.

Kurz: »Behemoth 2333 – Band 01: Das Jupiter Ereignis« von Joshua Tree ist der actionreiche Auftakt einer rasanten und komplexen Science-Fiction Serie, die eine Empfehlung für Leser ist, die keine Angst vor anspruchsvollen Handlungssträngen, sarkastischen Charakteren, Witz und Kreaturen aus der Tiefe des Alls haben.

Bewertung

5 von 5

 

Autor

Joshua Tree

Joshua Tree ist das Pseudonym von Kommunikationstrainer, Journalist, Abenteurer und Autor Benjamin Krämer, geboren 1986. Zusammen mit seinem Bruder entwickelte der Autor das „EPIC Coaching“ für Führungskräfte und schreibt Ratgeber wie „Über das Selbst hinaus“.
2017 veröffentlichte der Autor als Joshua Tree den Auftakt der Pilgrim-Saga  – von irgendwo auf der Welt. Seit Mai 2016 befindet sich Joshua Tree nämlich immer mal wieder mit dem Motorrad auf Weltreise.

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Behemoth 2333

 


Weitere Meinungen zu »Behemoth 2333 – Das Jupiter Ereignis« von Joshua Tree

Naraliyas Journey to Fairytales
Weltenwanderer


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Rezension: »Im Kreis der Sieben« von Christin Burger

Im Kreis der Sieben - Christin Burger (2)»Im Kreis der Sieben«
von Christin Burger

Selbtverlag, 2. Auflage, November 2016
978-3-0005-5105-5
360 Seiten
Preis:  3,99€ eBook | 9,95€ Taschenbuch

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Inhalt

Vorhin war Lara mit ihrem Vater auf den Friedhof, jetzt ist er verschwunden.
Einzige Hinweise auf seinen Verbleib sind ein mysteriöse Computerprogramm und alte Fotos. Die Spuren führen Lara aber nicht von Berlin-Neukölln in den Schwarzwald, sondern an einen magischen Ort, der Lebenden eigentlich verwehrt sein sollte: Das Totenreich.
Zusammen mit Timo, dem jungen mit der Vespa, der dicken Katze Styx, die Visionen verleiht und dem schwebenden Auge, das seine Bestimmung vergessen hat, macht sich Lara auf die Suche nach ihrem Vater. Dabei und muss sie Schicksale entschlüsseln und darf ihren Willen zu Leben niemals vergessen. Werden Lara und Timo die Welt der Toten wieder verlassen können?

Fazit

»Im Kreis der Sieben« von Christin Burger habe ich ihm Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks entdeckt, Cover und Klappentext haben mich wirklich neugierig gemacht.
Überzeugt haben mich dann die 360 Seiten zwischen Cover Ende des Buches.
Christin Burger hat eine magische Geschichte um ein junges Mädchen geschaffen, das im multikulturellen Neukölln ohne Mutter aufgewachsen ist und nun ihren Vater sucht.
Dabei spielt nicht nur die Suche nach ihrem Vater eine Rolle in der Geschichte von Lara, sondern auch die Religion. Während ihre beste Freundin Ayse an dem Islam glaubt, glaubt Lara lieber an gar nichts. Mit ihrer Einstellung zu Glauben muss sie sich zwangsweise mit dem Eintritt ihres lebendigen Körpers in das Totenreich beschäftigen.
Christin Burger hat dabei eine schöne, fantasievolle und anrührende Geschichte geschrieben, die Laras Suche nach ihrem Vater zeigt und ihr dabei die Chance gibt sich selbst besser kennenzulernen.

Den tieferen, fast schon philosophischen Hintergrund von Laras Suche verpackt Autorin Christin Burger in eine bildgewaltige Geschichte mit den unterschiedlichsten Charakteren.
Neben Lara haben wir Ayse, Laras beste Freundin, die die Symbiose aus islamischen Werten und deutscher Kultur veranschaulicht. Aber nicht nur die beiden haben mit ihrer offenen, sympathischen Art gut gefallen und eine ganz wunderbare und starke Freundschaft.
Auch Chem, Mila und Timo tun viel für die Entwicklung der Geschichte.
Meine Favoriten sind aber Katze Styx, Zwitscher und das schwebende Auge – die drei geben ein toles Trio ab und haben die ernsten Themen von »Im Kreis der Sieben« aufgelockert.

Der Schreibstil von Christin Burger ist schön, flüssig und wirkt sehr malerisch. Das Erzähltempo ihrer Geschichte hält die Autorin im mittleren Bereich, es wird nie langwelig, die Ereignisse überschlagen sich aber auch nicht und nehmen sich gegenseitig die Wirkung.
Vielmehr hat der Leser Zeit das Gelesene zu erleben und auch zu rekapitulieren, ohne dafür den Lesefluss zu unterbrechen.

Kurz: »Im Kreis der Sieben« von Christin Burger ist ein toller Auftakt für eine Geschichte, die sich mit Urthemen der Menschen beschäftigt und dabei eine fantastische junge Protagonistin in den Fokus setzt, die offen ist und sich selbst reflektieren kann. »Im Kreis der Sieben«  ist eine Leseempfehlung für Leser von Geschichten, die sich gerne auch mal länger mit tiefgründigen Themen eines Buches beschäftigen und dabei authentische Charaktere abseits der gängigen Fantasyszene schätzen.

Bewertung

4 Bücher

4 von 5

 

Autorin

Christin Burger

Christin Burger wurde 1975 in Tübingen geboren. Die Autorin schlug in Freiburg, Aachen und Berlin ihre Zelte auf, bis ein Beusch im Theater ihr zeigte: sie will schreiben! Sie absolvierte ein Praktikum bei einer täglichen Serie und arbeitet mittlweile seit über 15 Jahren als Autorin für verschiedene Fernsehformate.

Heute lebt die selbstständige Autorin mit Mann und Katzen im Schwarzwald.

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Im Kreis der Sieben


Weitere Meinungen zu »Im Kreis der Sieben« von Christin Burger

Rickys Buchgeplauder
Anni Chans fantastische Welt der Bücher
Ela Feyh


 

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Neuerscheinungen im August 2017

Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherstadt Akram El Bahay

25.08.2017

»Die Bibliothek der flüsternden Schatten – Bücherstadt «  Akram El Bahay

Klappentext
Eine riesige unterirdische Bibliothek, hallende Bücherschluchten, Geheimnisse in jedem Buch
Sam ist ein Dieb – aber mit einer List gelingt es ihm trotzdem, in die Palastwache von Mythia aufgenommen zu werden. Er träumt von einem neuen Leben, von großen Aufgaben. Vielleicht wird er gar als Wache des Weißen Königs eingesetzt? Doch statt des Königs soll er nur alte, staubige Bücher bewachen, in der riesigen Bibliothek unterhalb der Stadt. Wie langweilig! Sam kann nicht mal lesen. Bald jedoch erfährt er am eigenen Leib, dass die hallenden Bücherschluchten ebenso gefährliche wie fantastische Geheimnisse bergen –

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Das verlorene Maedchen von Heather Young

21.08.2017

»Das verlorene Mädchen« – Heather Young

Klappentext
Minnesota 1935: Die Familie Evans verbringt ihren Sommerurlaub mit ihren drei kleinen Töchtern Emily, Lucy und Lilith in einem Haus am See. Was paradiesisch beginnt, endet in einer Katastrophe: Die sechsjährige Emily verschwindet eines Tages spurlos. 64 Jahre später: Ihr ganzes Leben hat Lucy das Geheimnis um Emily mit sich herumgetragen. Doch als sie stirbt, hinterlässt sie ihrer Großnichte Justine ein Notizbuch mit Hinweisen, was damals geschah. Justines älteste Tochter Melanie ist von der Geschichte geradezu besessen. Um jeden Preis will sie die ganze Wahrheit erfahren. Aber manchmal ist es besser, die Toten ruhen zu lassen …

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Abigale Hall von Lauren A Forry

21.08.2017

»Abigale Hall« – Lauren A. Forry

Klappentext
London 1947: In einer nebelverhangenen Nacht schickt Bess Haverford ihre Nichten Eliza und Rebecca nach Wales. Eliza hat nicht einmal mehr Zeit, sich von ihrem Freund Peter zu verabschieden. In Thornecroft, einem einsam gelegenen Herrenhaus, müssen die beiden Schwestern als Dienstmädchen arbeiten. Doch in den gespenstischen Hallen scheinen merkwürdige Dinge vor sich zu gehen. In der Vergangenheit verschwanden immer wieder Dienstmädchen, und Abigale Hall, der nach der verstorbenen Frau des Hausherren benannte Prachtsaal, übt eine seltsame Faszination auf Eliza aus. Kann Peter sie finden, ehe das düstere Geheimnis von Thornecroft auch ihr Schicksal besiegelt?

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Grandhotel Angst von Emma Garnier

14.08.2017

»Grand Hotel Angst« – Emma Garnier

Klappentext
Italien, März 1899. Die junge Nell reist mit ihrem Mann Oliver an die ligurische Küste, um in Bordighera ihre Flitterwochen zu verbringen. Das Paar logiert im luxuriösen Grandhotel Angst. Nell ist von dem großartigen Gebäude, dem exotischen Hotelpark und dem Blick aufs funkelnde Meer fasziniert. Doch zu ihrer Überraschung kennt Oliver nicht nur bereits das Personal und einige Gäste, sie scheinen auch Geheimnisse zu teilen. Als ein Hotelgast überraschend verstirbt, beginnt Nell, nachzuforschen. Und stößt auf eine Geschichte von Schuld und Verrat – und auf eine unheimliche Legende, die sie in ihren Bann zieht. Bis sie plötzlich selbst im Verdacht steht, ein Verbrechen begangen zu haben …
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Rezension: »Die Dämonenakademie 02 – Die Inquisition« von Taran Matharu

Taran Matharu Die Dömonenakademie Inquisition»Die Dämonenakademie 02 – Die Inquisition«
von Taran Matharu

heyne>fliegt, Juli 2017
978-3-9068-2949-4
400 Seiten
Preis:  9,99€ eBook | 12,99€ Broschiert

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Achtung: Rezension kann Spoiler für alle enthalten, die Band 1 »Die Dämonenakademie – Der Erwählte« nicht kennen.

Inhalt

Fletchers Schicksal hängt an einem seidenen Faden. Seine Feinde wollen eine Rückkehr an die Dämonenakademie verhindern und setzen dafür alle Hebel in Bewegung.
An der Akadmie selbst wird Großes vorbereitet, erstmal sollen die Schüler des Abschlussjahrgangs eine wichtige militärische Operation durchführen und in das Gebiet der Orks eindringen – und das ganze Königreich schaut ihnen dabei live zu.
Erstmals müssen alle angehenden Absolventen zusammenarbeiten, aber das ist gar nicht so leicht, denn einer von ihnen ist ein Verräter…

Fazit

Für Fletcher ist ein Jahr ins Land gezogen. Für den Leser knüpft Taran Matharu mit der Handlung seiner Fortsetzung nahtlos an das Ende »Die Dämonenakademie – Der Erwählte« an.

Mit seinem bildhaften und lebendigen Schreibstil hat der Autor seine Charaktere – allen voran Fletcher und Ignatius – wieder wahr werden lassen. Mit seiner Vielfältigkeit und Liebe zum Detail hat mich Taran Matharu bereits in »Die Dämonenakademie – Der Erwählte« (Rezension ist in Überarbeitung) bezaubert – und in seiner Fortsetzung hat er es wieder getan.
Spannend, unterhaltsam und emotional führt der Autor seine Charaktere in ein weitere Abenteuer, diesmal weit entfernt vom vermeintlich harmlosen Trainingsplatz in der Akademie mitten in das Lager der Orks. Dabei erfährt der Leser nicht nur mehr über den Waisenjungen Fletcher, die Elfe Sylva und Zwerg Othello, sondern auch über neue Weggefährten, die sich der bunten Truppe anschließen.

Taran Matharu ist es gelungen seine Charakter weiser und reifer werden zu lassen, ohne dass sie abstumpfen oder ihre faszinierten und offenen Blick auf die Welt verlieren.
Gerade Fletcher, der viel erdulden muss und lernt, dass Erwachsenwerden auch bedeutet Entscheidungen mit all ihren Konsequenzen zu treffen, bewahrt sich seinen neugierigen und aufgeschlossenen Charakter. Eigenschaften, von denen sich jeder etwas abschneiden sollte.
In seiner Reihe »Die Dämonenakademie« greift Taran Matharu mit dem Rassismuss zwischen Elfen, Menschen, Zwergen und Orks ein großes Problem unserer Gesellschaft auf und zeigt, wie gut die Dinge laufen können, wenn sich Fähigkeiten ergänzen und aufeinander Rücksicht genommen wird.

Nicht nur die Geschichte, auf das Buch wurde mit viel Liebe zu Detail gestaltet. Wie bereits in »Die Dämonenakademie – Der Erwählte« findet sich auch in der Fortsetzung Zeichnungen von Dämonen mit einem Überblick über ihre Fähigkeiten und Eigenschaften. Als bekennender Fan von Karten, Stammbäumen und Namensregister in Büchern, hat mich dieser Einblick in die Dämonologie sehr begeistert.

»Die Dämonenakademie – Die Inquisition« von Taran Matharu ist die wunderbare und fesselnde Fortsetzung einer Reihe, die zu meinen Favoriten zählt. Voller Liebe zum Detail ohne sich in Nichtigkeiten zu verlieren erzählt der Autor eine spannende Geschichte um Krieg, Freundschaft und Schicksal.

Bewertung

5 von5 plus bienchen

5 von 5 mit Bienchen

 

Autor

Taran Mantharu

Taran Matharu wurde 1990 in London geboren und hegte schon früh eine Leidenschaft für Geschichten. Aus der Liebe zum Lesen entwickelte sich der Wunsch selbst zu Schreiben.
Er studierte Business Administration und absolvierte ein Praktikum bei Radom House UK.
Nach einer kleinen Aus- und Reisezeit nahm sein Debüt »Die Dämonenakademie – Der Erwählte« im Rahmen des Nanowrimo 2013 gestalt an und wurde Publikumsliebling auf Wattpad.

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Die Dämonenakadmie

Prequel


Weitere Meinungen zu »Die Dämonenakademie – Die Inquisition« von Taran Matharu

Fuchsias Weltenecho
we lives a thousands lifes
Hannas Bücherwelt
booknator


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Rezension: »Die sieben Farben des Blutes« von Uwe Wilhelm

Die sieben Farben des Blutes von Uwe Wilhelm»Die sieben Farben des Blutes«
von Uwe Wilhelm

blanvalet, Juli 2017
ISBN-13: 978-3-7341-0344-5
481 Seiten
Preis:  8,99€ eBook | 9,99€ Taschenbuch

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Inhalt

Dionysos ist wieder da. Staatsanwältin Helena Fischer wusste, er würde wieder kommen.

Seit sie die Stufen zur Siegessäule erklommen und das vierte Opfer brutal ermordet vorgefunden hat, ist sie fest entschlossen den Mörder zu fassen.
Die vier ermordeten Frauen verdienen Gerechtigkeit und je eher man Dionysos fasst, desto besser. Denn er ist auf einer heiligen Mission, die eine Gefahr für jede erfolgreiche Frau ist.
Auch für Helena Fischer, denn aus dem Kampf um Gerechtigkeit wird schnell ein Kampf ums Überleben, als sie ins Visier von Dionysos gerät…

Fazit

»Die sieben Farben des Blutes« von Uwe Wilhelm ist der Beginn einer Trilogie um die Berliner Staatsanwältin Helena Farber.
Es war cool ein Thriller aus der Heimat zu lesen, der an Plätzen spielt, die man selbst schon das eine oder andere Mal gesehen hat. Da kommt gleich ein ganz spezielles Gefühl auf, wenn man das nächste Mal im Dunkeln die Siegessäule bewundert…

Bevor es jetzt an die Vorzüge des Thrillers geht, gleich vorab: Das Buch ist nichts für zart besaitete Gemüter. Die Szenen der Morde bzw. die Leichen und ihre Verstümmelungen werden in brutaler Ehrlichkeit, die hart an der Geschmacklosigkeit grenzt, geschildert. Wer das nicht erträgt, sollte sich überlegen, ob »Die sieben Farben des Blutes« als Lektüre wirklich geeignet ist.

Uwe Wilhelms hat mit Dionysos gekonnt einen perfiden Besessenen geschaffen, der sich im Alltag perfekt tarnt und im Schlamm der Berliner Justiz untertauchen kann.
Meine frühe Vermutung, wer Dionysos ist, hat sich zwar bestätigt, das hat mir aber nicht den Spaß am Lesen genommen.  Vielmehr machte sich ein irrationales kleines Gefühl der Überlegenheit breit, weil die Ermittler langsamer waren.
Mit Helena Farber ist Uwe Wilhelm eine starke, mutige und intelligente Protagonistin gelungen, die sich nicht so schnell die Butter vom Brötchen nehmen lässt – weder von Dionysos noch von ihrem Vorgesetzten oder sonst irgendwem.

»Die sieben Farben des Blutes« ist ein solider Thriller, der von Beginn an Spannung aufbaut und trotz des gelösten Falls im ersten Teil der Trilogie, das Interesse der Leser auf den letzten Seiten mit einem Knall zurückholt.

Bewertung

3 von 5

 

Autor

Uwe Wilhelm

© Florian Froschmayer

Uwe Wilhelm wurde 1957 in Hanau geboren und studierte Germanistik sowie Schauspiel. Seit 1987 schreibt er Theaterstücke, Sachbücher und Drehbücher, u.a. für Til Schweiger oder Bernd Eichinger. Der Autor ist verheiratet und lebt in Berlin.
Uwe Wilhelm veröffentlicht außerdem unter dem Pseudonym Lucas Grimm.

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Weitere Meinungen zu »Die sieben Farben des BLutes« von Uwe Wilhelm

♦Melanies Büchertipps
♦ Büchersammelsurium
Wallmanns Diversa
Fluchtpunkt Lesen


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Rezension: »Küss mich« (Sammelband) von Jasmin Romana Welsch

Küss mich sammelband Jasmin Romana Welsch»Küss mich« (Sammelband)
von Jasmin Romana Welsch

Sternensand Verlag, Juli 2017
978-3-9068-2960-9
530 Seiten
Preis: 12,95€ Taschenbuch

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Klappentext

Sam mag Musik, sarkastische Sprüche und ihr bester Freund ist der Schulschwarm Bastian. Als die Sommerferien vor der Tür stehen, verreist die Siebzehnjährige mit ihrem Vater in ein malerisches Idyll, das sich im nächsten Augenblick als Bilderbuch-Kaff entpuppt. Sie stellt sich schon auf die langweiligsten Ferien ihres Lebens ein, aber auf einmal ist da Chris. Ein arroganter, schlagfertiger Schönling mit Huskyaugen und Bauchmuskeln, die kluge Mädchen dumm machen können. Sam ist augenblicklich fasziniert von ihm. Doch ausgerechnet jetzt glaubt Bastian plötzlich, er hätte ein Vetorecht, und Sam stellt schockiert fest, dass er anscheinend mehr für sie empfindet, als gut für ihre Freundschaft ist. Ist das der Beginn einer Sommerromanze mit Ausbaupotential oder einer Gefühlsachterbahnfahrt, die im Chaos endet?

Fazit

Gekleidet in einem neuen Gewand, mit einem 3D-Effekt Cover, erscheint der Sammelband der Trilogie im Sternensand Verlag.

Emotional, unterhaltsam und fesselnd – drei Adjektive, die die »Küss mich«-Trilogie von Jasmin Romana Welsch vortrefflich beschreiben.
Wer bereits Bücher von Jasmin Romana Welsch kennt, weiß um ihren sympathischen Humor, der ihre Bücher ausmacht. In Kombination mit ihrem lebhaften Schreibstil, der dafür sorgt, dass das Lesen zum Erleben wird, werden aus ihren Geschichten schnell lieb gewonnene Momente abseits des Alltags.

In »Küss mich«, eines der Bücher der Autorin, die ich bisher aus Sorge um Kitsch gemieden habe, erzählt Jasmin Romana Welsch -völlig unkitschig, dafür aber mit einer ordentlichen Prise Sarkasmus- die Geschichte von Sam und Chris. Damit hat sie zwei Protagonisten, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein können: Sam ist das Mädchen mit der sarkastischen Ader, Chris scheint einfach nur gut auszusehen. Beide Charaktere entfalten aber schnell ihr ganzes Wesen und zeigen, dass sie nicht nur so sind, wie der erste Eindruck glauben macht.

Die Geschichte schreitet in einem flotten Tempo voran, Langweile kommt bei Sam und Chris nicht auf. Passend zum Alter der Protagonisten gibt es größere Probleme und kleine Probleme die von den Teenagern als größer empfunden werden, als sie sind. Dabei verliert die Geschichte aber nie ihren Witz und macht von der ersten bis zur letzten Seite Spaß beim Lesen.

Kurz: »Küss mich« von Jasmin Romana Welsch ist eine Leseempfehlung für Fans von kurzweiligen, romantischen Geschichten voller Witz, Sarkasmus und Suchtfaktor.

Bewertung

5 von 5

 

Autorin

Jasmin Romana Welsch

Jasmin Romana Welsch frönt seit dem Teenageralter dem Schreiben. Im Dezember 2013 veröffentlichte sie mit „Ash Grey“ erstmals ein Ergebnis ihrer Obsession. Seit dem verzaubert sie ihre Leser regelmäßig mit neuen Werken aus ihrer Feder.

 

 

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Weitere Meinungen zu »Küss Mich« (Sammelband) von Jasmin Romana Welsch

Bücherfarben
Süchtig nach Büchern
Liza’s Bücherwelt
Manjas Buchregal
Lila Bücherwelten


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Rezension & Gewinnspiel: »Elfenwächter 02 – Weg des Krieges« von Carolin Emrich

elfenwaechter-band-2-weg-des-krieges_ Carolin Emrich»Elfenwächter 02 – Weg des Krieges«
von Carolin Emrich

Sternensand Verlag, Juli 2017
978-3-9068-2949-4
400 Seiten
Preis:  6,99€ eBook | 12,95€ Taschenbuch

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Inhalt

Vor dem Reich der Elfen sammeln sich die Wächter, der unrechtmäßige König ist bereit für den finalen Schlag.
Alle Hoffnunf liegt nun auf Avathandal, Tris und ihren Freunden. Zusammen sollen sie den rechtmäßigen Thronerben. Angeblich hält er sich bei den Zwergen versteckt, die Aufgabe scheint einfach. Aber der Weg ist lang und die Zeit drängt, die schützende Magie des Elfenwaldes droht zu versiegen und überall liegt Krieg in der Luft.

 

Fazit

Carolin Emrich knüpft nahtlos an, wo sie in »Elfenwächter – Weg des Ordens« aufgehört hat.
Bemängelt habe ich im Auftakt der Fantasy-Trilogie den ausbaufähigen Spannungsbogen, hier hat Carolin Emrich nachgelegt und kontinuierlich Spannung aufgebaut. Es gab nur wenige Szenen, die ein klitzekleines bisschen zäh wirkten. Oft konnten diese Szenen dafür mit tollen Momenten zwischen Tris, Avathandal, Tian, Lilly und den anderen punkten.

Tris hat mich in der Fortsetzung nicht so überzeugt wie im Auftakt. Zwar ist sie immer noch eine sympathische junge Frau, aber sie ist wahnsinnig prüde und verklemmt. Natürlich ist sie im Kloster groß geworden, aber es gibt viele Momente, Blicke und Begegnungen der Liebe und sie wird jede mal, also wirklich jedes einzelne mal, rot und erwähnt, wie unwohl sie sich damit fühlt. Das hat man als Leser doch recht schnell verstanden und die häufige Wiederholung davon war mir dann etwas zu viel.
Dafür wurde aber mein Wunsch erhört und Avathandal hat einen größeren Auftritt bekommen, endlich gab es etwas über ihn und seine Ziehschwester zu erfahren. Auch Tian und Lilly bekamen mehr Gestalt und es gab zu meiner Freude ein Wiedersehen, mit dem ich wirklich nicht gerechnet habe.

Wie aus »Elfenwächter – Weg des Ordens« gewöhnt zeichnet Carolin Emrich mit ihrem angenehmen und lebendigen Schreibstil ein faszinierendes Bild ihrer Welt, die mich willkommen geheißen und gefesselt hat.

Kurz: »Elfenwächter – Weg des Krieges« von Carolin Emrich ist eine Leseempfehlung für Leser phantastischer Geschichten mit einem Schuss Romantik, Krieg, lebhafter Dialoge und Spannungsmomenten.

Bewertung

4 Bücher

4 von 5

 

Autorin

Autorin Carolin Emrich

Carolin Emrich wurde 1992 in Kassel geboren. Seit sie lesen kann, verschlingt sie Bücher und hat früh angefangen auch erste eigene Geschichten zu schreiben. Aus der anfänglichen Fanfiction reifte die Idee für ihr Debüt und 2015 nahm die Autorin Projekt „Elfenwächter“ in Angriff.
Die gelernte Industriemechanikerin lebt mit ihrer Familie in Hessen.

 

 

 

Elfenwächter

 


Weitere Meinungen zu »Elfenwächter – Weg des Krieges« von Carolin Emrich

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Linas Büchertraumwelt
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Liza’s Bücherwelt


Gewinnspiel

Gewinnspiel Elfenwächter

Dieses Gewinnspiel ist Teil der Release-Party zu »Elfenwächter – Weg des Krieges« auf Facebook. Dort könnt ihr weitere Lose sammeln.

Beantwortet mir folgende Frage und sammelt so ein Los für das Gewinnspiel, weitere Lose gibt es in der Releaseparty und unter den Rezension der teilnehmenden Sternensand-Blogger.

Gewinnspielfrage:
Menschen, Elfen und Zwerge stehen sich im Krieg gegenüber – welches Volk gewinnt deiner Meinung nach und warum?

Teilnahmebedingungen:
Teilnahme ab 18 Jahren oder mit Einverständniserklärung der Eltern.
Versand nur innerhalb von Deutschland, Österreich und der Schweiz. Für den Postversand wird keine Haftung übernommen.
Das Gewinnspiel endet mit dem Ende der Release-Party.
Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt man sich im Gewinnfall bereit öffentlich, namentlich genannt zu werden.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Keine Barauszahlung des Gewinnes möglich.
Veranstalter ist der Sternensand Verlag

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Rezension: »Regensymphonie« von Jean-Pascal Ansermoz

»Regensymphonie« von Jean-Pascal Ansermoz»Regensymphonie«
von Jean-Pascal Ansermoz

KopfKino-Verlag Thomas Dellenbusch, Juli 2017
108 Seiten
Preis:  2,99€ eBook

 

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Inhalt

In der Novelle »Regensymphpnie« von Jean-Pascal Ansermoz, die mit einem stillen aber auch starken Cover daherkommt, kann der Leser zwei kurzweilige Erzählungen entdecken.

»Regensymphonie« spielt in einem Italien, dass seit Jahren für viele tausende, vermutlich eher Millionen Menschen die Realität ist und die Öffentlichkeit so nur sieht, wenn sie gewillt ist ihren Blick bewusst auf diesen Flecken Erde zu werfen.
Der junge Kadir hat mit seiner Schwester Alima das umkämpfte Syrien verlassen. Die Realität im vermeintlich sicheren Europa ist nicht das, was ihre Eltern sich für sie erhofft haben.
Ohne Begleitung droht den Minderjährigen jeden Tag im dem eingezäunten Wald aus Zelten die Entdeckung und womöglich Trennung. Kadir, der auf der beschwerlichen Reise mehr als nur sein Lächeln verloren hat, lernt erst durch die Bekanntschaft mit dem Syrer Namid, dass das Leben immer dann ein Lächeln bereithält, wenn man bereit ist, es zu sehen.
Kadir schöpft das erste Mal seit langem Hoffnung – bis eine Explosion im Lager gewaltsam eine Lichtung in den Wald aus Zelten reißt…

Die Bonusgeschichte »Die Summe unseres Lebens« nimmt den Leser mit auf die Reise von Arnaud. Vor lauter Liebeskummer verliert Arnaud seine Stimme und muss erst bis zum Ende der Welt reisen, das für je nach Perspektive für viele auch der Anfang der Welt ist, um seine Stimme und vielleicht ja auch seine Liebe wiederzufinden.

Fazit

»Regensymphonie« und »Die Summe unseres Lebens« sind zwei beeindruckende und berührende Erzählungen über die Suche nach dem Sinn und das Glück – und was beides ausmacht.
Still aber eindringlich hat sich Jean-Pascal Ansermoz direkt in mein Herz geschrieben und mich nachdenklich zurückgelassen. Auf berührende und eindrucksvolle Weise regt Jean-Pascal Ansermoz zum Nachdenken an. Dabei wirft er in »Regensymphonie« nicht nur den Blick auf Umstände, die die meisten Menschen verdrängen, solange die Medien nicht mit dem Leid von anderem um Aufmerksamkeit buhlen, sondern zeigt seinen Lesern, dass das Leben immer ein Lächeln bereithält – egal wie heftig der Regen vielleicht gerade vom Himmel fällt.
Mir geht seit der Lektüre vor allem ein Gedanke nicht mehr aus dem Kopf: Ich sollte viel häufiger Lächeln und den Dingen nur schlechten Dingen nur die Aufmerksamkeit schenken, die sie verdienen und nicht mehr.

Die Bonusgeschichte »Die Summe unseres Lebens« hat mich besonders berührt. Vielleicht, weil ich wie Arnaud eine Suchende bin, ganz gewiss aber, weil Jean-Pascal Ansermoz einfühlsam und lebendig die Geschichte von Arnaud vor mir ausgebreitet hat.
Mit seinem Schreibstil voller Bildern, Metaphern, Symbolen und Parallelismus, spinnt der Autor die magische Geschichte einer besonderen Suche, die selbst irgendwie auch das Ziel ist.

 

Bewertung

5 von 5

 

 

 


Weitere Meinungen zu »Regensymphonie« von Jean-Pascal Ansermoz

Das Leesofa
Drachenleben
♦ Das Niliversum


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Rezension: »Die Frauen von Salem« von Brunonia Barry

Die Frauen von Salem - Brunonia Bary»Die Frauen von Salem«
von Brunonia Barry

btb Verlag, Juni 2017
ISBN-13: 978-3-4427-1436-0
608 Seiten
Preis:  8,99€ eBook | 9,99€ Taschenbuch

 

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Inhalt

Salem, Neuengland 1989: drei Frauen werden an Halloween ermordet, ein kleines Mädchen ist Augenzeugin und die stadtbekannte Historikerin Rose Whelan steht unter verdacht.

Der Fall konnte nie ganz gelöst werden. Halloween 2014 geschieht wieder ein Mord. Wieder steht Rose Whelan unter Verdacht. Callie Cahill, das kleine Mädchen von damals, kehrt in die Stadt zurück, denn sie muss beweisen, dass Rose keine Mörderin ist. Oder ist sie es doch?

Fazit

»Die Frauen von Salem« von Brunonia Barry bringt die Hexen zurück nach Salem.
Callie Cahil ist die Tochter eine der Göttinnen, eine Verbindung junger Frauen, deren Vorfahrinnen in den Hexenprozessen von Salem ihre Leben ließen.
Die junge Frau mit vielen Narben auf der Seele kehrt 25 Jahre nach dem Mord an ihrer Mutter und den anderen Göttinnen nach Salem zurück. Die Stadt ist anders. Irgendwie spirituell und irgendwie auch kommerziell, Hexen und Menschen mit der Andeutung von Gaben halten den Kommerz am laufen.  Und trotz dessen, hält der Aberglaube Einzug in die Stadt.
Im Hintergrund gibt es seit Jahrhunderten Misstrauen zwischen den alteingesessenen Familien, immer wieder wird thematisiert, wer hat damals wen als Hexe denunziert? Wessen Familie gehörte zu den Richtern, welche zu den Klägern und wer war Opfer?

In diesem Flair will Callie, die sich kaum noch an die Nacht der Morde vor 25 Jahren erinnern kann, beweisen, dass Rose Whelan nie zur Mörderin wurde – weder damals noch heute.
Dabei unterstützt sie der Polizeichef von Salem und schnell wird klar, dass vor 25 Jahren nicht alles nach Dienstvorschrift gelaufen ist und mehr Familien in den Fall der Göttinnen verstrickt sind, als es den Anschein hat.

Nicht spannend wie ein Krimi, sondern interessant und voller Details erzählt Brunonia Barry die Geschichte von Callie, Rose und den Göttinnen. Dabei hat sie ein Werk voller Aberglaube und Mythen geschaffen, dass stellenweise vor sich hinplätchernd und manchmal dramatisch seinen Lauf nimmt.
Neben spannenden Verwicklungen und lebendigen Charakteren konnte die Autorin ein detailliertes Bild von Salem zeichnen – eine Stadt die schon auf Grund ihrer Geschichte faszinierend ist.

Wichtig ist zu bedenken, dass »Die Frauen von Salem« kein Krimi ist, auch wenn sich Inhalt und Klappentext wie einer lesen. Wer aber einen spannenden Krimi erwartet, ist hier falsch.
Natürlich baut Brunonia Barry Spannung auf und bis zum Ende treibt einen die Frage an, was oder wer nun hinter den Morden steckt, aber es keine Spannung eines klassischen Krimis. Vielmehr webt die Autorin die ungelösten Mordfälle in ihre atmosphärische Geschichte geschickt ein.

 

Bewertung

4 Bücher

4 von 5

 

 

 


Weitere Meinungen zu »Die Frauen von Salem« von Brunonia Barry

Ein Hauch von Bücherwind
Happy Booktime


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